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Unfall mit dem Fahrrad: Mögliche Folgen und Lösungen

Fahrradunfälle - ihre möglichen Folgen und Lösungen

Unfall mit dem Fahrrad: Mögliche Folgen und Lösungen

Radfahren ist eine tolle und gesunde Sportart, und trotzdem kann es auch zu Unfällen kommen. Wie kann dies verhindert werden? Und was tun, wenn es doch passiert und man nach einem schweren Unfall langfristig eingeschränkt ist?
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Einschränkungen im Alltag

Der Alltag ist oft laut, chaotisch und anspruchsvoll. Je nachdem, ob man in der Stadt oder ländlich wohnt, hält das alltägliche Leben verschiedene Herausforderungen für einen bereit. Viele Menschen sind damit beschäftigt, unzählige Aufgaben abzuarbeiten, die durch den Beruf und die Familie entstehen. Dazu gehören zum Beispiel das Einkaufen, das Kochen und das Putzen. Immer wieder vergisst man dabei eine Sache: es gibt Menschen, die nicht problemlos durch ihren Alltag schreiten können. Viele Menschen sind in ihrer Mobilität eingeschränkt. Dadurch können unscheinbare Dinge zu unüberwindbaren Hindernissen werden. Es gibt verschiedene Ursachen für die eingeschränkte Mobilität. Dies kann zum Beispiel das Alter oder eine schwere Krankheit sein. Besonders häufig sind allerdings Sportunfälle für bleibende Folgen und Einschränkungen verantwortlich.

Radfahren – ein beliebter Sport mit Risiken

Das Radfahren ist eine sehr beliebte Sportart, die von vielen Menschen regelmäßig ausgeführt wird. Der Vorteil der Sportart ist, dass man keine bestimmten Voraussetzungen braucht und sich das Training ganz einfach selbst gestalten kann. Ob man sich in der Großstadt ein Rad ausleiht und damit die Umgebung erkundet, oder lange Touren am Meer oder in den Bergen plant, ist egal – Radfahren sorgt meistens für viel Freude. Auch Ärzte empfehlen das regelmäßige Radfahren. Vor allem die Beinmuskeln werden dabei trainiert und man fördert seinen Gleichgewichtssinn.

Allerdings birgt der beliebte Sport, wie jede andere Sportart auch, Risiken. Deshalb ist es wichtig, vorzusorgen. Dies tut man, indem man das richtige Fahrrad für sein Vorhaben aussucht. Man unterscheidet zum Beispiel zwischen Renn- und Trekkingrad. Außerdem sollte für Reflektoren und Lichter gesorgt werden. Ein weiterer Punkt, der lebenswichtig sein kann, ist das Tragen eines Helms. Viele Menschen vernachlässigen dies – manchmal mit schwerwiegenden Folgen.

Was sind die häufigsten Unfälle und Folgen beim Radfahren?

Auch beim vorsichtigen und aufmerksamen Sporttreiben auf dem Rad kann es leider schnell zu Unfällen kommen. Dabei gibt es viele mögliche Spätfolgen. Wohl am häufigsten kommt es zu Unfällen mit anderen Fahrzeugen. Dies passiert besonders häufig in großen Städten mit viel Verkehr. Schnell kommt es hier dazu, dass ein Autofahrer den Radfahrer übersieht.

Auch andersherum kann es passieren. Nicht selten enden Unfälle dieser Art mit schweren Verletzungen oder sogar dem Tod. Wie bereits erwähnt ist es sehr wichtig, beim Radfahren einen Helm zu tragen. So wird der Kopf vor dem harten Aufschlag auf den Asphalt geschützt. Nicht immer muss in einen Unfall ein anderes Fahrzeug involviert sein. Man kann auch leicht stürzen, wenn man allein unterwegs ist. Häufig sind Regen oder Sand eine Ursache.

In Kurven sollte man bei unsicherem Untergrund vorsichtig fahren, um nicht wegzurutschen. Dies gilt auch beim Bremsen. Zudem sollte man immer mit der Handbremse und dem Rücktritt bremsen. Wenn letzteres nicht vorhanden ist, benötigt man eine zweite Handbremse für das Hinterrad. Ruckartiges Bremsen kann dazu führen, dass sich das Rad überschlägt. Auch hier kann es zu schweren Kopfverletzungen und Brüchen kommen.

Ein letzter Punkt sind gefährliche Radtouren durch die Berge. Um Strecken dieser Art zu fahren, sollte man viel Erfahrung mitbringen und sein Fahrrad gut kennen. Doch auch den besten Radfahrern können Fehler unterlaufen, die im schlimmsten Fall zum Tod oder einer Querschnittslähmung führen. Leider hört man gelegentlich von Radfahrern, die im Gebirge abstürzen.

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Lösungen für das Leben nach dem Unfall – Treppenlifte

Wenn ein Unfall passiert ist, gibt es leider kein Zurück mehr. Häufig können die Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden und hinterlassen keine weiteren Einschränkungen. Allerdings ist dies nicht immer der Fall. Viele verunglückte Menschen sind nach dem Sportunfall in ihrer Mobilität eingeschränkt – einige sind auf den Rollstuhl angewiesen. Dies ist ein großer Schock für die ganze Familie und eine riesige Umstellung. Trotzdem gibt es mittlerweile viele Dinge, die das Leben von Rollstuhlfahrern und Menschen mit anderen Behinderungen erleichtert. Dazu gehören Treppenlifte.

Liegt die eigene Wohnung nicht im Erdgeschoss? Oder hat man sogar ein mehrstöckiges Haus? Wenn man sein Zuhause nach dem Fahrradunfall nicht aufgeben möchte, kann man sich schnell und unkompliziert einen eigenen Treppenlift einbauen lassen. Es gibt verschiedene Modelle der Lifte. Einige eignen sich gut für Menschen, die zwar eingeschränkt, aber noch selbstständig laufen können. Andere Lifte tragen einen Menschen im Rollstuhl problemlos von einem ins nächste Stockwerk.

Eine barrierefreie Wohnung

Nicht nur der Treppenlift erleichtert das Leben nach dem Unfall. Es wird geraten, die eigene Wohnung oder das Haus barrierefrei zu renovieren. Dabei kann man sich Unterstützung bei Freunden und Familie suchen oder eine Agentur beauftragen.

Günther Peinemann, Sachverständiger für Wohnumfeldverbesserungen: „Ein erster Schritt bei der Renovierung ist, genügend Platz für einen Rollstuhl zu schaffen. Möbel müssen verrückt werden, um Gänge zu erschaffen. Zudem ist ein wichtiger Teil der Renovierung das Badezimmer. Besitzt man zum Beispiel eine Badewanne, muss diese gegen eine geräumige Dusche ausgetauscht werden. Zudem sollten sich alle wichtigen Dinge auf erreichbarer Höhe befinden. Gegebenenfalls werden hierfür neue Regale benötigt. In einigen Fällen kann es nicht schaden, für die erste Zeit einen Pfleger zu beauftragen, der regelmäßig nach dem Betroffenen sieht.“

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