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Pirelli Scorpion E-MTB: E-Mountainbike-Reifen im Test

Guter Einstand

Pirelli Scorpion E-MTB: E-Mountainbike-Reifen im Test

Mit über 70 Titeln im Motocross-Sport hat Pirelli extreme Erfahrung im Stollen-Business. Gelingt mit dem Pirelli Scorpion E-MTB auch der Einstieg in den E-Mountainbike-Sport?
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Anders als andere Hersteller spezifiziert Pirelli seine Reifen in erster Linie nach dem vorrangigen Untergrund und spezifischen Einsatz am Rad, also vorne und hinten. So finden sich in der neuen E-MTB-Reifenlinie Pirelli Scorpion E-MTB drei Profile: M für gemischtes Terrain, S für tiefe Böden und R für das Hinterrad. Alle drei haben den Aufbau gemeinsam. Dabei steht der Reifen auf der patentierten HyperWALL-Karkasse mit einer speziellen Textilschlaufe und Apex-Schicht, die für spürbar mehr Stabilität am Reifenwulst und der Seitenwand sowie mehr Pannenschutz sorgen.

Die SmartGRIP+-Gummimischung baut auf den bewährten Gummimischungen auf und wird in den Racing-Werken von Pirelli in Italien produziert, in denen auch die Mischungen für die berühmten Formel-1-Reifen entstehen. Zusätzlich wird dem Gummi Lignin beigemischt, das die Rolleigenschaften und Verschleißfestigkeit verbessern soll, ohne dass der Grip beeinflusst wird. Da Pirelli auf einen Single-Compound setzt, bleibt die Traktion über die komplette Einsatzzeit voll erhalten.

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Pirelli Scorpion E-MTB in der Praxis

In der Praxis schaufelt sich der R am Hinterrad mit seinem quer liegenden Profil ordentlich durch das Geläuf. Da die Stollen aber nicht so hoch ausfallen, lässt er in nassen und vor allem tiefen Böden langsam nach. Der Kurvengrip ist gut, der Grenzbereich kündigt sich gut an. Der M sorgt mit seinen zahlreichen, kleinen Profilblöcken für ein homogenes Abrollverhalten und bietet über einen weiten Bereich viel Traktion. Vor allem auf Schotterstraßen, Waldwegen und nicht zu nassen Trails weiß er zu begeistern.

Das Modell S bietet dank offener, hoher und grober Profilstollen und seinem offenen Kanal zwischen Mittel- und Seitenstollen mit Abstand die beste Traktion, die vor allem am Vorderrad für viel Sicherheit sorgt. Alle drei Modelle lassen sich einfach montieren und halten auch ohne Dichtflüssigkeit sofort dicht.

Rollwiderstand

Der Rollwiderstand des Pirelli Scorpion E-MTB ist gefühlt niedrig. Die Gummimischung wirkt härter und steifer als bei anderen Herstellern und kann vielleicht deshalb bei Nässe nicht ganz mithalten, hält dafür aber länger. Die Pannensicherheit ist superb, die Dämpfung und der Support der steifen Karkassen sehr gut.

Um das volle Potential auszuspielen, sollte man wirklich wenig Druck fahren! Die Reifen gibt es in 27,5 und 29 Zoll Durchmesser und in der Breite 2,6 Zoll. Die Gewichte der 29er liegen bei 1238 (M), 1275  (R) und 1341 Gramm (S). Der UVP beträgt 69,90 Euro.

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Pirelli Scorpion E-MTB im Test: Fazit

Der Einstand von Pirelli in den E-MTB-Markt bringt drei interessante Reifenmodelle hervor, die sich bezüglich Einsatzgebiet sehr gut ergänzen. Wer vor allem bei schönem Wetter unterwegs ist, freut sich über leichte, pannensichere und haltbare Reifen, die mit guter Traktion und gutmütigem Grenzbereich überzeugen. Nur bei Nässe und tiefen Böden muss man leichte Abstriche hinnehmen.

Sie haben Interesse am Pirelli Scorpion E-MTB? Auf der offiziellen Website des Herstellers gibt es weitere Infos.

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