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E-Bike, Pedelec, Kaufberatung, Radfahren

E-Bike: Wissenswertes rund um Motor, Akku, Kosten, Reparaturen

E-Bikes: Was Sie schon immer wissen wollten!

E-Bike: Wissenswertes rund um Motor, Akku, Kosten, Reparaturen

Was unterscheidet ein E-Bike vom Fahrrad? Richtig: Motor, Akku und Display machen aus einem Fahrrad ein Pedelec. Mit komplexer Technik und Elektronik. Doch was ist wichtig beim E-Bike? Manche Antworten auf die 30 wichtigsten Fragen rund ums E-Bike könnten Sie überraschen.
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Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen E-Bike Kauf?

Der ideale Zeitpunkt für den Kauf eines neuen E-Bikes hängt natürlich wesentlich von den eigenen Befindlichkeiten ab: Wer sich für aktuellste Technik und neueste Motoren interessiert, macht sich im Winter auf die Suche. Die neuen Modelle stehen in den Läden, die meisten Größen sind vorrätig und der Händler hat Zeit, während alle anderen noch Ski fahren.

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Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Nachteil: Keine Schnäppchen, neue Modelle gibt’s nur zu Listenpreisen. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich das Thema Verfügbarkeiten und Lieferzeiten vor allem bei neuen Modellen natürlich grundlegend geändert – und ist kaum mehr pauschal zu beantworten.

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Der Vor-Ort-Kontakt zu Fachhändlern ist für viele Käuferinnen und Käufer weiterhin unersetzlich, obgleich die E-Bike Hersteller immer umfangreichere Online-Auftritte anbieten.

Wem dagegen egal ist, ob er ein brandneues oder ein Vorjahresmodell sein Eigen nennt, für den steht schon im Herbst die Ampel auf Grün. Die letzten Modelle des ausklingenden Jahres sind noch im Lager, der Händler braucht aber Platz und er hat im ansonsten stürmischen Herbst viel Zeit für eine ausführliche Beratung. Ein Schnäppchen ist da immer drin, da auch die Hersteller ihre Lager leeren möchten und der Händler die auslaufenden Modelle zu attraktiven Preise anbieten kann.

Kaufe ich günstig im Internet oder besser beim Fachhändler?

Wer bereits E-Bike-affin ist, kann im Internet bei einem der großen Anbieter nach einem passenden Rad suchen. Die Etablierten bieten nicht nur eine riesige Auswahl an attraktiven Modellen, sondern oft auch eine qualifizierte telefonische Beratung an. Teilweise ist es sogar möglich, ein Rad für einen Tag unverbindlich zuhause auszuprobieren.

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Für Neueinsteiger oder Umsteiger vom Fahrrad aufs E-Bike empfiehlt sich der Gang zum Fachhändler. Dieser sollte mit fachlichem Wissen kombiniert mit guter Beratung überzeugen. Fragen vorher überlegen (unter anderem den künftigen Einsatzbereich), gut qualifizierte Händler weichen keiner Frage aus.

Viele bieten zudem die Möglichkeit an, über das Wochenende das Wunschrad ausgiebig zu testen.

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Probe fahren ist Pflicht, am besten auf vertrauten Wegen. Lassen Sie sich Zeit dabei und fahren Sie so, wie Sie auch im Alltag vorhaben, das Rad zu bewegen.

Wie viel kostet ein gutes E-Bike?

Je nach Typ fangen die Preise für solide Pedelecs bei rund 1800 Euro für einfache Citybikes an. Tourentaugliche E-Bikes ab etwa 2500 Euro. Sportliche, robuste E-Mountainbikes gibt‘s ab rund 3000 Euro. Das sind grobe Richtwerte. Nach oben und auch nach unten gibt‘s wie überall positive Überraschungen und Ausreißer. Eine gute Orientierung bieten unsere Tests von E-Bike-Modellen für das Jahr 2022.

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Welcher Radtyp ist der richtige?

Für den Gebrauch im Stadtgürtel auf kurzen Wegen: Ein bequemer Tiefeinsteiger mit relativ aufrechter Sitzhaltung ist hier sicher eine gute Wahl. Das funktioniert auch auf gelegentlichen Touren gut. Je länger die Touren und je schneller gefahren wird, desto sportlicher darf die Sitzposition ausfallen. Dann sind Trapez- oder Diamantrahmenformen sicher die besseren, da sie in der Regel stabiler und für höhere Geschwindigkeiten geeigneter sind.

10 Tipps für den Fahrrad- und E-Bike-Kauf

Wer gerne durch Wald und Wiesen fährt, ist mit einem SUV oder einem Mountainbike gut beraten. Das E-SUV ist ein Allrounder mit ausgeprägten MTB-Genen und zumeist vollausgestattet mit Licht, Radschützern und Gepäckträger. Ein E-MTB ist eher spartanisch ausgestattet und so zu einhundert Prozent dem ruppigem Gelände angepasst.

Welches Schaltsystem ist besser?

Die häufig gestellte Frage müsste eigentlich lauten: Welches Schaltsystem eignet sich wo? Für Wenig- oder Kurzstreckenfahrer in eher flachen Gegenden reichen die fünf, sieben oder acht Gänge einer Nabenschaltung aus.

Vorteile: geringer Pflegeaufwand, hohe Langlebigkeit. Wer im Bergigen wohnt bzw. Bergtouren plant, braucht eine umfangreichere Übersetzung: Kettenschaltsysteme (zehn bis zwölf Gänge) oder tourentaugliche Nabenschaltungen (Shimano Alfine 11-Gang oder das Rohloff 14-Gang-Getriebe).

Welche Bremsen sind ­empfehlenswert?

Grundsätzlich bieten hydraulische Scheibenbremsen eine hohe Sicher­heit beim Verzögern. Der große Vorteil: Sie sind witterungsunabhängig. Für Tourenräder, S-Pedelecs, MTBs, SUVs, Cargobikes und Tandems sind andere Bremssysteme unzureichend. Hydraulische Felgenbremsen sind mittlerweile kaum noch an E-Bikes zu finden.

Welcher Sattel passt für mich?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Art und Dauer der Nutzung, von der Sitzposition und – nicht unwichtig – vom Abstand der Sitzknochen. Grundsätzlich muss man sich an einen Sattel erst gewöhnen. Deshalb kann es sein, dass bei der ersten Ausfahrt trotz sorgfältig ausgewählter Sitzgelegenheit der Allerwerteste etwas schmerzt. Nicht verzagen – weiterfahren! Wenn der Po nach drei bis fünf Touren immer noch schmerzt – umtauschen.

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Was ist besser: Ketten- oder ­Riemenantrieb?

Die Kette ist wartungsintensiver und für Naben- und Kettenschaltungen geeignet. Der Austausch ist einfach, der Abrollwiderstand sehr gering. Der Riemenantrieb ist wartungsarm und meist langlebiger. Da er endlos ist, braucht er zum Einfädeln eine spezielle Rahmen-Öffnung, was die Rahmen teurer macht. Der Abrollwiderstand ist höher als der einer Kette.

W, Wh, Ah, Nm.- Was steckt dahinter?

W = Leistung in Watt: 250 W ist die Nenndauerleistung des Motors. So viel kann der Antrieb dauerhaft leisten, ohne zu überhitzen. Beim Pedelec die gesetzliche Obergrenze. Tatsächlich kann der Motor mehr Kraft entwickeln, aber nicht dauerhaft.
Wh = Kapazität des Akkus in Wattstunden. So viel Strom kann der Akku fassen.
Ah = Kapazität des Akkus in Amperestunden dargestellt.
Nm = maximal erzielbares Drehmoment des Motors in Newtonmeter.

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Vollintegrierter Akku: Im Canyon Precede:ON AL 7 liegt der 625-Wh-Akku formschlüssig im Unterrohr.

Front-, Mittel- oder ­Heckantrieb?

Frontantrieb (kaum noch verbaut): Weniger kraft­voll, leicht, braucht Routine, aber dafür günstiger in der Anschaffung. Eignet sich eher im städtischen Bereich, flach, maximal leicht hügelig.

Mittelmotor: Überall einsetzbar. Optimale Gewichtsverteilung am Rad, da Motor und meist Akku in der Rahmenmitte sitzen. Nachteil: erhöhte Abnutzung des Antriebsstrangs.

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Hecknabenantrieb: Leise, Kraft direkt am Hinterrad, manchmal Rekuperation (Stromrückgewinnung) beim Bergabfahren. Kein vom Motor bedingter Ritzel- oder Kettenverschleiß. Perfekt im S-Pedelec. Nachteil: ungünstigere Gewichtsverteilung am Rad, eingeschränkt hochgebirgstauglich.

Wie kann ich die Unterstützungskraft regulieren?

Das Niveau der Unterstützung lässt sich durch die verschiedenen Unterstützungsstufen oder -modi einstellen. Die Hersteller bieten meist drei bis fünf Niveaustufen an – von Eco über Normal bis Power/Turbo. In den meisten Fällen lassen sich diese in sich nochmals individuell konfigurieren und an den eigenen Fahrstil und die gewünschte Unterstützung anpassen.

Ich fahre nur kurze ­Strecken, brauche ich dann einen 625-Wh-Akku?

Nein! Für kurze, auch regelmäßige Wege reicht ein kleiner Akku von 250 bis 300 Wh vollkommen aus. Vorteil: weniger Gewicht, mehr Fahrdynamik des ­E-Bikes. Für Touren-Fahrer empfehlen wir einen 500 Wh oder 625 Wh Akku. Die gleiche Akku-Kapazität sollten E-Mountainbikes an Bord haben, deren Einsatzbereiche Tagestouren sind.

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Bei Freizeit-Einsätzen des E-MTBs kann ein 400 Wh-Akku für 1200 Höhenmeter ausreichen. Beim Freizeiteinsatz des E-MTBs zählt das geringere Gewicht mehr als eine große Reichweite.

Wie lange lebt ein Akku?

Das hängt überwiegend vom Nutzerverhalten ab. Setzt man den sorgfältigen Umgang und die richtige Pflege voraus, hält ein Lithium-Ionen-Akku sehr lange! Die Hersteller beziehen sich bei der Gewährleistung nicht auf die Lebens-/Laufzeit, sondern auf die Zahl der Vollladezyklen (könnte sich auch aus 3-4 Kurzladungen errechnen; der Akku liebt häufiges Nachladen).

Bei regelmäßiger Nutzung hat ein Akku meist eine Gewährleistung von 500 Ladezyklen. Rechnet man pro Ladung grob mindestens 60 km Reichweite, dann ergibt das am Ende eine Laufzeit des Pedelecs von 30.000 km. Ganz schön viel.

Der Akku ist leer. ­Blockiert dann das E-Bike?

Nein! Ein Elektrorad kann wie ein normales Fahrrad weitergefahren werden. Es funktioniert auch ohne Akku bzw. Stromzufuhr ganz normal, mit Muskelkraft, per Gangschaltung. Nur dass ein E-Bike natürlich deutlich schwerer als ein unmotorisiertes Fahrrad ist. Ist der Akku leer, reicht die Rest­kapazität für die Beleuchtung rund zwei Stunden aus.

Wie schnell ist der Akku geladen?

Relativ fix. Zwar liegt die Zeitdauer für eine Vollladung zwischen drei und vier Stunden. Eine Teilladung mit bis zu 50 Prozent Kapazität dauert jedoch meist nur eine Stunde. Anstatt eines zweiten Akkus kann man also sein Ladegerät mitnehmen, wenn es beim Tourstopp eine Steckdose gibt. Meist ist das Ladegerät deutlich leichter als ein Zweitakku.

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Teilladungen sind nicht nur schnell, sie haben auch einen willkommenen Nebeneffekt: Wird ein Akku stets nur teilweise geladen, so schont das seine Zellen, da hohe Spannungsbereiche vermieden werden.

Das Display zeigt Infos an, der Antrieb reagiert aber nicht. Was kann man tun?

Hier einige Kniffe, wie Sie das System wieder zum Laufen bringen: Wie beim Computer: Das Antriebssystem abschalten, kurz warten, wieder anmachen. Hilft häufig. Meist ist der Magnet am Hinterrad verdreht. Dieser muss nah am Abnehmer/Sensor vorbei flitzen. Wenn die Distanz zu groß ist, bekommt das System kein Sig­nal und die Unter­stützung bleibt aus.

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Neu ­ausrichten – und die Sache läuft. Display vorhanden? Ok, abziehen, gegebenenfalls mit einem Lappen die Kontakte trocknen, aufsetzen, sauber einrasten. System wieder anschalten. System abschalten, diesmal Akku aus dem Schacht nehmen, wieder exakt einsetzen. Ist der Akku geladen? Kontroll-Leuchen am Akku checken. Falls nein – laden!

Regulierung der Unterstützung über den Display-Taster, im Bild ist ECO eingestellt.

Mein Fahrrad ist gut in Schuss. Ich überlege, es elektrisch aufzurüsten. Gibt es Nachrüstkits?

Ja, es gibt wenige Umbausätze, die dem Stand der Technik entsprechen und richtig eingebaut gut funktionieren. Binova oder Pendix zum Beispiel. Inwieweit sich allerdings das dafür gedachte Fahrrad eignet, ­sollte sich ein Experte zuvor ansehen.

Die weitere Problematik ist der Einbau: Soweit der Fahrradeigentümer und -nutzer das selbst macht, ist er auch selbst verantwortlich. Baut den Nachrüstkit ein Händler ein, macht sich ­dieser zum Produzenten und haftet nicht nur für den Einbau. Das wird er in der Regel nicht tun.

Kann ich mit dem E-Bike im Regen fahren?

Klar. Die Systeme sind abgedichtet, selbst bei strömendem Regen funktionieren die Antriebe in der Regel einwandfrei. Die Akkus sind abgedichtet, die Steckverbindungen in der Regel in Kunststoff vergossen. Deshalb ist auch ein Transport auf dem Autoheckträger unproblematisch.

Geht von einem E-Bike gefährliche elektrische Strahlung aus?

Die Physik erklärt, dass überall dort, wo ein geschlossener elektrischer Stromkreislauf vorhanden ist, elektromagnetische Strahlung herrscht, auch am Elektrorad. Fraglich ist, ob diese Strahlung a) gesundheitsschädlich oder b) in der Lage ist, Störungen bei anderen Geräten hervorzurufen.

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Im Rahmen der EN-Prüfnormung für E-Bikes wird auch die elektromagnetische Strahlung gemessen und muss innerhalb der vorgegebenen Richtwerte liegen, die eine gesundheitliche Beeinträchtigung sowie Störung anderer Geräte insoweit berücksichtigen.

Marktgängige Modelle entsprechen diesen Kriterien, sodass eine „gefährliche“ Strahlung nicht gegeben ist.

Kein Klischee: „Meine Frau und ich haben genau das gleiche Pedelec. ­Trotzdem kommt sie immer weiter!“

Die Ursachen können vielfältig sein: Sie fährt überwiegend im Eco-Modus, er eher in einem stärker unterstützenden Modus. Sie tritt schneller und schaltet gegebenenfalls häufiger, fährt folglich näher am Optimum der Motorkennlinie und somit im besseren Wirkungsgrad.

Die Dame ist vielleicht etwas kleiner und leichter, braucht weniger Energie und bietet geringeren Luftwiderstand. Dies wirkt sich eklatant auf die Reichweite aus.

Warum müssen nach rund 100 Kilometer an ­meinem neuen E-Bike die Laufräder zentriert werden?

Laufräder werden in der modernen Fabrikation vollautomatisch eingespeicht und am Ende nachkontrolliert. Auf den ersten Fahr-Kilometern „setzen“ sich die Speichen in der Nabe und in der Felge. Eine Unwucht nach den ersten 10 bis 100 km ist ganz normal. In der Werkstatt wird dies korrigiert.

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Welchen Luftdruck brauche ich im Reifen?

Bei Pedelecs, die überwiegend auf Asphalt rollen, darf der Reifendruck 3,5 bis 5 Bar betragen. Dann dämpft er ausreichend und rollt gut. Bei eher unebenem Untergrund darf’s etwas weniger Druck sein.

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Breite Reifen dämpfen gut, sind aber etwas schwerer, schmale Reifen dämpfen weniger, sind aber leichter und deshalb besser zu beschleunigen. Leichtere Fahrer benötigen geringeren Luftdruck im Reifen, schwerere Piloten etwas mehr. Bei regelmäßiger Nutzung des E-Bikes empfehlen wir eine Standpumpe.

Wie lange hält ein Reifen?

Da kommt es auf die Kilo­meterleistung an, wie schnell man unterwegs ist, auf welchem Untergrund und bei welcher Witterung überwiegend gefahren wird. Wenn kein Profil mehr sichtbar ist, sollte der Reifen dringend ausgetauscht werden.

Der Reifen macht den Unterschied. Wichtig: das richtige Profil und gute Pflege.

Wie oft muss mein E-Bike zur Wartung?

Das kommt auf die Nutzungshäufigkeit an. Man sollte sein E-Bike (ist ja ein Fahrzeug mit Motor und Elektronik) einmal im Jahr in eine Fachwerkstatt zur Durchsicht bringen. Regelmäßige Wartung schützt – wie beim Auto – vor unvorhergesehenen Ausfällen und größeren kostenintensiven Reparaturen.

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Tipp: Der beste Zeitpunkt für einen Service ist der Herbst. Dann hat der Händler Zeit, seine Werkstatt ist nicht überlaufen und man kann sein Rad in aller Ruhe für das nächste Jahr vor­bereiten lassen.

Was kostet durchschnittlich eine ­normale Wartung?

Die Kosten einer War­tung hängen davon ab, was gemacht wird und welche Verschleißteile ausgewechselt werden. Für einen kleinen Service werden in der Regel zwischen 75 und 100 Euro fällig.

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Einmal im Jahr sollte das E-Bike von einem Fachhändler durchgecheckt werden.

Welches Fahrradschloss schützt mein E-Bike vor Diebstahl?

Bittere Wahrheit: leider keines! Zwar reduzieren gute Schlösser die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls, weil der Dieb lieber ein Fahrrad mit einem leichter zu knackenden Schloss wählt. Aber: Einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht. Wenn ein Langfinger es wirklich auf ein ganz bestimmtes Rad abgesehen hat, wird er das Fahrradschloss auch aufbekommen.

Schließlich sicher: 10 Tipps gegen den Radklau

Da Fahrraddiebstahl eine verschwindend geringe Aufklärungsquote hat, sollte man vorsorgen: Ein GPS-Tracker im Fahrrad versteckt, hilft das geklaute Rad wiederzufinden. Ein E-Bike bietet dafür gute Möglichkeiten, da es mehr Stellen im Rad gibt, um den Sender zu verstecken und die Stromversorgung über den Akku gewährleistet ist.

Und noch ein Tipp: Eine separate Fahrradversicherung fürs E-Bike abzuschließen ist durchaus sinnvoll. Denn die Deckungssumme einer Hausratversicherung kann für ein teures E-Bike schnell zu gering sein.

Braucht mein E-Bike eine Lichtanlage?

Jein. Der Gesetzgeber schreibt am Fahrrad und Pedelec keine dauerhaft angebrachte Beleuchtungseinrichtung mehr vor. So ist seit der letzten Gesetzesnovelle der StVO im Juni 2017 auch eine batteriebetriebene Beleuchtung erlaubt. Sie muss bei Betrieb so befestigt sein, dass sie nicht verrutscht oder den Gegenverkehr blendet.

Alle Beleuchtungselemente müssen vom Kraftfahrtbundesamt zugelassen sein. Man erkennt dies am offiziellen Prüfzeichen im Lampenglas: eine Wellenlinie, gefolgt von einem K und einer mehrstelligen Ziffer. Beim E-Bike bietet es sich natürlich an, die Beleuchtung über den mitgeführten E-Bike-Akku zu speisen.

S-Pedelecs und E-Bikes im engeren, rechtlichen Sinn sind Kraftfahrzeuge. Bei ihnen darf man die Beleuchtungsanlage nicht baulich verändern, da ansonsten die Betriebserlaubnis erlischt. Wie Motorräder müssen sie zudem auch am Tage mit Licht fahren.

Muss ich auf dem E-Bike einen Helm tragen?

Nicht auf einem Pedelec, das bis 25 km/h unterstützt. Da es rechtlich als Fahrrad eingestuft, gibt es hierzulande keine Helmpflicht. Wir empfehlen dennoch das ­Tragen eines geeigneten Helms. Achtung: Im Ausland können andere Regeln gelten.

In Deutschland muss auf einem schnellen S-Pedelec (Unterstützung bis 45 km/h) ein geeigneter Helm getragen werden (Einstufung als Kleinkraftrad). Helme für die Schnellen bieten zum Beispiel Cratoni oder BBB.

Darf man mit einem E-Bike einen Anhänger ziehen?

Auch hier gilt: Es kommt darauf an. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Anhängern für das Fahrrad: Lastenanhänger oder Anhänger zum Transport von Kindern (Kinderanhänger). Da ein Pedelec ein Fahrrad ist, dürfen sowohl Lastenanhänger als auch Kinderanhänger damit gezogen werden.

Seit dem 1. Juni 2017 schreibt die StVZO hierfür detailliert die Anforderung an die Beleuchtung vor. Ab einer Breite von 60 Zentimetern muss ein Fahrradanhänger mit einem Rücklicht an der linken Seite ausgestattet sein sowie mit einem Paar roter Rückstrahler der Kategorie Z.

Zusätzlich muss ein Paar weißer Frontreflektoren verbaut sein. Ist der Anhänger breiter als einen Meter, muss zusätzlich eine weiße Frontleuchte links angebracht sein. Eine zusätzliche rechte rote Schlussleuchte sowie Blinker sind erlaubt.

Reichweiten-Test: So lange hält der E-Bike-Akku wirklich

Alle E-Bikes mit Tretunterstützung über 25 km/h (S-Pedelecs) und zulassungs- und führerscheinpflichtige E-Bikes gelten als Kraftfahrzeuge. Sie dürfen rein rechtlich zwar zulassungspflichtige Anhänger ziehen – unterliegen jedoch den Transportbestimmungen für Kraftfahrzeuge, die eine Beförderung von Personen im Anhänger verbietet.

Damit scheiden alle Kinderanhänger aus. Aber auch einen geeigneten Lastenanhänger zu finden, ist in der Praxis schwierig bis unmöglich, denn es gibt schlichtweg keine zugelassenen Anhänger-Kupplungen.

Brauche ich zum Pedelec-Fahren einen Führerschein?

Nein, da das Pedelec rechtlich wie ein Fahrrad betrachtet wird, besteht keine Führerscheinpflicht. Als Teilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr muss man in der Lage sein, ein Pedelec sicher führen zu können, dies geht aus § 1 der Straßenverkehrsordnung hervor.

Dies vorausgesetzt, dürfen auch Kinder damit fahren. Anders sieht es beim Führen eines S-Pedelecs aus. Da dies vom ­Gesetzgeber als Kleinkraftrad eingestuft wird, ist eine Fahrerlaubnis der Klasse AM notwendig. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.

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