Leserreise Toskana

Toskana 2018: Blog, Bilder und Eindrücke von der ElektroRad-Leserreise

Toskana 2018: Der Blog von der ElektroRad-Leserreise

Die ElektroRad-Leserreise machte im Oktober 2018 in der Toskana Halt. Chefredakteur Daniel O. Fikuart berichtete täglich von den Ereignissen in Italien. Der Blog zum Nachlesen.
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34 Teilnehmer, übrigens 53 Prozent Wiederholer vorangegangener Leserreisen (Zypern, Gardasee, Ost-Sizilien, Jakobsweg, Cuba …),  starteten am Samstag in Marina di Pietrasanta, westlich von Pisa und werden in der kommenden Woche mit dem E-Bike durch die Toskana fahren.

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Toskana 2018 – Freitag, Tour 5, Lerici: Küstenzauber – rüber nach Ligurien

Die Bilder der traumhaften Toskana-Fahrt nach San Gimingnano sind Gesprächsthema, als wir in der Morgensonne vom Hotel Versilia Palace nordwärts Richtung Massa rollen. Heute wollen wir, nach 20 Kilometern entlang der Küste, die Grenze zwischen Toskana und Ligurien queren und über eine Hügelkette fahren. Um nach insgesamt 50 km den Golfo dei Poeti (Golf der Dichter) und das malerische Lerici zu erreichen.

Espresso-Stopp an der Strandbar bei Marina de Massa, bei den Damen ist Latte Macchiato der Renner. Wir rollen vorbei an typisch italienischen Strandbädern, die längst geschlossen sind. Bald ist die breite Mündung des Magra-Flusses erreicht. Am gegenüberliegenden Ufer kurbeln wir hinauf zum mittelalterlichen Ameglia. Dahinter führt eine ruhige Nebenstraße in Kehren zum Monte Marcello-Belvedere – tief unter uns der schimmernde Magra, der graue Gebirgszug des Apennin scheint zum Greifen nah.

Blick auf den Seehafen La Spezia

Gut dass der Pinienwald kühlen Schatten spendet, die Temperatur steigt auf sommerliche 26 Grad – im Oktober! Guide Davide, der ein motorloses Gravelbike fährt, schnauft uns voraus, im Wiegetritt. Wir folgen in respektvollem Abstand. Dank E-Kraft sind wir so schnell wie ein Profi! Nur viel lockerer. Grandiose Blicke hinunter auf den Golfo di Poeti, dessen Küste sich in unzählige Buchten auffächert. Ganz hinten liegt der Seehafen La Spezia, gegenüber das bei Dichtern so beliebte Portovenere.

Eine Serpentinenstraße führt abwärts nach Lerici. Wir flanieren durch enge Gassen, entlang der Hafenpromenade an weißen Segelschiffen vorbei, genießen im „Golfo dei Poeti“ köstliche Spaghetti Vongole. Dolce Vita, freie Zeit für alle. Einige gehen schwimmen. Erst um 16.30 Uhr ist Treffpunkt am Bus, der uns zurück zum Hotel bringt.

Die schönsten Bilder der Leserreise Toskana 2018

19.30 Uhr, Abschluss-Dinner, Kerzen auf den Tischen. Der Barraum ist exklusiv für ElektroRad reserviert. Auf einem Großbildschirm gibt’s eine Auswahl der schönsten Bilder der Radwoche Toskana zu sehen. Vor allem die „Eis-Schleck-Bilder“ von San Gimignano sorgen für ausgelassene Heiterkeit.

Alle Teilnehmer bedauern, dass die Leserreise in 2019 eine Pause einlegt. Aber viele sagen: „Diese Reise war Spitzenklasse. Salute!“

„Wunderschöne Woche“- Teilnehmer-Stimmen zur „ElektroRad/aktiv Radfahren“ Leserreise Toskana

„Wunderschöne Reise, sehr nette Leute, klasse Organisation.“ – Thomas und Andrea Wiendlocha

„Sehr abwechslungreich. Wir haben die Reise in vollen Zügen genossen. Vielen Dank!“ – Jana und Edzard Mennen

„Sehr gut organisierte Reise.“ – Franz Mayenberger

„Schöne Woche, bis bald am Gardasee Süd, April 2020.“ – Norbert Rautenberger

 

„Erwartungen deutlich positiv übertroffen. Jeder Tag ein Erlebnis“ – Manfred Götze

Es stimmten Stimmung, Organisation und Wetter. Dazu trugen sicher die hervorragenden Radführer, aber auch die redaktionelle Planung bei. Wir finden, dass ihr die richtige Proportion zwischen der Dauer,  dem Anspruch der Touren und dem Augenmerk auf Orte und Landschaft gefunden hattet.

Marion, die Frau des Chefredakteurs, haben wir mit ihrer positiven  Ausstrahlung als unseren  „guten Radgeist“ erlebt. Guide Jean Claude leitete uns mit perfekter Ortskenntnis, großer Um- und Rücksicht, aber vor allem seinem ihm eigenen Humor über die Höhen und durch den Verkehr, gab treffende Auskünfte über Land und Leute …. und konnte singen.

Ein so nicht erwarteter Höhepunkt: die „Marmortour“. Da waren Abenteuer im Geländewagen, Wein und der beste Speck der Welt, aber auch lehrreiche Informationen über Arbeitsbedingungen und Historie angesagt.

So war aber jeder Tag ein Erlebnis. Wir hoffen, bei der Tour 2020 dabeisein zu können.

 

 

 

 

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Unser Ziel: das malerische Lerici am Golfo dei Poeti

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Heitere Stimmung bei der Pause an der Marina di Massa

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In Ligurien: weite Landschaften, Blicke auf Schirmpinien und die Höhen des Apennin

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Daumen hoch für die Leserreise – die letzten Meter entlang der Promenade

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Letztes Gruppenfoto vor der Rückfahrt zum Hotel

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Geliebtes Ritual: geselliges „Siegerbier“ auf der Terrasse

Toskana 2018 – Donnerstag, Tour 4, San Gimignano: Ausblicke satt, Gelati, Vino

Sanft streicht die Sonne von links über die weiten Hügel der Toskana. Die schmale Straße schlängelt sich im stetigen Auf und Ab durch die schönste Region Italien. Und die Seele beginnt zu fliegen.

Zwei Stunden zuvor, 140 km enfernt starteten wir schon früh um Acht. Unser Plan: Wir wollen mit dem Bus hinauf in die hohe Toskana und per E-Bike über 50 Kilometer hinauf nach San Gimignano. Das „Manhattan des Mittelalters“ ist eine der Hauptattraktionen der Toskana, da wollen viele Teilnehmer immer mal hin.

18 Kilometer vor Certaldo satteln wir die Räder und rollen auf einer tollen Panoramastraße mit kaum Verkehr. Hinter jeder Kurve erwarten uns faszinierende Ausblicke auf Zypressen-Alleen, prächtige Anwesen, gestaffelte Hügelketten. In Certaldo der ultimativen Tipp: Kauft hausgemachtes Cantuccini-Mandelgebäck.

Fahrt nach San Gimignano

Mit flotten 17 km/h zischen wir hinauf nach San Gimignano. Geschäftiges Treiben, enge Gassen, Fotomotive zuhauf. Am Markplatz endet der Wochenmarkt, schnell lassen wir uns am typischen Imbisswagen Brötchen mit toskanischem „Porchetta“-Spanferkel-Braten belegen, genial. Danach verteilt Guide Jean Claude Gutscheine für ein köstliches Eis aus der Gelateria des Weltmeisters Dondoli.

Doch das kulinarische Programm legt noch eine Schippe drauf: In der Weinkelterei Palagetto sind wir zu Weinprobe mit Antipasti und toskanischem Vernaccia-Weißwein geladen. Gut dass der Bus, der uns zurück zum Hotel schaukelt, ordentlich Stauraum für Wein und Olivenöl bietet.

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Zufahrt auf San Gimignano, Traumblicke inklusive

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Porchetta Spanferkel – genial gut

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San Gimignano hatte einst 72 Geschlechter-Türme

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Eis-Schlecken am Platz der Zisterne

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Ausgelassene Stimmung bei der Weinprobe mit Antipasti

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Fotostopp: Blick auf San Gimignano

Leserreise Toskana 2018 – Dienstag, Tour 3, Carrara: Mittendrin im Marmor

Leicht bewölkter Himmel, die Wellen des Mittelmeers rauschen, drei Radler-Gruppen rollen Richtung Marina de Massa. Am Hauptplatz, in dessen Rund ein typischer Wochenmarkt stattfindet, schlendern einige um die barock-verzierten Häuser, andere genießen einen Doppio oder Latte Macchiato in einer der Bars – im Stehen natürlich, Italian Style halt.

Bald klettert die Sportiv-Gruppe zügig auf schmalen Wirtschaftsstraßen die ersten Weinberge hinauf, wo kurz darauf die beiden Genussgruppen von Jean Claude und Joris den ersten Foto-Stopp einlegen. Was für Blicke hinunter auf die Tiefebene! Dort hinten in der Ferne ist das Meer. Hinter uns türmen sich bis auf 1000 Meter Höhe die Ausläufer des Apennin, in dessen schroffe Flanken nicht etwa Gletscher glitzern, nein, das sind die weltberühmten Marmorbrüche über Carrara, die wir heute besuchen.

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Marmor-Museum in Carrara

Zunächst leitet uns eine Panorama-Straße im Auf- und Ab hinüber in die Hauptstadt des Weißen Steins, wo wir im Marmor-Museum die Geschichte des Marmor-Abbaus und seiner Methodiken erfahren.

Verdammt enge Straßen ziehen hinauf in die Abbau-Gebiete, irgendwann donnert ein Schwerlaster beladen mit Marmorbrocken von insgesamt 35 Tonnen Gewicht unserem Reisebus entgegen – hier hinaufzuradeln, wäre lebensmüde. Mitten in einem engen Tal machen wir Rast im Ristorante Venazio, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.

Wir genießen wir Platten mit köstlichen Wurstwaren, darunter den berühmten „Lardo di Colonnata“. Dieser porzellanweiße und äußerst zarte Speck wird sechs bis zehn Monate in Marmortrögen gelagert, was eine konstante Temperatur und Feuchtigkeit garantiert.

Toskana-Tour: Der größte Marmorbruch der Region

15 Uhr: Fünf staubige Jeeps stoppen knirschend auf dem Schotterplatz vor dem Venazio. Je neun Mitfahrer quetschen sich auf schmale Rück- und Seitenbänke. Im wilden Galopp geht es steil hinauf und wir stehen mittendrin im größten Marmorbruch der Region. Gigantisch, sehenswert, super. Als der Nebel hereinzieht, quetschen wir uns wieder in die Jeeps. Unten in Carrara lachen wir noch am Tresen der Caffetteria Leon D’Oro, wo wir den letzten Kaffee genießen, am Ende eines spektakulären Tages.

Morgen Ruhetag. Relaxen, Shopping, Strandspaziergänge, sich freuen: Tour 4 führt uns mit dem Bus hinauf in die hohe Toskana, nach San Gimignano, ins Manhattan des Mittelalters.

Rast im barocken Massa

Rast im barocken Massa

Carrara rückt nächer: Männerrunde in einem der Dörfer

Carrara rückt nächer: Männerrunde in einem der Dörfer

Spektakuläre Aussicht über die größten Marmorbrüche zum Meer

Spektakuläre Aussicht über die größten Marmorbrüche zum Meer

Gruppenaufnahme mit Luftsprung

Gruppenaufnahme mit Luftsprung

Toskana 2018 – Montag, Tour 2: Ziel Lucca – der unentdeckte Geheimtipp

Ein wunderschöner Sonnenaufgang erwartet die 34 Teilnehmer der Leserreise Toskana am zweiten Tourentag. Unser Ziel: Lucca, das für viele Italien-Kenner als Geheimtipp gilt.

Um dorthin zu kommen, steht erstmals eine Bergetappe an. Nach 30 Minuten Fahrzeit pausieren wir zuerst im Künstlerort Pietrasana. Statuen und Kunstwerke liegen am Weg, ebenso eine Durchfahrt durch enge Gassen, in denen wir freudig mit „Buon Giorno“ begrüßt werden.

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E-Bikes erleichtern den Anstieg

Später steigt unser Weg auf der alten Pilgerstraße Via Francigena in Serpentinen an, die wir aber dank E-Motor mit schnellen 17-19 km/h flüssig bewältigen, weite Ausblicke lassen alle staunen.

Nach schneller Bergabfahrt biegen wir in eine fantastische Panoramastraße ein, die uns über unberührte Dörfer führt. Entlang von breiten Flüssen nähern wir uns dem mittelalterlichen Kern von Lucca, wo wir auf der breiten Stadtmauer aus der Renaissance-Zeit durch schattige Alleen rollen. Nach einer Pause mit köstlichem Buccellato-Kuchen stromern wir privat durch die Gassen, bis uns der Bus zurück zum Hotel Versilia Palace bringt.

Morgen: Carrara, die Welthauptstadt des Marmors. Wir werden die Steinbrüche erleben – mittendrin statt nur dabei.

Morgendliches Briefing mit Blick auf die Berge des Appenin

Morgendliches Briefing mit Blick auf die Berge des Appenin

Im Künstlerort Pietrasanta gibt es viele Statuen zu bestaunen

Im Künstlerort Pietrasanta gibt es viele Statuen zu bestaunen

Szene im Duomo von Pietrasanta

Szene im Duomo von Pietrasanta

Panoramastraße über die Dörfer, Lucca ist nicht mehr fern

Panoramastraße über die Dörfer, Lucca ist nicht mehr fern

Entlang von Platanen-Alleen und Flüssen

Entlang von Platanen-Alleen und Flüssen

Sehenswert: der schneeweiße Duomo von Lucca

Sehenswert: der schneeweiße Duomo von Lucca

Toskana 2018 – Sonntag, Tour 1: Auf nach Pisa

Der Schiefe Turm von Pisa – schon bei der Erwähnung beim Morgen-Meeting gegen 8.30 Uhr blitzten manche Augen vor Freude auf. 34 Teilnehmer sind dabei, hier unten an der italienischen Versilia-Küste, die weit westlich von Florenz die Toskana ans Mittelmeer grenzen lässt – was übrigens kaum bekannt ist.

Nachdem die E-Bikes von Kalkhoff und Focus komplett an die Gruppenmitglieder verteilt und die Sättel perfekt eingestellt waren, fahren die drei Gruppen los.

Chefredakteur Daniel O. Fikuart hatte die Teilnehmer aufgeteilt: Acht Mitfahrer bilden die Sportiv-Gruppe, von Guide Thomas angeführt. Hauptguide Jean Claude setzt sich an den Kopf seiner 13-Personen-Cappuchino1-Genuss-Gruppe. Mit 14 Personen ist die Cappuccino-Gruppe 2 von Guide Joris etwas größer, da Natalia vom Organisator Michelangelo Travel mitfährt. Schlussmann hier: Chefredakteur Daniel O. Fikuart.

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Leserreise in die Toskana: Eindrücke aus Pisa

Bei strahlendem Sonnenschein rollen wir südwärts: Zunächst in den mondänen Badeort Viareggio. Nach einer Café-Pause folgt dann das bekannte Naturschutzgebiet Torre del Lago mit einer einzigartigen Flora und Fauna, eine atemberaubende Dünenlandschaft mit einheimischen Pflanzen und Tieren. Später folgen wir schattigen Alleen von Schirm-Pinien und schmalen Nebenstraßen, die uns hinein in den Trubel von Pisa führten.

Start zur Tour nach Pisa, erste Ansprache des Guides Jean Claude

Start zur Tour nach Pisa, erste Ansprache des Guides Jean Claude

Pause im legendären Seebad Viareggio

Pause im legendären Seebad Viareggio

Organisatorin Natalia - immer gut gelaunt

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Am Sandstrand mitten im Naturschutzgebiet Torre del Lago

Am Sandstrand mitten im Naturschutzgebiet Torre del Lago

Am Platz der Wunder in Pisa, hinten der Schiefe Turm

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Eisverkäufer in Pisa

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Ankunft bei der Basilika San Piero a Grado, 8 km von Pisa entfernt

Ankunft bei der Basilika San Piero a Grado, 8 km von Pisa entfernt

Am Piazza dei Miracoli bestaunen wir das sehenswerte Ensemble aus dem berühmtesten schiefen Gebäude der Welt, dem Baptisterium und dem kreuzförmigen Dom Santa Maria Assunta – wahre Schätze mittelalterlicher Baukunst. Wir genießen verschiedene Pizzen in einem Ristorante, schlürfen köstlichen Kaffee. Um dann weitere 40 Minuten weiterzufahren – bis zur berühmten Basilika San Piero a Grado, im Mittelalter eine wichtige Pilgerstation auf dem Weg nach Rom. Staunend und schweigend betrachten wir das geschichtsträchtige Gebäude und lauschen liturgischen Gesängen. Bis Enzo uns mit seinem Bus zurück zum Hotel Versilia Palace in Marina di Pietrasanta bringt, wo wir die ganze Woche wohnen.

Beim Siegerbier auf der Terrasse stoßen wir auf das nächste Ziel an. Morgen heißt es: Auf nach Lucca!

Leserreise in die Toskana: 13. bis 20. Oktober

Chefredakteur Daniel O. Fikuart wird im Live-Blog von den fünf Touren nach Pisa, Lucca, Carrara, San Gimingnano und zum Golf von Lerici berichten. Updates mit den Erlebnissen der Mitreisenden gibt es täglich auf Radfahren.de.

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