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E-Bike-Einsteiger, Fragen
E-Bike-Einsteiger: Die wichtigsten Fragen für Anfänger auf dem ElektroRad

10 Fragen, 10 Antworten zum E-Bike-Einstieg

E-Bike-Einsteiger: Die wichtigsten Fragen für Anfänger auf dem ElektroRad

Motor, Akku und Display machen aus einem Fahrrad ein Fahrzeug – mit komplexer Technik und Elektronik. Was ist wichtig? Wir beantworten 10 der brennendsten Fragen.
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1. Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Pedelec-Kauf?

Der ideale Zeitpunkt für den Kauf eines neuen Bikes hängt für den E-Bike-Einsteiger natürlich wesentlich von den eigenen Befindlichkeiten ab: Wer sich für aktuellste Technik & neueste Motoren interessiert, macht sich im Winter auf die Suche. Die neuen Modelle stehen in den Läden, alle Größen sind vorrätig und der Händler hat Zeit, während alle anderen noch Ski fahren. Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Nachteil: Keine Schnäppchen, neue Modelle gibt’s nur zu Listenpreisen.

Wem dagegen egal ist, ob er ein brandneues oder ein Vorjahresmodell sein Eigen nennt, für den steht schon im Herbst die Ampel auf Grün. Die letzten Modelle des ausklingenden Jahres sind noch im Lager, der Händler braucht aber Platz und er hat im ansonsten stürmischen Herbst viel Zeit für eine ausführliche Beratung. Ein Schnäppchen ist da immer drin, da auch die Hersteller ihre Lager leeren möchten und der Händler die auslaufenden Modelle zu attraktiven Preise anbieten kann.

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2. Kaufe ich günstig im Internet oder beim örtlichen Händler?

Wer bereits E-Bike-affin ist, kann selbstverständlich im Internet bei einem der großen Anbieter nach einem passenden Rad suchen. Die Etablierten bieten nicht nur eine riesige Auswahl an attraktiven Modellen, sondern diesbezüglich auch eine qualifizierte telefonische Beratung an. Teilweise ist es sogar möglich, ein Rad für einen Tag unverbindlich zuhause auszuprobieren.

Für unbedarfte Neueinsteiger oder Wechsler vom Fahrrad empfiehlt sich der Gang zum qualifizierten Fachhändler. Dieser sollte mit fachlichem Wissen kombiniert mit guter Beratung zu überzeugen wissen. Fragen vorher überlegen, gut qualifizierte Händler weichen keiner Frage aus. Viele Händler bieten darüber hinaus die Möglichkeit an, auch mal übers Wochenende das Wunschrad ausgiebig zu testen.

Kosten eines E-Bikes

3. Wieviel kostet ein gutes E-Bike?

Je nach Typ fangen die Preise für solide Pedelecs bei rund 1500 Euro für einfache Citybikes, meist mit Frontnabenantrieb, an. Tourentaugliche E-Bikes sind ab ca. 2500 Euro erhältlich; sportliche, robuste MTBs gibt’s ab rund 3000 Euro. Das sind grobe Richtwerte. Nach oben und auch nach unten gibt’s wie überall positive Überraschungen und Ausreißer. Anhaltspunkte bieten unsere großen Testhefte 1 und 2 der jeweiligen Jahrgänge.

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4. Welcher Radtyp ist der richtige für mich?

Für den Gebrauch im Stadtgürtel auf kurzen Wegen: Ein bequemer Tiefeinsteiger mit relativ aufrechter Sitzhaltung ist hier sicher eine gute Wahl. Das funktioniert auch auf gelegentlichen Touren gut. Je länger die Touren und je schneller gefahren wird, desto sportlicher darf die Sitzposition ausfallen. Dann sind Trapez oder Diamantrahmenformen sicher die besseren, da sie in der Regel stabiler und für höhere Geschwindigkeiten geeigneter sind.

Wer gerne durch Wald und Wiesen fährt, ist mit einem All Terrain Bike oder einem Mountainbike gut beraten. Das ATB ist voll ausgestattet mit Licht, meist Gepäckträger und Spritzschützern, das MTB ist für die eher ruppigen Gegebenheiten im Gelände angepasst.

Eine ausführliche Typenkunde finden Sie in der ElektroRad-Ausgabe 3/2019!

Schaltung und Bremsen beim ElektroRad: Tipps für E-Bike-Einsteiger

5. Welches Schaltsystem ist besser?

Die häufig gestellte Frage müsste eigentlich lauten: Welches Schaltsystem eignet sich wo? Für Wenig- oder Kurzstreckenfahrer in eher flachen Gegenden reichen fünf, sieben oder acht Gänge einer Nabenschaltung vollauf. Der Pflegeaufwand ist gering, bei Bedarf (bei regelmäßigem Gebrauch alle zwei Jahre) kann die Werkstatt das Getriebeöl tauschen, dann halten diese Systeme jahrelang.

Wer im Bergigen wohnt, braucht eine umfangreichere Übersetzung. Geeignet sind vor allem Kettenschaltsysteme mit zehn, elf oder zwölf verschiedenen Gängen. Aber auch Nabenschaltungen wie die Shimano Alfine mit ebenfalls elf Gängen oder die Rohloff 14-Gang Nabenschaltung bieten eine breite Spreizung der sogenannten Entfaltung an.

Berggänge fangen ab rund 2 m zurückgelegter Wegstrecke pro Kurbelumdrehung an. Ein Gang zum Bergabfahren hat etwa bei 8-9 m Entfaltung.

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Pfiffig: die fein justierbare stufenlose Nabenschaltung Enviolo TR.

6. Welche Bremsen sind empfehlenswert?

Grundsätzlich bieten hydraulische Scheibenbremsen eine hohe Sicherheit beim Verzögern. Der große Vorteil: Sie sind witterungsunabhängig. Für Tourenräder, S-Pedelecs, MTBs, ATBs, Cargobikes und Tandems sind andere Bremssysteme unzureichend.

Aber auch hydraulische Felgenbremsen verzögern vehement und sind eine gute Wahl, z.B. für Stadträder, Urbanbikes oder auch Tourenräder.

Mechanische Felgenbremsen sind für Elektroräder weniger empfehlenswert, an Falt­rädern, stylischen Urbanbikes oder Retrorädern für eher kurze und flache Strecken noch geeignet. Wer sicher auf dem Rad sitzt und viel Routine hat, kommt sicherlich auch damit zurecht. Zu empfehlen sind sie nicht.

E-Bike-Einsteiger-Tipps: Sattel, Griffe, Antrieb

7. Welcher Sattel passt für mich?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Art und Dauer der Nutzung, von der Sitzposition und – nicht unwichtig – vom Abstand der Sitzknochen. Grundsätzlich muss man sich an einen Sattel erst gewöhnen. Da kann es sein, dass bei der ersten Ausfahrt trotz sorgfältig ausgewählter Sitzgelegenheit der Allerwerteste etwas schmerzt. Nicht verzagen – weiterfahren! Wenn der Po nach drei bis fünf Touren immer noch schmerzt – umtauschen.

8. Warum ergonomische Griffe? Sind runde Griffe, z.B. aus Leder, nicht genauso gut?

Ergonomische Griffe entlasten bei richtiger Einstellung den Ulnarnerv, schonen den Karpaltunnelausgang der Handwurzel und schützen wesentlich vor unnötigen Ermüdungserscheinungen bzw. zögern diese hinaus. Das können runde Griffe nicht leisten.

9. Was ist besser? Kette oder Riemenantrieb?

Die Kette ist wartungsintensiver und für Naben und Kettenschaltungen geeignet. Der Austausch ist einfach, der Abrollwiderstand sehr gering.

Der Riemenantrieb ist wartungsarm und meist langlebiger. Da er endlos ist, braucht der Rahmen eine Öffnung. Der Abrollwiderstand ist höher als der einer Kette.

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Fragen für E-Bike-Einsteiger: Begriffe

10. W, Wh, Ah, Nm. Was steckt dahinter?

  • W = Leistung in Watt: 250 W ist die Nenndauerleistung des Motors. So viel kann der Antrieb dauerhaft leisten, ohne zu überhitzen. Beim Pedelec die gesetzliche Obergrenze. Tatsächlich kann der Motor mehr leisten, aber nicht dauerhaft.
  • Wh = Kapazität des Akkus in Wattstunden. Untechnisch ausgedrückt: So viel Strom kann der Akku fassen.
  • Ah = Kapazität des Akkus in Amperestunden dargestellt.
  • Nm = maximal erzielbares Drehmoment des Motors in Newtonmeter.

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