E-Bike aufberatung: Die Varianten an E-Bike Kauf sind vielfältig, spannend, faszinierend
E-Bike Kaufberatung

E-Bike Kaufberatung: Unterschiede E-Bike, Pedelec & S-Pedelec

E-Bike, Pedelec, S-Pedelec? ElektroRad erklärt die Begriffe

Wer sich ein E-Bike kaufen möchte, stellt sich viele Fragen. Die Redaktion der ElektroRad zählt in dieser E-Bike Kaufberatung Argumente pro E-Bike auf und klärt Begrifflichkeiten.
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Zunächst erklären wir bei dieser E-Bike Kaufberatung, welche Argumente fürs E-Bike sprechen:

  • Mit dem E-Bike benötigt der Fahrer weniger Kraft. Die Fahrt ist nicht so anstrengend. Man fährt entspannter.
  • E-Biken ist gelenkschonend.
  • Faktor 3: Der Elektroradfahrer fährt tendenziell drei Mal weiter und drei Mal so oft wie normale Radfahrer.
  • Man bewegt sich, überanstrengt sich aber nicht.
  • Man kann gezielter trainieren, indem man die Unterstützung auch mal zielgerecht niedriger oder höher einstellt.
  • E-Biker lassen öfter das Auto stehen und schonen somit die Umwelt.
  • Ein E-Bike kann Leistungsunterschiede ausgleichen, wenn man zu zweit oder in der Gruppe fährt.
  • Leichterer Transport: Mit dem Rad transportieren viele ihre Einkäufe oder bringen ihre Kinder von A nach B. Mit dem E-Bike wird der Transport zum Kinderspiel.

E-Bike Kaufberatung: Begrifflichkeiten Pedelec, S-Pedelec, E-Bike

Eine der wichtigsten Fragen in einer E-Bike Kaufberatung: Was ist eigentlich ein E-Bike? Nicht jedes Fahrrad mit Motor ist nämlich ein E-Bike. Der Gesetzgeber unterscheidet drei verschiedene Radtypen: Pedelecs, S-Pedelecs und E-Bikes.

Pedelec – die marktübliche Klasse

Das Pedelec, also das Pedal Electric Cycle, ist das Elektrofahrrad wie man es kennt. Ein Pedelec fährt nur, wenn man in die Pedale tritt. Der Motor geht in einen Schlafmodus über, wenn man die Pedale stillstellt (Bergabfahrt). Die Tretunterstützung geht offiziell bis zu 25 km/h (daher manchmal auch Pedelec25 genannt). Da einige Hersteller gerne einen vermeindlichen 10%-Toleranzrahmen für sich reklamieren, unterstützen einige Pedelecs sogar länger, bis 27 km/h. Der Antrieb hat eine Nenn-Leistung von bis zu 250 Watt. Mit dem Pedelec darf der Fahrer überall fah­ren, wo man mit einem normalen Fahrrad auch fahren darf (Wald, durch Parks, Radwege). Auch in Sachen Kindertransport sind Pedelecs und normale Fahrräder gleichgestellt. Kindersitze sind also erlaubt, genauso wie Transportanhänger.

Eine Akkubeleuchtung genügt beim Pedelec übrigens. Es muss keine Lichtanlage mit einem Dynamo am Rad verbaut sein. Für Pedelecs bedeutet dies, dass der Strom für die Lampe auch aus dem Akku kommen darf.

S-Pedelecs sind besonders interessant für Pendler

S-Pedelecs sind besonders interessant für Pendler

S-Pedelec – Unterstützung bis 45 km/h

Das S-Pedelec (manchmal auch Pedelec45 genannt) ist die schnelle Variante des Pedelecs. Das heißt auch hier muss der Fahrer treten, um vom Fleck zu kommen. Der Antrieb hat maximal 1000 Watt (früher 500 W) und beschleunigt bis zu 45 km/h. S-Pedelecs sind rechtlich den Mopeds gleichgestellt: Wer ein schnelles Pedelec fahren möchte, muss deshalb mindestens 16 Jahre alt sein und benötigt mindestens einen Führerschein der Klasse AM, der ebenfalls zum Fahren eines Mopeds berechtigt. Gut für Besitzer des PKW-Führerschein Klasse B: Er schießt die Fahrerlaubnis für S-Pedelecs mit ein. Zusätzlich benötigen S-Pedelecs verschiedene Anbauteile wie z.B. Außenspiegel, Reflektoren, Hupe, ein Bremslicht und ein Versicherungskennzeichen (Kosten je nach Versicherer: 35 bis 70 Euro im Jahr). Eine Betriebserlaubnis muss außerdem vorliegen. Mit dem S-Pedelec darf man inner- und außerorts nicht auf Radwegen fahren. Eine Radwege-Ausnahme gibt es außerorts, wenn der Radweg mit dem „Mofa frei“-Schild gekennzeichnet ist. Das Befahren von Einbahnstraßen in Gegenrichtung mit dem Zusatz „Fahrrad frei“ ist ebenfalls nicht erlaubt.

Wald- und Parkwege sind genauso tabu. Grob zum Merken: Überall dort, wo Motorräder nicht fahren dürfen, ist auch ein S-Pedelec tabu.

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Fahrradanhänger für Kinder

Nicht mit dem S-Pedelec erlaubt! Der Transport von Kindern in Anhängern ist ausschließlich für Fahrräder und der Pedelec-Klasse/Pedelec25 erlaubt. Aber nicht für S-Pedelecs/Pedelec45 und starke E-Bikes (über 500 W).

Kein Alkohol am Lenker

Für S-Klasse-Piloten gelten die gleichen Promillegrenze wie für Kfz-Fahrer. Pedelec-Fahrer sind promilletechnisch den Fahrrad-Fahrern gleichgestellt.

E-Bike

Viele benutzen das Wort E-Bike als Synonym für Elektrofahrrad – immer öfter auch wir, weil es inzwischen allgemein gebräuchlich ist.

Unsere E-Bike Kaufberatung sagt aber dies: Rechtlich gesehen ist ein E-Bike eigentlich eine Art Leicht-Mofa, das ohne eigene Tretleistung bis zu 20 km/h fährt. Es gibt auch eine „offene Klasse“, die darüber hinaus bis in hohe Geschwindigkeitsbereiche hinein unterstützt.

Im Gegensatz zum Pedelec gibt man beim E-Bike mit der Hand Gas (also nicht mit dem Pedal wie beim Pedelec), vergleichbar einem Motorrad. Es gelten die gleichen gesetzlichen Bestimmungen wie beim S-Pedelec. Ausnahme: Seit 01.01.2017 können Kommunen mit dem neuen Verkehrsschild „E-Bike frei“ Radwege für eben diese E-Bike-Klasse freigegeben; dies gilt allerdings nicht für S-Pedelecs!

 

Fahrradleasing hat viele Vorteile - Bosch ermöglicht es seinen 4000 Mitarbeitern in Deutschland ab Februar´18

Fahrradleasing hat viele Vorteile – Bosch ermöglicht es seinen 4000 Mitarbeitern in Deutschland ab Februar´18; Foto: Bosch

Helmpflicht

Helmpflicht für Radfahrer besteht in Deutschland nicht. Das gilt auch für Pedelecs, da diese den Fahrrädern gleichgestellt sind. Da der Fahrer mit wesentlich höheren Geschwindigkeiten unterwegs ist, empfehlen wir von der ElektroRad Redaktion Ihnen, auf jeden Fall immer einen Helm zu tragen.

Aber Achtung: Das S-Pedelec ist kein normales Rad. Das Bundesverkehrsministerium rät zum Tragen „eines geeigneten Helmes für S-Pedelecs.“ Wie man diesen aber definiert, ist schwierig. Der Zweirad-Industrie-Verband ZIV und viele Experten halten einen Motorradhelm nach ECE R 22 nicht für geeignet. Ein Gremium mit Vertretern von Industrie und Sachverständigen hat sich dafür ausgesprochen, dass sogenannte „E-Bike-Helme“ (Form wie Ski- oder Skater-Helme) als geeignet anzusehen sind. Helmhersteller Cratoni hat eine Zwischenlösung geschaffen: Der  Cratoni Vigor erfüllt die Motorradnorm, ist dafür aber leichter und besser belüftet.

Preis – Wieviel kostet ein Pedelec?

Ein Pedelec kostet mehr als ein normales Fahrrad. Der erhöhte Aufwand für die Rahmentechnik, der Motor sowie der Akku hinterlassen auch preislich ihre Spuren. Dass man ab 1600 Euro aber durchaus schon ein gutes Rad bekommt, zeigt unser Test der „Einsteigerräder 2018“, die wir im Rahmen des Großen ElektroRad Test 2018 (62 E-Bikes dabei!) als neue Kategorie einführten.

Im Folgenden listen wir für diese E-Bike Kaufberatung die ca-Durchschnitts­preise der verschiedenen Radkategorien aus unseren Tests auf. Natürlich gibt es nach unten einige günstige Modelle und auch nach oben preislich keine Grenzen. Hier ein kleiner Überblick:

Cityräder/Urbanbikes: 2900 Euro
Trekkingräder: ca. 3200 Euro
Mountainbike: ca. 3600 Euro = Hardtails (frontgefederte Modelle) und Crossräder
Mountainbike Fullys: ca. 4600 Euro (vollgefederte Modelle)
S-Pedelecs: ca. 5000 Euro
Lastenräder: zwischen ca. 4000 – 6000 Euro

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Wie Sie das richtige E-Bike finden und perfekt vorbereitet vor dem Händler stehen, finden Sie in Teil 2 unserer E-Bike Kaufberatung

E-Bike Kaufberatung Teil 2: Motoren, Akkus, Reichweite, Schaltungen

Im zweiten Teil unserer E-Bike Kaufberatung geht es um Ihr Wissen, je besser Sie vorbereitet sind, desto höher ist die Trefferquote, das optimal Traum E-Bike zu finden. Die Auswahl der Räder ist riesig, die Komponenten-Auswahl variantenreich. Und dann kommt beim E-Bike ja auch noch die Frage des Antriebssystems hinzu.

E-Bikes testen … im Urlaub!

Mehrfach im Jahr führt ElektroRad eine Leserreise durch – in den schönsten Radregionen wie Gardasee, Kitzbüheler Alpen und die Toskana. Auf 5 Touren können Sie E-Bikes ausgiebig testen, die begleitenden Redakteure geben Ihnen Fahrtechnik- und allgemeine Kauftipps. Ihr Termin könnte im Juni sein. Dann fahren wir in die Kitzbüheler Alpen. Im Oktober geht es in die Toskana!

 

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