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Radbekleidung, Waschtipps, Pflegetipps, Radfahren, E-Bike

Ratgeber: Radbekleidung richtig waschen und pflegen

Profi-Tipps: Radbekleidung richtig waschen und Pflegen

Ratgeber: Radbekleidung richtig waschen und pflegen

Radbekleidung muss viel aushalten – in Sachen Reinigung reagiert sie aber empfindlich. Um ihre Funktion zu bewahren, braucht sie besondere Pflege. Wir erklären, wie man seine Fahrradkleidung richtig wäscht und pflegt.
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Die Radbekleidung erfüllt die unterschiedlichsten Anforderungen.

Sie muss Schweiß vom Körper abtransportieren, wärmen, atmungsaktiv sein, gegen Witterungseinflüsse schützen und natürlich auch einem mechanischen Verschleiß standhalten.

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Hersteller arbeiten deswegen mit einem Mix aus verschiedensten Materialien, um der Bekleidung unterschiedliche Funktionen mitzugeben. Entsprechend schwierig gestaltet sich die Pflege bzw. Wäsche der Bekleidung.

Eine allgemein gültige Regel gibt es nicht. Außer einer: Das Trennen nach Farbe ist für Radbekleidung nicht genug.

Viel hilft nicht viel

„Wir merken immer wieder, dass die Haltbarkeit von Funktionsbekleidung durch falsches oder zu häufiges Waschen, aber auch Trocknen im Trockner massiv beeinträchtigt wird“, weiß Jens-Nico Wiegand von der Bekleidungsfirma GONSO.

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Da hängen sie noch alle sauber beim Hersteller: Funktionsjacken, die frisch vom Imprägnieren kommen, sind fertig zur Auslieferung.

Er hat einen sehr simplen Ratschlag parat, um die Funktion der Bekleidung zu gewährleisten: das Pflegeetikett beachten! Dort sind Textilpflegesymbole abgebildet, die erklären, ob die Kleidung in die Waschmaschine darf, bei welchem Waschprogramm, mit welcher Temperatur usw.

Oft ist qualitativ hochwertige Radbekleidung beim Kauf mit einem kleinen Info-Heft über die Pflege ausgestattet. Falls das verloren gegangen ist, geben die Internetseiten der Hersteller in vielen Fällen Pflegehinweise.

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Doch nicht immer ist eine falsche Pflege Schuld, wenn das Funktionsmaterial nicht so funktioniert, wie es soll. Die Atmungsaktivität hängt neben technischen Details immer auch von den klimatischen Bedingungen ab: Eine Klimamembran funktioniert nur bei einem deutlichen Temperaturunterschied zwischen innen und außen.

Stark verschmutzte Kleidung kann in ihrer Funktion beeinträchtigt sein, regelmäßiges Waschen erhöht die Lebenserwartung. „Besser öfter mit wenig Waschmittel, als selten mit viel Waschmittel pflegen“, rät uns Jens-Nico Wiegand.

Allgemeine Tipps zur Pflege von Radbekleidung

 

Nach jeder Tour
Schweißgeruch ist unangenehm. Die Radbekleidung sollte daher nach jeder Ausfahrt gewaschen werden. Auf einer mehrtägigen Tour ist nicht immer eine Waschmaschine parat – eine Handwäsche mit Shampoo oder Duschgel und viel Wasser reicht aber aus.

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Damit Imprägnierung und auch Funktionsmembrane von moderner Sportbekleidung auch richtig helfen, bedarf es spezieller Pflege.

Nach Material trennen
Nicht nur nach Temperaturbereich trennen – sondern auch die Bekleidung aus Naturmaterial, wie Baumwolle bzw. Merino, von Funktionskleidung trennen. Dann können keine Fussel oder Rückstände an der Kunstfaser hängen bleiben und ihre Funktion nicht beeinträchtigen.

Verschleiß vermeiden
Vor dem Waschen die Bekleidung auf links drehen. So wird das Material vor unnötigem Scheuern während des Waschgangs geschützt. Reiß- und Klettverschlüsse immer schließen – so vermeidet man Löcher und verlängert zudem die Lebensdauer der Verschlüsse.

Die Waschtrommel sollte nur mit max. 2,5 Kilogramm befüllt sein, also ungefähr der Hälfte. So reibt die Bekleidung weniger aneinander.
Für besonders hochwertige oder empfindliche Textilien eignet sich ein Wäschesack.

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Moderne Radbekleidung hat die unterschiedlichsten Aufgaben zu erfüllen. Das erreichen die Hersteller mit unterschiedlichen Hightech-Materialien.

Funktionsbekleidung richtig waschen

Waschen
Radbekleidung besteht meist aus Kunstfasern. Ein flüssiges Woll- oder Feinwaschmittel eignet sich am besten. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft ein spezielles Waschmittel für Funktionsbekleidung.

Weichspüler ist jedoch tabu, da er die Gewebestruktur „verklebt“ und dadurch die Atmungsaktivität des Materials vermindern kann.

Ebenso ist vom Einsatz von Waschmitteln in Pulverform abzuraten. Pulver löst sich bei geringen Waschtemperaturen schlecht auf und kann sich dann auf der Oberfläche absetzen. Um die Funktion der Sportbekleidung zu behalten, sollte sie im Schon- oder Pflegeleicht-Waschprogramm gereinigt werden.

Wer kein Waschprogramm wählt, achtet auf eine niedrige Temperatur (30 Grad) und eine niedrige Drehzahl (600 U/min).

Übrigens: Die Dosierungsangaben bei Feinwaschmitteln beziehen sich immer auf 2,5 kg Trockenwäsche.

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Manchmal kann es so einfach sein: Wer die Pflegehinweise beachtet, der hat mit seiner Sportbekleidung länger Spaß.

Trocknen
Wäschetrockner sind nicht empfehlenswert, denn zu heiße Luft kann die Kunstfasern des Funktionsmaterials schädigen und die Atmungsaktivität zunichte machen.

Daher trocknet man seine Radbekleidung lieber an der Luft – vermeidet aber direkte Sonneneinstrahlung, da diese den dehnbaren Elastanfasern schadet.

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Imprägnieren
Fahrradbekleidung hat oft eine wasser- und schmutzabweisende Imprägnierung, die durch das Waschen abgenutzt wird.

Den Imprägnierschutz der Radbekleidung sollte man regelmäßig erneuern. Am besten geeignet dafür ist ein Imprägnierspray.

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Auf Waschmittel in Pulverform sollte man verzichten. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt ein Spezialwaschmittel für Funktionsbekleidung.

Es gibt zwar auch Einwasch-Imprägnierungen, die dem Waschgang zugegeben werden – von diesen raten wir jedoch ab, da sie beim Waschen auch an die Innenseite der Funktionsbekleidung gelangt und dann die Atmungsaktivität (genauer: die Dampfdurchlässigkeit) negativ beeinflusst.

Aktiviert wird der Imprägnierschutz meist erst, wenn man die Kleidung anschließend im Trockner (bei 30 Grad) oder durch Bügeln (handwarm) erwärmt.

Radbekleidung ins Eisfach

Üble Gerüche entfernen
Hat die Fahrradbekleidung im Lauf der Zeit einen üblen Geruch angenommen, der auch durch Waschen nicht mehr so richtig rausgeht, dann sind meist Bakterien die Ursache dafür.

Eine Möglichkeit diese Biester los zu werden, ist ein desinfizierender Zusatz zum Waschmittel. Doch solche desinfizierende Hygienezusätze sind nicht immer mit allen Arten von Funktionsbekleidung verträglich.

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Der Trick mit dem Eis
Wenn die Bekleidung wegen Bakterien unangenehm riecht, packt man sie in eine Plastiktüte und lässt sie im Tiefkühlschrank mindestens 24 Stunden „einfrieren“ (am besten einmal vor dem Waschen und dann nochmal nach dem Waschen).

Dadurch werden die Bakterien, die eine 30°-Wäsche überlebt haben, abgetötet – und der Geruch verschwindet! Das führt nicht immer zum Erfolg, klappt aber in der Regel ganz gut.

Fahrradschuhe und Trinkflaschen

Sonderfall Schuhe
Wenn die Radschuhe unangenehme Gerüche entwickeln, ist natürlich auch die Versuchung groß, sie einfach in die Waschmaschine zu stopfen. Doch die Tenside im Waschmittel greifen den Schuhkleber an und machen die Sohlen und Kunststoffelemente am Schuh spröde.

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Nach Farben und Temperatur zu ordnen, ist zu wenig: Funktionswäsche sollte getrennt von Bekleidung aus Naturmaterial gewaschen werden.

Besser ist es, Schuhe mit viel warmem Wasser, Kernseife und einer Bürste zu waschen. Zum Trocknen mit Zeitungspapier (mehrfach wechseln) ausstopfen.

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Trinkflaschenreinigung
Sie ist zwar keine Bekleidung – aber trotzdem ein wichtiges Utensil bei Ausfahrten: die Trinkflasche. Am besten nimmt man eine spülmaschinenfeste Mehrwegflasche mit auf die Tour. Wer ungezuckerte Getränke einfüllt, hat weniger Probleme mit Schimmelbildung.

Zum Spülen drei Löffel Essig zusammen mit heißem Wasser in die Flasche füllen, über Nacht stehen lassen und am nächsten Morgen gründlich ausspülen. Schon ist die Flasche bereit für die nächste Tour.

Wer eine Trinkblase oder einen Trinkrucksack verwendet, kann diesen am besten mit einer Tablette
Kukident über Nacht reinigen. In diesem Sinn: Allzeit eine saubere Fahrt durch die schmuddelige Jahreszeit!

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