Radfahren und E-Biken: Darum sind diese Sportgeräte besser als Fitnesstudio

Fahrrad und E-Bike: die besten Trainingsgeräte der Welt

Radfahren und E-Biken: Darum sind diese Sportgeräte besser als Fitnesstudio

Radfahren ist die beste und gesündeste Sportart auf dieser Welt. Denn egal, ob Muskeln oder Gelenke, Immun- oder Herz-Kreislauf-System: Radeln bringt den ganzen Körper in Top-Form. Mehr noch: Das Strampeln senkt den Stress, knackt Fettdepots, optimiert unser Herz. Welche andere Sportart kann das bieten?
TEILE DIESEN ARTIKEL

In der ElektroRad 4/2023 und der Radfahren 5/2023 berichten wir ausführlich über den Gesundheits-Vorteil, den Radfahren und E-Biken bringt. Ergänzend zum ausführlichen Artikel finden Sie hier die Interviews mit dem Sportmediziner Uwe Tegtbur und der ehemaligen Profisportlerin und heutigen Spitzenköchin Veronika Siflinger-Lutz.

Die ganze Geschichte lesen Sie in der ElektroRad 4/2023 und der Radfahren 5/2023.

Uwe Tegtbur (kleines Foto) leitete die Studie.

Uwe Tegtbur (kleines Foto) leitete die Studie.

„Wer jeden Tag mit dem E-Bike fährt, reduziert die Gefahr,
einen Herzinfarkt zu erleiden, um 40 Prozent“

Er widerlegt fast alle gesundheitskritischen Vorurteile, die es über E-Bikes gibt: Uwe Tegtbur. In der wohl größten E-Bike-Gesundheitsstudie beweist der Direktor des Instituts für Sportmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, dass wenn man regelmäßig auf einem Rad mit elektrischer Unterstützung unterwegs ist, dass das Herzinfarkt- als auch das Krebsrisiko deutlich sinkt. Der renommierte Sportmediziner, der in den vergangenen zwei Jahren fast 60000 Fahrten ausgewertet hat, sagt: „E-Biken macht gesund und glücklich.“ Mit Uwe Tegtbur sprach Andreas Haslauer.

Radfahren.de: Herr Tegtbur, Sie haben die wohl größte medizinische E-Bike-Studie mit fast 2000 Probanden gemacht. Warum?

Uwe Tegtbur: Das Bundesverkehrsministerium, die Leibniz-Universität Hannover und wir von der Medizinischen Hochschule wollten wissen, wie gesund eigentlich E-Bike fahren ist.

Und? Wie gesund ist es?

Einen Moment bitte. Erst mal müssen wir die Menschen unterscheiden. Es gibt welche, die fahren E-Bike. Und es gibt Fahrradfahrer. Diese beiden Gruppen unterscheiden sich maßgeblich in Sachen Charakteristika wie Erkrankungen und Alter. Der Mensch, der ein E-Bike fährt, hat mit dem Menschen, der Fahrrad fährt, nichts zu tun. Wirklich gar nix.

Das verstehe ich nicht. Beide sitzen auf einem Rad.

Der Anteil derer, die eine Erkrankung haben, liegt bei den E-Bike-Fahrern bei gut 35 Prozent. Hier spreche ich von Leuten, die an Gelenkverschleiß, Diabetes, Bluthochdruck oder Fettleibigkeit leiden. Sie strampeln, obwohl sie krank sind.

SUV-E-Bikes 2023 im Test: Ein E-Bike für jedes Gelände

Warum machen sie das?

Sie steigen auf ihr Bike, weil es einen Elektroantrieb hat. Damit kommen sie beschwerdefrei an – auch wenn es mal länger dauert. Das einzige, was die beiden Gruppen vereint, ist die Intensität. Und das muss ich hier klipp und klar sagen: Ich arbeite nun seit 30 Jahren in der Sportmedizin, habe mit viel gerechnet, aber nicht mit diesem Ergebnis.

Jetzt machen Sie es aber spannend.

In zwei Jahren haben wir insgesamt 1250 E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer sowie 629 Radfahrerinnen und Radfahrer ausgewertet. Und jetzt kommt es: Die durchschnittliche Herzfrequenz der E-Bike-Fahrer während ihrer Fahrten lag gerade einmal fünf Schläge unter der Herzfrequenz der Radfahrer. Dabei heißt es doch immer noch, dass E-Bikes keine richtigen Räder seien, nur leistungsschwache Mopeds. Mehr noch: E-Bikes würden sogar faul und träge machen. Und Sport sei das schließlich auch keiner. Alles Blödsinn!

Was ist E-Bike fahren dann?

E-Bike fahren ist Sport! Unser Erkenntnisgewinn aus der Studie ist eindeutig. Die Leute haben natürlich einen Unterstützungsmodus gewählt…

…und sind nicht immer „Power“-Modus gefahren?

Meistens waren sie „Tour“- oder „Eco“-Modus unterwegs. Das bedeutet, dass der Motor die Menschen bei Steigungen oder Gegenwind unterstützt, dafür ist er ja schließlich auch da. Das, was die Kritiker vergessen, ist, dass die Menschen dennoch treten müssen, sie dabei stetig von ihrem Rad gefordert werden. Und das ist auch richtig und gut so, weil sie dann mit einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 110 Schlägen in der Minute in ihrem GA1-Bereich pedalieren.

Alltagsräder 2023 im Test: Entspannt im Alltag

Was heißt das?

Je nach Trainingszustand bedeutet das, das sie mit einer Herzfrequenz um 60 bis 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz fahren. Ein besseres Training im Grundausdauer-Bereich gibt es in der Trainingswissenschaft nicht. Mehr noch: das Pedalieren wirkt sich auch positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Auch das hätte ich nicht für möglich gehalten, ist aber so: Wenn man jeden Tag 12 bis 15 Kilometer mit dem E-Bike fährt, reduziert sich die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden, um 40 Prozent. Darüber sinkt das Risiko für Metabolisches Syndrom, also Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettwechselstörungen um rund 50 Prozent, das Krebsrisiko um 30 Prozent.

Wollen Sie damit behaupten, dass E-Bike fahren ein Krankheitsverhinderer ist?

Dass will ich nicht nur ‚behaupten‘, das ist so. Das ist der erste Punkt. Der zweite: Es gibt in der weltweiten Rad-Industrie ganz viele sogenannte Befragungs-Studien. Wir haben hingegen niemanden befragt, wir haben gemessen – und das nicht zu knapp: Unter dem Strich haben wir 58.833 Fahrten ausgewertet, 34.438 von Pedelec-Fahrern und 24.065 von Radfahrern. Deswegen können wir lückenlos nachweisen, dass E-Biken – und natürlich auch das Radfahren – ein herausragendes Herz-Kreislauf-Training ist. Darüber hinaus senkt das E-Biken den Cholesterinwert, reduziert die Fettleber. Auch das Demenz- und Alzheimer-Risiko sinkt, wenn man ständig radelt.

Haben das E-Bike-Fahrer wirklich gemacht?

135 Minuten saßen sie im Schnitt jede Woche im Sattel – und das das ganze Jahr hinweg, von Januar bis Dezember. Auch das ist eine tolle Leistung. Denn je länger sie mit dem E-Bike fahren, desto stärker werden auch chronische Entzündungen reduziert. Ausdauersport wie das Radfahren haben anti-entzündliche und anti-oxidative Effekte. Sie sehen: Jeder – auch mit Vorerkrankung – kann sich mit dem E-Bike gesünder radeln.

Also sollten die Leute wie wild in die Pedale treten?

Nein, bloß nicht. Beim Joggen gibt es seit jeher die Regel „Laufen ohne zu schnaufen“. Oder, dass man während des Joggens noch reden können sollte. Denn wenn man zu schnell durch den Wald oder den Park joggt, hat man keinen richtigen Trainingseffekt mehr. Genauso ist es mit dem Radeln. Ich sage immer, dass wenn wir moderat pedalieren, nur dann unser Körper ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, wir nur dann gute Trainingsergebnisse erzielen. Wer hingegen sich dabei total verausgabt, erzielt gar nichts. Noch schlimmer: Das Training ist sogar kontraproduktiv.

Und was passiert mit unserem Körper, wenn wir stundenlang vor uns hin strampeln?

Dann verlieren wir Gewicht, dann purzeln nur die Pfunde.

Radfahren oder Joggen: Welche Sportart ist am gesündesten?

Können Sie das bitte konkretisieren?

Wenn wir im Grundlagenbereich fahren, dann schalten sich in unseren Muskelzellen Millionen kleiner Kraftwerke ein. Das sind die sogenannten Mitochondrien. Umgangssprachlich sind die Mitochondrien die Kraftwerke unserer Zellen. Ihre Aufgabe ist es, Adenosintriphosphat zu produzieren. Adenosintriphosphat ist ein chemisches Molekül, das in jeder Zelle Energie bereitstellt, auch „Energie-Münze“ genannt. Und wenn diese Mini-Kraftwerke in unserem Körper mal so richtig in Fahrt kommen, sind sie dafür verantwortlich, dass sie erst unsere Fettdepots angreifen, dann knacken.

„Radfahren stärkt unsere Muskulatur, schont die Gelenke, verbessert unseren Stoffwechsel und stärkt das Immunsystem“, predigt immer Professor Ingo Froböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln. Er sagt: Radfahren ist der gesündeste Sport auf diesem Planeten. Hat er Recht?

Zusammen mit dem Langlaufen ist Radfahren die beste Sportart der Welt. Radfahren reduziert den eigenen Stresslevel, steigert die Denkleistung, die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung, gleichzeitig erhalten die Gelenke einen Arthrose-Schutz. Ich habe mal in einem Artikel von Ihnen gelesen, dass Radfahren ein „Herzoptimierer, Fettverbrenner, Hirnantreiber, Gelenkschoner“ sei. Ich finde, dass Sie das ganz gut auf den Punkt gebracht haben.

Veronika Siflinger-Lutz hat unter anderem für das Profi-Rennteam Bora-hansgrohe gekocht.

Kochen mit Vroni

„Ernährung ist doch keine Religion!“

Wenn sich jemand mit gutem Essen auskennt, dann ist das Veronika Siflinger-Lutz. Die ehemalige Profisportlerin und dreifache Mutter spricht im Interview darüber, warum sie als Chefköchin eines Radteams ihren Profisportlern abends mal ein Bier hinstellte, wieso eine gesunde Ernährung keine Raketenwissenschaft ist. Von Super-Food hält die TV-Köchin und Wirtshaus-Chefin nix: „Ich brauche nicht irgendwelche Extrakte von irgendwelchen Stämmen aus irgendwelchen Tiki-Taka-Ländern.“ Mit Veronika Siflinger-Lutz sprach Andreas Haslauer.

Im Ticker: Die spannendsten Neuheiten von der Eurobike 2023

Frau Siflinger-Lutz, ich bin völlig überfordert, weiß gar nicht mehr was ich überhaupt essen soll. Mal heißt es, dass man sich nur Paleo, also Steinzeit-mäßig, ernähren soll. Dann wieder ist von Low Carb zu lesen, also wenig Kohlenhydrate. Ganz zu schweigen vom Intervallfasten-Hype. Was soll ich denn nun jetzt machen?

Das Wichtigste ist, dass Sie ihren Körper nicht betrügen. Einfach mal was weglassen, das wird ihrem Körper und Stoffwechsel auf Dauer nicht gefallen. Beide werden irgendwann auf die Barrikaden gehen. Und dann tritt das ein, was schon vielen passiert ist: Sie wachen nachts hungrig und genervt auf, gehen zum Kühlschrank und stopfen alles in sich hinein.

Und was ist die Lösung?

Beide müssen glücklich sein, der Körper und der Geist. Verbote sind kontraproduktiv.

Wie meinen Sie das?

Schauen Sie, als ich noch Chefköchin beim Profi-Radteam Bora-Hansgrohe war, war Kuhmilch absolut verpönt. Zwar ist sie ein guter Lieferant für Eiweiß und Kalzium, aber auch ein Lieferant von Säure. Und das ist für die Jungs, die den ganzen Tag wie die Verrückten in die Pedale treten, schlecht. Bei uns gab es nur Schafs- und Ziegenmilch. Wenn aber ein Fahrer morgens bei der Tour de France unbedingt ein Glas Milch trinken wollte, dann hat er auch eines von mir bekommen. Mein Gott, warum auch nicht? Sonst hätte er das gemacht, was sein Team-Captain immer heimlich machte.

Sie meinen den dreifachen Straßen-Weltmeister Peter Sagan?

Er fuhr zu McDonalds und futterte den ganzen Fast-Food-Mist. Warum? Weil ihm was fehlte. Und hier unterscheide ich mich von den ganzen Ernährungsberatern. Die schauen immer nur auf ihre Excel-Dateien mit den Kalorienangaben und erklären was die Profisportler zu essen haben. Das, was Weltklasse-Athleten und Nicht-Sportlern vereint, ist: wenn es mir nicht schmeckt, bin ich nicht glücklich. Und wenn ich nicht glücklich bin, bringe ich auch keine Leistung. Also sorgte ich früher dafür, dass es meinen Radprofis jeden Tag gut schmeckte und sie jeden Morgen glücklich auf ihr Radl steigen konnten.

Gab es Konflikte zwischen Ihnen, der Köchin, und den Ernährungsberatern?

Natürlich nie! (grinst) Wenn wir vielleicht mal nicht ganz einer Meinung waren, wie zum Beispiel beim Thema Süßspeisen, dann habe ich ihn gefragt, wie ich denn bitte schön nun 8000 gesunde Kalorien in so einen 60-Kilo-Hering reinkriegen soll? Du kannst so viele Kalorien nur mit Supplementen wie Gels und Riegel erreichen. Aber mal ehrlich: Haben Sie schon mal so ein Gel runtergewürgt? Sowas liefert vielleicht die Kalorien, aber das Hirn und der Bauch haben keine Befriedigung wie durch den Genuss von einem guten Essen.

ElektroRad-Test 2023: 92 E-Bikes im Test

Wie war die Antwort der Ernährungswissenschaftler auf Ihre Frage?

Schulterzucken. Also, was habe ich gemacht? Ich habe auf das Teufelszeug, also Weißmehl und Weißzucker, verzichtet, stattdessen Dinkel und Ahornsirup verwendet. Habe ich das den Fahrern vorher gesagt? Natürlich nicht! Sie waren mit den gesunden Brownies und gesunden Keksen super happy. Hätte ich das umgesetzt, was mir die Berater empfohlen haben, nämlich Datteln zu servieren, wäre das eingetreten, was immer passiert: dann bleiben die Datteln liegen, jeder geht auf sein Zimmer und stopft sich dort gleich mal acht Snickers rein. Ich kann die Fahrer verstehen, mehr noch: ich kann es nachempfinden, ich war ja selbst Profisportlerin. Weiß, wie es ist, wenn man an einem Tag 10, 12 Kilometer geschwommen ist. Dann hat man nicht nur Hunger wie ein Bär, dann will man sich auch belohnen. Heute ist das bei mir anders.

Was ist heute anders?

Heute esse ich mit Genuss. Wenn ich Lust auf eine Pizza habe, dann esse ich eine Pizza, halt eine mit Dinkelmehl. Dinkelbrot ist ja okay, genauso eine Tomatensauce. Und ein guter Käse enthält nun mal viel Protein. Das, was die meisten Menschen falsch machen, ist, dass sie viel zu viel essen, sich zu wenig bewegen. Wenn ich aber auch nur bisschen an diesen beiden Stellschrauben drehe, dann purzeln die Pfunde wie von ganz allein.

Wie würden Sie Ihren Ernährungsplan beschreiben?

Das ist ein Mix aus Slow Food, Clean Eating, Vollwertkost und Low Carb, schließlich will ich mich und meine drei Kinder gesund und gut ernähren. Nur auf die eine oder andere Ernährungsform werde ich mich sicherlich nicht beschränken.

Haben Sie ein Beispiel?

Meine Kids lieben Spaghetti Bolognese. Also kaufe ich das Rindfleisch beim Dorfmetzger. Von ihm weiß ich, dass die Tiere ein wunderbares Leben hier im schönen Chiemgau hatten, sie die Landschaft bis zur letzten Minute genießen konnten. Klassische Wurst-Aufschnitte wie Lyoner gibt es bei uns nie.

Warum?

Weil das pures Fett ist.

Wie informieren Sie sich über aktuelle Trends?

Gar nicht.

Das glaube ich Ihnen nicht.

Warum sollte ich? Was war denn in den vergangenen Jahren neu? Super-Food, okay. Warum sollte ich aber Fan von der Inka-Nuss sein, die am anderen Ende der Welt wächst? Verstehen Sie mich nicht falsch, meine Kochweise ist kosmopolitisch. Hier in Riedering, das ist ein paar Kilometer von Rosenheim entfernt, gibt es die Ackerschachtelhalme. Da ist viel Kieselerde drin, ist gut für Haut und Haare, für Knochen und Sehnen. Das wächst hier, aus meiner Region. Da brauche ich nicht irgendwelche Extrakte von irgendwelchen Stämmen aus irgendwelchen Tiki-Taka-Ländern. Das ist doch alles Schmarrn!

Was sind für Sie klassischen Leistungsminderer?

Weißmehl. Weil Weizen Laektin enthält: Das ruft Entzündungen hervor. Meine Vorgehensweise ist immer gleich: ich verwende immer nur das beste Benzin für den Tank meiner Profisportler, meiner Gäste, meinen Kids. Dazu gehört das Allheilmittel Ingwer. Es ist für den Magen gut, gleichzeitig enthält es Vitamine und Mineralstoffe. Wie man diese zu sich nimmt, ist es egal, ob morgens als Shot oder als Smoothie. Dann unterscheide ich zwischen gesunden und verwerflich-gesunden Lebensmitteln.

Wie sieht denn der perfekte Ernährungsplan nun konkret aus?

Fangen wir mit dem Frühstück an. Eisen ist für alle Menschen wichtig. Deshalb gibt es als erstes in der Früh Haferflocken mit Beeren. Beeren sind immer besser als anderes Obst wegen der Fructose. Fructose ist eine der wenigen Zuckerarten, die über die Leber abgebaut werden. Ähnlich wie Alkohol. Deswegen mehr Beeren und weniger Obst. Und dazu: Immer ganz viel Wasser. Hört sich abgedroschen an, ist aber so. Trinken ist das Wichtigste überhaupt. Dann neben Ingwer noch Avocado, diese hat sehr gesunde und tolle Fette. Die rote Beete würde ich sogar als die absolute Wunderwurzel bezeichnen.

Und am Nachmittag…

…kann es gerne gute Kohlenhydrate geben, die sollte man am Abend eher weglassen. Bei uns gibt es mittags und abends immer Gemüse und Salat als Beilage. Sie merken, eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist keine komplizierte Raketenwissenschaft.

Beim Radteam waren Muscheln und Calamari stets tabu. Warum eigentlich?

Nicht aus ernährungstechnischen Gesichtspunkten, sondern weil die Sachen schwer verdaulich sind. Und wenn Sie mal acht Stunden mit Verdauungsproblemen den Col du Galibier oder nach Alpe d’Huez hochstrampeln müssen, dann wollen Sie keine Muscheln mehr. Das können Sie mir glauben. Wenn wir als Familie hingegen im Urlaub in Kroatien machen, dann bin ich diejenige, die mit dem Speer tauchen geht und aus dem Meer Oktopus oder Calamari holt. Das sind pure Eiweißquellen. Abends wird der Fang dann gegrillt, dazu ein gutes Glas Wein oder ein kaltes Bier. Was gibt es denn Schöneres? Können Sie eigentlich schweigen?

Wir sind doch unter uns.

Die Radprofis haben von mir auch mal ein Glas Wein oder ein Bier bekommen. Und da schließt sich der Kreis zwischen Radprofis, Sportlern, Genussmenschen und Kindern. Sie benehmen sich alle wie kleine Kinder (grinst). Und das ist auch gut so. Und schön. Wie hat der Mountainbike-Profi Harald Philipp mal gesagt: „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.“

ElektroRad 4/2023, Banner

Hier können Sie die ElektroRad 4/2023 als Printmagazin oder E-Paper bestellen

Schlagworte
envelope facebook social link instagram