Fahrradfahren in der Stadt
ADFC fordert „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“

ADFC fordert: „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“

ADFC fordert „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“

Zur Bundestagswahl hat der Radfahrerclub ADFC ein Aktionsprogramm aufgelegt. Darin stellt er acht Kernforderungen an die Politik.
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Auf der Website www.radlandjetzt.de stellt der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC acht zentrale Forderungen zur Bundestagswahl auf:

  • Vorrang für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV vor dem Autoverkehr
  • 800 Mio. Euro Bundesmittel pro Jahr für Radverkehr (bisher: 130 Mio von 6 Mrd. Euro Straßenbau-Etat)
  • Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Ortschaften
  • Verbindliche Qualitätsstandards für den Bau von Radwegen
  • Vorrang für Radschnellwege vor Stadtautobahnen
  • Zweckgebundene Finanzmittel für Kommunen zum Ausbau des Radverkehrs
  • „Vision Zero“ (Null Tote im Straßenverkehr) als oberste Prämisse in die StVO
  • Eine/n Parlamentarischen/n Staatssekretär/in für das Rad

Der ADFC möchte auf diese Weise Unterstützung bekommen und Aktionen anregen. Unter dem Hashtag #radlandjetzt können Radfahrende bis Ende des Jahres ihre Erfahrungen aus dem Fahrradalltag sowie Bilder von Aktionen in den Sozialen Netzwerken posten. Alle Postings sind jederzeit auf der Social Media Wall auf www.radlandjetzt.de sichtbar.

Dem Auto Platz wegnehmen

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork erklärt dazu: „Seit Jahren hören wir politische Bekenntnisse zum Fahrrad – aber auf den Straßen tut sich so gut wie nichts. Es genügt nicht, Streifen und Piktogramme auf die Fahrbahn zu malen. Wer den Radverkehr wirklich fördern will, muss dem Auto Platz wegnehmen und die Menschen mit sehr guter Infrastruktur, Parkmöglichkeiten und anderen Angeboten zum Radfahren einladen. Dafür wollen wir Politikern Mut machen, denn es geht um ein völlig neues Verständnis von Mobilität!“

Die Niederlande als Vorbild

Seit den 1980er Jahren fördern die Niederlande das Radfahren stark. Auto-Zufahrtsmöglichkeiten in die Stadtzentren werden eingeschränkt, Parkgebühren erhöht, Kfz-Verkehrsflächen reduziert und Radwege gebaut, durchgängige Radverkehrsnetze und Parkmöglichkeiten angelegt sowie das Tempo innerorts auf einem Großteil der Straßen auf 30 km/h begrenzt. Der Erfolg ist durchschlagend: 27 Prozent aller Wege werden in den Niederlanden mit dem Rad zurückgelegt (Deutschland: 12%). 25 Prozent pendeln mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit (Deutschland: 10%). Über 1.000 Kilometer legt jeder niederländische Einwohner pro Jahr auf dem Rad zurück (Deutschland: 430 km).

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