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Trekkingräder, Test, Megatest, Kaufberatung

Trekkingräder 2021 im Test: Kaufberatung und Bewertung

Freiheit erfahren

Trekkingräder 2021 im Test: Kaufberatung und Bewertung

Wie Nebel die Konturen verschleiert, blieb und bleibt auch in diesem Jahr einiges im Unklaren. Wie es im Jahr 2021 mit den Trekkingrädern weitergeht, das lässt sich allgemein aber ganz gut absehen. Treten wir also aus der Nebelwand und werfen einen klaren Blick auf das spannende Angebot an Rädern, die die Freiheit garantieren. Zwölf Trekkingräder von 744 bis 8765 Euro im Test.
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Darauf freut man sich doch schon lange. Mit jedem Tag nimmt die Spannung ein kleines Stückchen zu. Was bringt der Tag an Neuem, was bringt das nächste Jahr? So geht es uns jedes Mal, wenn die Eurobike startet und einem endlich alles Neue für die nächste Saison offenlegt. So geht es einem mit dem Geburtstag oder dem bevorstehenden Weihnachtsfest und auch mit Silvester. Vielleicht geht es Ihnen ja sogar so mit dem Megatest-Heft. Uns würde es freuen! Und wie jedes Jahr weiß man auch immer schon vorher so ein bisschen, was einen erwartet. Einige Geschenke, die man bekommt, oder die eine oder andere Veränderung, die im nächsten Jahr ansteht. Und auch wir – Sie als aufmerksame Leser auch – wissen schon zu großen Teilen, was uns in 2021 erwartet. Das liegt natürlich daran, dass das Jahr nicht mehr ganz so jung ist. Und deswegen, trotz ausgefallener Eurobike, die Neuheiten schon weitestgehend durch sind. Digital zumindest. Denn mit diesem Megatest erfahren wir die neuen Räder zum ersten Mal im wörtlichen Sinne, können sie echt ausprobieren. Auch der Trekkingräder-Teil ist ein guter Ausblick auf das Angebot, ein fokussierter Ausschnitt.

Trekkingräder im Test: Fokussierter Ausschnitt

Und darum ist für jeden etwas dabei. Vom Einsteiger und weniger solventen Kunden bis zum Oberklasse-Rad für gut gefüllte Konten oder Sparstrümpfe.

Der Unterschied ist insofern wichtig, als dass, wenn einem Qualität wichtig ist, man eben auch darauf sparen kann. Wer jedenfalls ein Rad wie das Falkenjagd mit seinem Titanrahmen und der Pinion-Schaltung erwirbt, kann sich höchster Qualität mit entsprechender Haltbarkeit und Langlebigkeit sicher sein.

Trekkingräder im Megatest 2021

Marke Modell UVP Note Prädikat
Dynamics Magic Eight SL DiscTestbrief 744 Euro 1,9 – Gut  
Prophete Entdecker 20.BTT.10Testbrief 769 Euro 2,2 – Gut  
R Raymon TourRay 4.0 799 Euro 1,6 – Sehr gut  
Victoria Trekking 4.7Testbrief 799 Euro 1,6 – Sehr gut  
Diamant 018Testbrief 849 Euro 1,6 – Sehr gut Kauftipp
Compel XRC 1000 999 Euro 1,7 – Gut  
Diamant Rubin LegereTestbrief 999 Euro 1,4 – Sehr gut Preis/Leistung
Giant ToughRoad SLR EX 1266 Euro 1,5 – Sehr gut  
Morrison S 7.0Testbrief 1349 Euro 1,5 – Sehr gut  
VSF Fahrradmanufaktur T-700Testbrief 1799 Euro 1,4 – Sehr gut  
my Boo my YonsoTestbrief 4199 Euro 1,6 – Sehr gut  
Falkenjagd Hoplit Pi RandonneurTestbrief 8765 Euro 1,2 – Sehr gut Kauftipp

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Diese Freiheit gönne ich mir

Herausfordernder Preis

Qualität zu einem hohen Preis ist relativ einfach zu bewerkstelligen. Erfordert aber natürlich genug Hirnschmalz, Ideen und Können, das richtig umzusetzen. Dennoch: Im niedrigen Preissektor sind die Herausforderungen fast höher. Zwar ist auch der Anspruch meist ein anderer. Aber hier wir die Masse an Kunden gewonnen und gehalten. Wenn es da nicht so ganz passt, stört das nicht jeden, aber doch manche.

Die relativ günstigen Trekkingräder im Test, grob ab 800 Euro, sind nicht in allen Details ganz überzeugend. Wirklich schlecht ist aber auch keines. Die größten Einschränkungen bringt das Prophete mit nur einer Rahmengröße. Dafür bietet es zu seinem niedrigen Preis sogar zwei Gepäckträger und – einfache – Gepäckträgertaschen. So hat man für erste oder einfache Abenteuer schon die Grundausrüstung zusammen.

Von den anderen günstigen Rädern setzt sich das Diamant 018 ab. Es zeigt, wo die Qualität bei einem günstigen Rad sitzen kann. Nämlich im Rahmen. Nun sind 849 Euro nicht wenig – überhaupt sind die Preise ordentlich angestiegen. Man merkt das an den vermeintlich günstigen Ausstattungen – und die Technik ist teils doch einfach, teils aber auch top, wie der leichtlaufende, pannensichere Gravel-Reifen. Mit dem stabilen und hochwertigen, Federgabel-tauglichen Rahmen hat man dafür eine sehr solide Basis für weitere persönliche Entwicklungen und technische Upgrades. Zudem fühlt sich das 018 als Trekkingrad, Crossrad und Stadtrad wohl, womit es ein echtes ATB, also All-Terrain-Bike ist.

Dass es nicht deutlich besser als die anderen ebenfalls guten und sehr guten Räder bewertet ist, liegt dann doch an den Anbauteilen, wie einer zu festen Gabel oder einer hakigen Schaltung. Wer darüber hinwegsieht, hat wie gesagt eine zukunftsfähige Ausgangslage. Auch Details wie die Zugverlegung sind sauber gelöst. Noch eleganter wirkt die Lösung am etwa gleich teuren Victoria mit der Abdeckung unter dem Unterrohr. Ähnlich macht es Giant beim teureren ToughRoad, dessen Kunststoffabdeckung zusätzlich als Schlagschutz gedacht ist.

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Von Grenzüberschreitungen

Das Giant ist ähnlich dem 018 ein Grenzgänger. Einmal ein Trekking-Reiserad mit seinen Gepäckträgern, dann alltagstauglich und auch ein veritables Crossrad – offensichtlich, wenn man alles Unnötige wegschrauben würde. Es ist damit so etwas wie die Trekkingausführung des Gravelbikes und damit ein sehr spannendes Konzept, das auch nicht erst seit gestern im Markt ist.

Ein tolles, schlankes Rad ist das Rubin Legere, ebenfalls von Diamant. Es ist sehr leicht, wendig, sportlich und nicht übermäßig hart. Es markiert die fließende Grenze zwischen Urbanbike und Trekkingrad. Auffällig ist das große Kettenblatt. Es ist der 1×11-Schaltung geschuldet. Das reduzierte Prinzip ist im Mountainbike-Sektor schon etwas länger erfolgreich etabliert, weil es eben leicht ist – weniger Teile – und das Schalten an sich entwirrt.

Trekkingräder aus Bambus

Nicht unerwähnt lassen wollen wir das my Yonso von my Boo. Es ist eines der wenigen Räder mit Bambusrahmen am Markt und im Test das einzige. Eine gewisse Skepsis gegenüber dem dicken Gras als Werkstoff ist nachvollziehbar, aber überhaupt nicht angebracht. Die Räder der jungen Kieler Firma haben sich längst erfolgreich und zu Recht, wie auch dieser Test zeigt, etabliert.

Ein ausführliches Portrait können Sie hier nachlesen. Darin auch, wie sich my Boo in Ghana sozial nachhaltig engagiert. Das nur als Ausschnitt aus diesem Test. Wie die Räder sich im Einzelnen schlagen, erfahren Sie detailliert auf den folgenden Seiten.

Trekkingräder im Test: Fazit

Es ist nicht alles neu, was hier in den Test gerollt ist. In einzelnen Fällen ändert sich am Rad nichts, nur am Preis – nach oben. Andere Räder sind in Teilen überarbeitet oder sie sind ganz neue Modelle. In jedem Fall hat es uns Freude bereitet, im Sattel das kommende Jahr willkommen zu heißen.

Und auch wenn die Eurobike dieses Jahr ausgefallen ist, und man wahrscheinlich etwas länger auf sein Lieblingsrad wird warten müssen, auf das kommende Fahrrad-Jahr können Sie sich ganz bestimmt freuen!

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