Regenbekleidung fürs Radfahren
Regenbekleidung

Regenbekleidung für Radfahrer: Regenjacken, Regenhosen, Zubehör

Wie schütze ich mich als Radfahrer gegen Regen?

Mit der richtigen Regenbekleidung macht Radfahren auch bei schlechtem Wetter Spaß. Wir geben einen Überblick über aktuelle Regenjacken, -hosen und Zubehör. Außerdem gibt es hier alle Informationen über die richtige Pflege Ihrer Regenbekleidung.
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Schon mal so richtig pitschpatschnass geworden auf dem Rad? Naja, bei hochsommerlichen Temperaturen ist das akzeptabel. Aber ganz ehrlich: Wie oft im Jahr haben wir die in Deutschland? Sobald es nicht nur nass, sondern auch kühl ist, wird’s unangenehm. Wir wollen trotzdem nicht aufs Radfahren verzichten und packen uns mit der richtigen Regenbekleidung gut ein.

Regenjacke oder -poncho, Regenhose oder Beinschutz zum Drüberziehen, Regenhauben für unter oder über dem Fahrradhelm, Überschuhe und Überhandschuhe – die Auswahl ist groß, die Entscheidung fällt schwer.

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Regenbekleidung: Wofür brauche ich den Regenschutz?

Auf die Details schauen lohnt sich aber: Soll es nur etwas Einfaches zum Drüberziehen sein für den kurzen Weg zum Bäcker?

Oder will ich nach mehreren Stunden im Regen immer noch trocken sein – und zwar von innen und außen? Zum Glück werden die Materialien immer besser.

Welche Materialien werden in Regenbekleidung verwendet?

Zur Wasser-Abwehr werden häufig Membranen wie Sympatex und das bekannte Gore-Tex verarbeitet, diese sorgen für Atmungsaktivität bei gleichzeitiger Wasserdichtheit. Alternativ sorgen Beschichtungen aus Polyurethan (PU-Beschichtung) für den gewünschten Abperleffekt. Dazu kommen Imprägnierungen, welche es mittlerweile sogar umweltfreundlich gibt, zum Beispiel das Bionic Finish Eco. Auf gesundheitsschädliche Fluorcarbone (PFC) verzichten immer mehr Hersteller.

Aber selbst hochwertige Regenbekleidung muss regelmäßig gereinigt und frisch imprägniert werden, um die DWR-Beschichtung (durable water repellent) zu erhalten.

Alle Inhalte der aktiv Radfahren 9-10/2018 finden Sie hier!

Wassersäule: Ab wann ist Regenkleidung wasserdicht?

Zur Orientierung dient neben der Membran die Wassersäule. Sie gibt in Millimetern die Wasserdurchlässigkeit von Regenbekleidung an, das heißt, wie viel Wasserdruck das Material aushält, bevor das Wasser nach innen durchtritt.

Ab 1300 Millimetern Wassersäule gilt ein Material laut EN-Norm als wasserdicht. Alles darunter wird als wasserabweisend bezeichnet und hält Feuchtigkeit nur eine Weile ab. Wichtig sind außerdem versiegelte Nähte und Reißverschlüsse. Die beste Jacke nützt nichts, wenn durch den Reißverschluss Wasser eindringt!

Wie atmungsaktiv ist eine wasserdichte Regenbekleidung?

Leider lässt mit der höheren Wasserdichtigkeit oft die Atmungsaktivität nach, insbesondere bei warmen Temperaturen. Wenn Feuchtigkeit nicht eindringen und gleichzeitig die beim Schwitzen entstehende nach außen dringen soll, muss das Material recht komplex sein.

Dies erklärt die oft hohen Preise für hochwertige Regenbekleidung. Wir geben einen Überblick über die verschiedenen Produkte und verraten, wie man wasserdichte Bekleidung richtig pflegt.

Regen: Wie häufig regnet es in Radfahr-Situationen?

Es regnet seltener als man denkt. 92 Prozent aller Alltags-Fahrsituationen (Zeit, an denen Stadt-Radfahrer im Sattel sitzen) sind regenfrei – schätzen Experten. 5 Prozent mit Regenkleidung gut machbar. Nur 3 Prozent der Fahrsituationen sind unfahrbar (Schnee, Glatteis). Alltagsradler bestätigen dies: Die „Nicht Rad-Tage“ im Jahresverlauf sind an einer Hand abzählbar.

Radfahren im Regen erfordert gute Regenbekleidung. (Foto: Ziener)

Radfahren im Regen erfordert gute Regenbekleidung. (Foto: Ziener)

Regenjacken: Worauf muss ich beim Kauf achten?

Wasserdichte Regenjacken sind die Basis fürs Radfahren bei schlechtem Wetter. Gerade am Oberkörper kommen die meisten von uns ins Schwitzen, weshalb sich die Investition in eine hochwertige Jacke lohnt.

Diese schützt uns nicht nur vor Wind und Regen, sondern ist auch atmungsaktiv. Praktisch ist ein Stehkragen oder alternativ eine Kapuze, die man über oder unter dem Helm trägt.

Hauptsache, es fließt kein Wasser in den Nacken. Wasserdicht versiegelte Reißverschlüsse und Taschen sind ebenfalls wichtig, die Jacke sollte am Rücken leicht verlängert sein und auch am Ärmelbund gut sitzen.

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Kaufberatung: Welche Regenjacken gibt es auf dem Markt?

Pearl Izumi: MTB WxB Jacket

Nicht nur beim Mountainbiken bietet diese Jacke perfekten Schutz gegen Regen und zugleich leichte Atmungsaktivität. Sie ist sehr klein komprimierbar. Die einzigartige Kapuze passt perfekt über einen Helm, sodass auch der Nacken stets trocken bleibt. Die Kapuze ist außerdem mit einem Belüftungsschlitz versehen, der ein Aufblähen verhindert. Belüftung auch an den Achseln.

Endura: Urban Luminite Jacket

Die Urban Luminite ist Enduras neue Regenjacke für Radpendler. Draußen leichtes 2,5-lagiges wasserdichtes Material mit versiegelten Nähten, in den Taschen und im Kragen kuscheliges Futter. Hochreflektierende Elemente und hohe Atmungsaktivität. Gibts in den Farben Leuchtblau und Leuchtgelb für Männer und Frauen. Wassersäule: 10.000 mm.

Cube: Storm Jacket

Aus DWR-beschichtetem, wasserdichtem Funktionsmaterial mit 2,5 Lagen schützt die Storm Jacket effektiv vor Wind und Regen. Der Frontreißverschluss ist wasserabweisend, die Kapuze mit Schirm ausgestattet, die Nähte auf der Innenseite der Jacke sind verschweißt. In der Brusttasche finden Kleinigkeiten Platz und reflektierende Elemente sorgen für mehr Sicherheit. Dank Lüftungsreißverschlüssen unter den Armen wird es trotzdem nicht schwitzig. Der Saum lässt sich individuell per Kordelzug verstellen. Wassersäule: 10.000 mm.

Direct Alpine: Guide Jacket

Eine echte Premium-Outdoorjacke, die sich für viele Sportarten gut eignet: zum Bergsteigen, Wandern, aber dank längerem Rückenteil auch zum Biken. Die Guide-Jacke ist leicht (nur 416 g) und zugleich dank Hardshell sehr robust. Die Atmungsaktivität ist ausgezeichnet, die Kapuze lässt sich über den Helm ziehen. Wassersäule: 20.000 mm.

Ziener: Castal

Sehr leichte Regenjacke für Frauen mit wasserdichter und winddichter Aquashield-Membran. Die hohe Atmungsaktivität sorgt für viel Tragekomfort, dank geringem Packmaß lässt sich die Jacke gut verstauen. Sie hat versiegelte Nähte und Reißverschlüsse sowie reflektierende Elemente. Es gibt auch ein äquivalentes Herrenmodell namens Colben sowie verschiedene Farben. Wassersäule: 10.000 mm.

Löffler: Bike Jacke Prime GTX

Ganz auf die Bedürfnisse von Radfahrern im Regen abgestimmt, ist die Prime GTX: Sie ist dank Gore-Tex Active 2.0 besonders atmungsaktiv, wasser- und winddicht, hat einen Stehkragen, Rückentasche, Reflektoren sowie einen versiegelten Frontreißverschluss. Am Ärmel kann die Weite individuell angepasst werden. Als Herren- und Damenmodell und in vielen Farben erhältlich.

> Löffler Bike Jacke Prime GTX

BBB Cycling: Delta-Shield Jacket

Die DeltaShield-Jacke ist wind- und wasserdicht, zugleich aber aus atmungsaktivem und weichem Gewebe mit Aquatec-Membran. Der Schnitt ist fürs Radfahren perfekt geeignet, eine wasserdichte Brusttasche hält Wertsachen trocken. Auch gut: Rundum reflektierende Applikationen für maximale Sichtbarkeit. Bis Größe XXL und in den Farben schwarz/neongelb sowie grün/schwarz erhältlich. Es gibt eine dazu passende Regenhose. Wassersäule: 10.000 mm.

Vaude: Cyclist Cape

Ponchos sind out? Von wegen! Vaude beweist mit dem neuen Cyclist Cape für 2019, dass die richtig flippig aussehen können. Das Poncho ist bei spontanen Regengüssen schnell angezogen, schützt vor Wind und Nässe. Dank Primaloft Black Insulation Eco bleibt der Oberkörper auch bei kühlen Temperaturen warm. Das Cyclist Cape hat zwei große Kängurutaschen und Öffnungen für die Hände.

> Vaude: Cyclist Cape

Páramo: Velez

Hochwertige Outdoorjacke, die sich für eine Vielzahl an Sportarten eignet und interessanterweise ohne Membran auskommt. Doch mit der speziellen Nikwax Analogy-Material-Technologie ist die Jacke trotzdem besonders atmungsaktiv und zugleich zuverlässig wasserdicht. Das zweilagige Gewebesystem sorgt für ausreichend Wärmeisolation, während das effektive Belüftungssystem eine schnelle Temperaturregelung ermöglicht. Gibts in vier Farbkombinationen.

Regenjacken: Die Preise der Empfehlungen im Überblick

Pearl Izumi: MTB WxB Jacket 199,95 Euro
Endura: Urban Luminite Jacket 129,99 Euro
Cube: Storm Jacket 159,95 Euro
Direct Alpine: Guide Jacket 419 Euro
Ziener: Castal 119,99 Euro
Löffler: Bike Jacke Prime GTX 199,99 Euro
BBB Cycling: Delta-Shield Jacket 149,95 Euro
Vaude: Cyclist Cape 160 Euro
Páramo: Velez 375 Euro
Regenjacke

Bei starkem Regen ist eine gute Regenjacke wichtig. (Foto: Craft)

 

Regenhosen: Worauf muss ich beim Kauf achten?

Ohne eine gute Regenhose kommt man mit dem Fahrrad nicht trocken an. Die meisten Hosen sind weit geschnitten und werden ganz einfach über die normale Bekleidung gezogen. Damit das schnell und unkompliziert geht, sind Reißverschlüsse am Bein praktisch.

Auch sollte man darauf achten, dass die Hose am Beinabschluss nicht zu weit ist, sondern beispielsweise mit Klettverschlüssen eng gezogen werden kann.

Und Hosen, die am Gesäß verstärkt sind, halten sich länger. Eine Alternative zu klassischen Regenhosen sind Beinschützer oder wasserabweisende Regen-Radhosen für den leichten Schauer sowie Ganzkörper-Regenanzüge für extremes Schmuddelwetter.

Kaufberatung: Welche Regenhosen gibt es zu kaufen?

Pro-X Elements: Toronto

Die Bike-Regenhose Toronto ist aus XL&D-Material (eXtra Light & Dry System). Für viel Komfort sorgt das angenehm weiche und besonders leichte 2,5-Lagen-Laminat. Die knielangen abgedeckten Reißverschlüsse erleichtern den Einstieg, die Beinweite lässt sich praktischerweise durch Klettverschlüsse regulieren. Der Kniebereich ist ergonomisch geschnitten, was das Pedalieren erleichtert. Im Gesäßbereich doppelt verstärkt.

Wo gibt’s aktiv Radfahren zu kaufen?

Gore: C3 Gore-Tex Active Hose

Die Unisex-Hose von Gore ist aus Gore-Tex gefertigt und damit besonders leicht, atmungsaktiv, wasserdicht und winddicht. Der Knie-Bereich ist fürs Pedalieren perfekt vorgeformt, die Hosenbeine mit Klettverschluss individuell einstellbar. Kleine Reißverschlusstasche hinten, Gesäß verstärkt, Reflektoren.

Gonso: Korfu

Funktionelle und legere Regenüberhose, die dank Gummibund, Kordel und Bein-Reißverschlüssen über jede Hose passt. Die Korfu ist wasser- und winddicht, strapazierfähig und pflegeleicht. Volle Bewegungsfreiheit bieten die ergonomisch vorgeformten Knie. Wassersäule: 10.000 mm.

B’Twin: Fahrrad-Regenhose City 900

Für den eher kurzen Einsatz in der Stadt ist die günstige Regenhose von B’Twin ideal. Cleveres Detail sind die integrierten Überschuhe, die man einfach über die Schuhe ziehen kann. Einfaches Anziehen dank Reißverschlüssen an Taillenbund und Beinabschluss, mehr Sichtbarkeit durch Reflektorstreifen.

Vaude: Bike Chaps

Wasser- und winddichte Überhose, die schnell umgeschnallt und dank integriertem Gürtel gut fixiert wird. Die Bike Chaps sind aus robustem Dreilagen-Material am Gesäß und einem leichteren, atmungsaktiven Zweilagen-Material an der Frontseite. Regen und Schlamm werden PFC-frei abgewehrt. Gibt’s auch als Bike Padded Chaps mit wärmender Primaloft-Füllung. Wassersäule: 10.000 mm.

Biehler: Neo Classic Thermal Rain Radhose Wetterfest

Sportlich unterwegs, ohne weite Regenüberhose? Für manch einen ist die Radhose Wetterfest von Biehler genau das richtige. Sie ist aus wärmendem und wasserabweisendem Stelvio-Material und länger geschnitten, damit der gesamte Oberschenkelmuskel trocken bleibt. Somit ist sie der perfekte Begleiter für sportliche Ausfahrten und Rennen im Frühjahr und Herbst.

Dirtlej: Commute Suit

Dieser Ganzkörperanzug ist für Pendler im Sommer und Winter perfekt: Komplett mit wasserdichten Nähten und Reißverschlüssen ausgestattet, locker geschnitten und leicht an- und auszuziehen dank verschiedenen Zippern. Der Anzug ist gut belüftet und im Sitzbereich verstärkt, an Armen und Beinen gibts Reflektoren, die Kapuze passt über den Helm. Wassersäule: 20.000 mm.

The Smart Products Company BV: Rainlegs

Rainlegs schützen die Oberschenkel vor Regen, Wind und Auskühlung. Das Produkt wird aus wind- und wasserdichtem Fallschirmstoff angefertigt und ist sehr leicht (nur 140 g). Die Beinschützer sind auf der Beinrückseite offen, so wird es nicht zu heiß darunter. Sie lassen sich ganz einfach anlegen und mit einfachen Verschlüssen fixieren. Es gibt sie auch aus reflektierendem Material und seit kurzem auch ein zusätzlich wärmendes Wintermodell. Wassersäule: 10.000 mm.

Bei Fahrten durch den Schlamm sind Regenhosen unumgänglich.

Bei Fahrten durch den Schlamm sind Regenhosen eine echte Hilfe. (Foto: Fotolia / Pavel1964)

Regenhosen: Die Preise der Empfehlungen im Überblick

Pro-X Elements: Toronto 69,95 Euro
Gore: C3 Gore-Tex Active Hose 179,95 Euro
Gonso: Korfu 99,95 Euro
B’Twin: Fahrrad-Regenhose City 900 25,99 Euro
Vaude: Bike Chaps 60 Euro (mit Primaloft: 80 Euro)
Biehler: Neo Classic Thermal Rain Radhose Wetterfest 200 Euro
Dirtlej: Commute Suit 192 Euro
The Smart Products Company BV: Rainlegs zwischen 32,50 Euro und 37,50 Euro

Regen-Zubehör: Was gibt es, was ist wichtig?

Wer sich auf längerer Strecke vor Regen schützen will, dem reichen wasserdichte Jacken und Hosen nicht: Es müssen Überschuhe, Helmhauben und Co. als „Lückenfüller“ her.

Beim Kauf von Zubehör sollte man darauf achten, dass es mit der Regenbekleidung kompatibel ist. Es ist zudem praktisch, wenn es sich klein zusammenfalten lässt, sodass man es im Notfall griffbereit dabei hat.

Ansonsten liegt der Teufel im Detail: Wasserdichte Handschuhe werden oft nur drübergezogen, wärmen aber nicht. Regenüberschuhe hingegen schützen die Füße auch gut gegen kalten Wind.

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Regensocken – Sealskinz: Super Thin Pro Mid

Diese Socke ist perfekt für alle Sportarten im Regen: superdünn, atmungsaktiv und absolut wasserdicht. Kann also auch in normalen Radschuhen getragen werden, die Füße bleiben trocken. Gibts in Schwarz, Rot und knalligem Gelb. Preis: 50 Euro.

Regenüberschuhe – Craft: Shelter Bootie

Der Shelter Bootie wird über die Schuhe gezogen und schützt so die Füße zuverlässig vor Nässe und Wind. Die gebürstete Innenseite sorgt bei kalten Temperaturen für die nötige Wärme, während der aus Neopren bestehende Zehenbereich zusätzlich vor kaltem und nassem Wetter schützt. Ein wasserdichter 3/4-Reißverschluss auf der Rückseite erleichtert An- und Ausziehen. Preis: 49,95 Euro.

Regenhandschuhe – Chiba: Rain Shield Superlight

Dieser Handschuh im Lobster-Stil lässt sich bei Regeneinsatz fix überziehen, auch über Kurz- und Langfingerhandschuhe. Er ist wind- und wasserdicht, zugleich atmungsaktiv. Super klein komprimierbar und nur 55 g schwer. Größen: XS – XXL, Preis: 18,90 Euro.

Regenhandschuhe – Roeckl: Moro

Der Moro ist ein dünner, 100 % wasserdichter Sommer- und Übergangshandschuh zum Radfahren. Er ist griffig, äußerst komfortabel und atmungsaktiv. Der gepolsterte Langfinger-Handschuh besteht aus drei Lagen und wird aufwändig produziert – das Ergebnis ist eine super Polsterung und ein guter Feuchtigkeitsaustausch. Ringfinger und kleiner Finger sind beim Moro Touchscreenkompatibel. Preis: 79,95 Euro.

Regenkappe – Assos: Raincap C7

Die RainCap ist eine wasserabweisende Radkappe, die Kopf und Gesicht vor Regen schützt. Je nach Helm trägt man sie drüber oder drunter. Die Cap ist sehr leicht (26 g) und passt immer noch in die Tasche oder den Rucksack. In drei Größen erhältlich. Preis: 40 Euro.

Regenrucksack – For.Bicy: Jackpack

Witzige Idee: In diesem Rucksack steckt eine Regenjacke. Ideal also für Fahrradpendler, die jederzeit mit jedem Wetter rechnen müssen. In nur wenigen Sekunden lässt sich die leichte, wasser- und winddichte Jacke aus dem Rucksack ziehen und überziehen – und zwar, ohne dass man den Rucksack absetzen muss. Reflektoren sorgen für mehr Sicherheit. Der Rucksack ist funktionell, ergonomisch einstellbar und in zwei Größen (10 und 15 Liter) und Farben erhältlich. Preis: zwischen 199 und 229 Euro.

Helmschutz – Sealskinz: Halo Helmcover

Dieses leichte Helmcover hält Regen sicher ab. Es sorgt mit dem reflektierenden Material aber auch für mehr Sichtbarkeit. Und an der Rückseite gibts eine integrierte LED-Leuchte. Preis: 46 Euro.

 

Regenbekleidung für Radfahrer: Die richtige Pflege

Wichtig für die Nachhaltigkeit der Regenkleidung für Radfahrer ist es, diese auch richtig zu pflegen. Dabei tauchen immer wieder Fragen auf. Chrissy Dorn, PR-Referentin von Nikwax in Deutschland, setzt sich mit den wichtigsten Fragen rund um die richtige Pflege von Regenbekleidung auseinander.

Wie und wie oft sollte ich Regenbekleidung waschen?

Die DWR-Imprägnierung von Regenbekleidung nutzt sich mit der Zeit ab. Dies hat zur Folge, dass Wasser in das Obermaterial eindringt bzw. es gar völlig durchnässt. Und dann kann auch keine Feuchtigkeit mehr aus dem Jackeninneren entweichen (man steht quasi im eigenen Saft).

Faustregel ist: Sobald der Regen nicht mehr von der Oberfläche abperlt, wird es höchste Zeit, die Jacke zu waschen und nachzuimprägnieren. Generell sollte man dem vorbeugen und die Jacke z.B. vor einer größeren Reise vorbereiten (es sei denn, sie ist völlig neu).

Achtung: Auf jeden Fall spezielle Waschmittel verwenden, da normale Haushaltsmittel auf Tensid-Basis wasseranziehende Rückstände hinterlassen und die Membran verstopfen können. Es gibt Spezialwaschmittel wie das Nikwax Tech Wash, das gleichzeitig auch die Atmungsaktivität des Materials auffrischt und die noch vorhandene DWR wieder aktiviert.

Und so geht’s: Zuerst das Hauptwaschmittelfach von allen Waschmittelresten befreien. Anschließend maximal zwei Teile in die Maschine geben, vorher alle Reißverschlüsse, Klettverschlüsse und Druckknöpfe schließen. Mit Spezialwaschmittel gemäß Waschanleitung bei 30°C in der Maschine waschen, idealerweise bei geringer Schleuderzahl. Anschließend zum Trocknen an die Luft hängen.

Regenausstattung erhöht den Fahrspaß in Herbst und Winter. (Foto: Ortlieb)

Regenausstattung erhöht den Fahrspaß in Herbst und Winter. (Foto: Ortlieb)

Wann muss Regenbekleidung frisch imprägniert werden?

Ist die Jacke stark verschmutzt, bzw. dringt im Anschluss an einen Waschvorgang immer noch Wasser ein (Tropfentest machen!), so sollte sofort noch ein Imprägnierwaschgang folgen, zum Beispiel mit Nikwax TX.Direct.

Die gewaschenen Teile einfach in der Maschine lassen und bei 30°C im Hauptwaschgang mit Nikwax TX.Direct waschen. Die PFC-freie Formel ist nicht nur 100% sicher für Mensch und Umwelt, sie wird bereits durch Trocknen an der Luft aktiviert (kein Trockner nötig).

Wasserdichte Regenbekleidung, die ein feuchtigkeitstransportierendes Innenfutter hat, sollte man ausschließlich von außen mit einem Pumpspray imprägnieren. Alle anderen Jacken (inkl. Membrantechnologien oder PU-Beschichtungen) können problemlos in der Waschmaschine gepflegt werden.

Worauf muss ich bei der Pflege meiner Regenbekleidung noch achten?

Bei der Pflege haben viele die Befürchtung, dass sie die wasserdichte Membran kaputt machen könnten. Vielmehr ist es so: Wenn man das falsche Waschmittel verwendet, kann dies passieren. Umso wichtiger ist es allerdings, die Jacke regelmäßig zu waschen, mindestens zweimal im Jahr. So kann die Lebensdauer verlängert werden, und man spart dabei wertvolle Ressourcen.

Regenbekleidung für das Fahrrad: Tipps für den Notfall

Wer keine spezielle Regenbekleidung hat und plötzlich alles nass zu werden droht, muss erfinderisch werden. Für diesen Fall gibt es besondere Tipps.

Für die Wärme der Füße kann es hilfreich sein, Plastiktüten um den Fuß zu wickeln. Wichtig dabei ist, diese in den Schuhen anzulegen.

Darüber hinaus können Sie Ihren Kopf schützen, indem Sie eine Duschhaube unter Ihrem Fahrradhelm aufziehen.

Allerdings ist bei diesen Tipps auch Vorsicht geboten: Atmungsaktiv sind diese Lösungen nämlich nie. Sie sind nur für den kurzen und spontanen Einsatz eine Option. Langfristig empfiehlt es sich eher, auf professionelle Regenkleidung zu setzen.

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