Crowdfunding-Kinofilm

Neuer Kinofilm: Anderswo. Allein in Afrika

Mit dem Rad ins Herz Afrikas

Radfahren ist direkt, pur, ohne Schutzschirm. Das hat der Student Anselm Pahnke bei seiner mehr als 400 Tage dauernden Reise durch Afrika tatsächlich "erfahren". Jetzt hat der Geophysiker daraus einen Film gemacht. Über ein Crowdfunding-Projekt will er "Anderswo. Allein in Afrika" in möglichst viele Kinos in Deutschland bringen. Im Film erzählt er authentisch und hautnah seine Geschichte. Eine Dokumentation über Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen und wilder Natur. Eine innere Reise, die zeigt, wie offen und bunt die Welt sein kann, wenn man sich überwindet loszulassen und dem Impuls folgt, anderen und sich selbst zu vertrauen.
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Der Hamburger Geophysik-Student Anselm Pahnke beschließt an seinem 25. Geburtstag mit zwei Freunden eine Entdeckungsreise durch den Süden Afrikas zu wagen – auf dem Fahrrad. Mit nur dem nötigsten Gepäck erkundet das Trio drei Monate lang Südafrika, ehe es zur überraschenden Trennung kommt und Anselms Weggefährten nach Hause fliegen müssen. Mitten in der sengenden Kalahari-Wüste steht der junge Mann vor einer unerwarteten und schwierigen Entscheidung: Die Heimreise antreten oder alleine die Wüste und ganz Afrika durchqueren?

14 Länder 15.000 Kilometer

Anfangs noch unsicher, wagt Anselm den Schritt in die Einsamkeit, fährt weiter Richtung Botswana, Namibia und Zimbabwe und taucht tief in den afrikanischen Kontinent ein. Fernab der üblichen Reiserouten, ohne Windschutzscheibe oder Kamerateam entstehen bewegende und unmittelbare Begegnungen mit der Natur und Menschen unterschiedlichster Kulturen.
Sein Vorsatz, ausschließlich Wasser aus lokalen Quellen zu trinken, jede Etappe aus eigener Kraft zu überwinden und seine Nachtlager in der Wildnis aufzuschlagen, lassen ihn diesen riesigen Kontinent pur am eigenen Körper erleben. Sambia, Malawi, Tansania, Burundi, Ruanda, Uganda, Kenia, Äthiopien – Tritt für Tritt entwickelt sich sein atemberaubender Weg durch das Herz Afrikas.

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Nächtliche Begegnungen mit Löwen und Nilpferden, mehrfache Malaria- und Typhus-Erkrankungen und Raubüberfälle durch uniformierte Ranger fordern ihn stets aufs Neue heraus. Doch was ihn wirklich bewegt, ist ein Afrika abseits der typischen Erwartungen und Bilder, ein Afrika von beeindruckender Schönheit und von offenen, herzlichen Menschen. Die intensiven Erlebnisse entfachen in ihm eine tiefe Liebe zu diesem riesigen Kontinent und lassen ihn ein festes Vertrauen in sich selbst und seine Mitmenschen entwickeln. Weit über sich hinaus gewachsen begreift Anselm Pahnke, dass er zwar alleine, aber nicht mehr einsam ist.

Am Ende wartet die Sahara

Am Ende der Reise wartet aber noch die Sahara: Drei Monate kämpft sich Anselm durch den Sudan und Ägypten gegen den unerbittlichen Nordwind. Nach über einem Jahr und 15.000 Kilometer später, kurz vor der Ankunft am Suez-Kanal, wird Anselm vom ägyptischen Militär verhaftet und seine Reise droht ein jähes Ende zu nehmen.

Inzwischen 40 Länder per Rad erkundet

Anselm Pahnke (geb. 1989) ist als zweites von fünf Kindern in einem Vorort von Hamburg, in einem von seinem Vater gebauten Holzhaus aufgewachsen. Im weiten Garten konnte er früh seinen Entdeckungsdrang ausleben und seiner Neugierde an stets größeren Herausforderungen nachgehen. Mit 15 Jahren machte er mit einem Schulfreund seine erste Radreise nach Freiburg und begann mit seiner Videokamera besondere Lebensmomente festzuhalten.

Anselm Pahnke in der sudanesischen Sahara

Nach starken Regengüssen in Tanzanias Westen ist an Fahrradfahren nicht mehr zu denken.

Prachtvolle Begleitung in Burundi.

Im fruchtbaren Hochland von Burundi.

Überquerung eines breiten Flusses in Simbabwe.

Herzliches Willkommen nach dem Grenzübertritt nach Malawi.

Eine Panzergrille ist die einzige Begegnung, die Anselm Pahnke an jenem Tag in Namibia hat.

Gemeinsame Mittagspause in Ruanda.

Unter der Sonne Malawis.

Die Pyramiden von Jebel Barkal (Sudan) sind vollkommen verlassen.

Der Schafhirte Bokang Lets`ase tantzt im Hochland Lesothos.

Der Globus am Rad erzeugt neugierige Blicke.

Der Winter klopft an: Kalte Nächte in Südafrika

Mitten in der Sahara

Sandsturm in der sudanesischen Sahara

"Ich lerne in kleinen Schritten zu denken und Tag für Tag meinem Weg zu folgen."

Das Filmplakat

Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in Kanada studierte Anselm Ozeanographie und Geophysik an der Universität Hamburg. Wenige Tage nach seinem Bachelorabschluss löste er seine Wohnung auf und begann eine Radreise, die ihn drei Jahre lang um die Welt getragen hat – 40.000 Kilometer durch 40 Länder. Nach Afrika reiste er weiter in den Nahen und Mittleren Osten, durch China und über den Himalaya nach Südostasien bis nach Sydney. Aus der Idee ein paar Monate zu reisen, wurden mehrere Jahre.

Kinostart am Donnerstag, 13. Dezember

Seit seiner Rückkehr arbeitet Anselm mit einem kleinen, dreiköpfigen Team daran, aus seinen persönlichen Aufzeichnungen einen Film zu machen, der die Energie Afrikas und die inneren Bewegungen einer solchen Reise zeigt. Über Startnext sucht er Unterstützer, die ihm helfen, seine Geschichte in möglichst viele Kinos zu bringen. Inzwischen reicht das Budget für 25 Programmkinos. „Ich wünsche mir, den Film Deutschlandweit zeigen zu können“, sagt Anselm Pahnke im Gespräch mit radfahren.de. Das nächste Crowdfunding-Ziel steht bei 10.000 Euro – durchaus machbar, haben inzwischen doch schon 180 Unterstützer mehr als 9.000 Euro bereitgestellt.

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