Fahrradtachos, Test, Radfahren, Fahrrad
Tachotest

Fahrradtachos für Anfänger, Fortgeschrittene und Ambitionierte im Test

Tachos im Test: Laptop am Lenker

Nein, das teuere Smartphone als Tachoersatz kommt für viele nicht an den Lenker. Viel sorgloser im Umgang und robuster im Alltag sind klassische Radcomputer, die es für jeden Bedarf und jedes Budget gibt. Erstaunlich, was die Mini-Laptops alles können.
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Für die Übertragung der Daten von Geschwindigkeit und Tagesdistanz gibt es bei Fahrradtachos zwei Systeme: Bei günstigen Modellen ist dafür ein Kabel zuständig. Es transferiert die von einem Gabelsensor aufgenommenen Impulse des Speichenmagnets über viele Wicklungen hinauf zum Fahrradcomputer. Bei Mittelklasse- bis Ober­klasse-Computer läuft die Datenübertra­gung per Funk, was die Montage vereinfacht. Übrigens ist die Datenübertragung bei aktuellen Computern stabil. Weder die Überfahrt von Bahngleisen oder die Vorbeifahrt an Transformatoren-­Anlagen störten den Datentransfer.

Wie viel Radcomputer-Funktionen man braucht, hängt vom persönlichen Bedarf ab. Wer gelegentlich auf Tour geht und dabei lediglich Infos über die Momentangeschwindigkeit, das Durchschnittstempo oder zurückgelegte Kilometer oder die Uhrzeit ablesen will, kommt mit – meist erfreulich kleinen – Einsteigertachos zurecht. Die trotzdem schon etwa zehn Funktionen bietet. Und preislich unter 25 Euro liegen.

Diese Fahrradtachos haben wir getestet

Modell UVP Prädikat Bestellen
M-Wave M12 15 Euro Empfehlung Jetzt bestellen!
Ventura X 9,90 Euro Jetzt bestellen!
Cateye Padrone Digital 109,99 Euro Kauf-Tipp Jetzt bestellen!
Sigma 23.16 STS 129 Euro Empfehlung Jetzt bestellen!

 

Fahrradtachos: Mittelklasse mit Pedalsensor

Fortgeschrittene Biker schätzen darüber hinaus gehende Daten wie einen Abgleich Durchschnitts- zu Momentangeschwindigkeit (Pfeil nach oben oder unten) oder die Fahrzeit-Messung. Bei Modellen wie beispielsweise unserem Cateye (der kostet aber schon über 100 Euro) lassen sich die Daten parallel im Smartphone darstellen und sogar mit der Online-Community teilen. In der Fortgeschrittenen- und Oberklasse gibt es in der Verkaufsbox meist ein Set zur Aufzeichnung der Trittfrequenz (2. Magnet am Kurbelarm). Auch die Kopplung mit einen optionalen oder vorhandenen Brustgurt zur Aufzeichnung der Herzfrequenz ist vielfach vorhanden.

Fahrradnavigation: Smartphone oder GPS besser?

Einfache Montage der Fahrradtachos ermöglichen …

… alle Drahtlos-Modelle. Das beginnt bei der schraubenlosen Lenkerhalter-Montage (Sigma bietet dafür Gummiringe in zwei Größen an, die sich stramm in Nasen am Halter spannen lassen). Speichenmagnet und Gabelsensor montieren und diesen zum vorbeirotierenden Magneten ausrichten, fertig. Je mehr Funktionen ein Radcomputer bietet, desto tiefer muss man sich in seine Programmierung einarbeiten. Die Einstellung des richtigen Radumfangs ist bei allen Modellen notwendig (siehe Tabellen im Beipackzettel. Alternativ durch Vorwärtsrollen des Reifens ermitteln: Distanz messen, jeweils wenn das Ventil zum Boden zeigt). Nun Rad­tacho auf Halter aufschieben. Meist kann man nun starten und sich an den Daten im Display erfreuen.

Wir raten dazu, das Koppeln mit dem Smartphone und die Übertragung der Daten auf den heimischen Computer auf eine ruhige Abendstunde zu verschieben. Jetzt erstmal raus…

Jetzt ohne Risiko testen!

Die getesteten Fahrradtachos in der Bildergalerie

Fahrradtachos, Test

M-Wave M12

Fahrradtachos, Test

Ventura X

Fahrradtachos, Test

Cateye Padrone Digital

Fahrradtachos, Test

Sigma 23.16 STS

Fahrradtachos im Test: Die Basis-Klasse für Einsteiger

Einsteiger-Computer haben weniger Funktionen (dennoch schon >10) für eine übersichtliche Anzeige, eine kleinere Baugröße, es gibt nur einen Knopf (oder wenige) für eindeutig einfache Bedienung, günstiger Preis. Finden wir super: Bei unseren Beispielen rotiert die zweite Anzeigen-Leiste automatisch durch. Nachteile bei Computern der Basis-Klasse: Man muss ein Sensor­kabel vom Magnet-Sensor zum Lenkerhalter legen und den Tacho-Halter mit Kabelbinder fixieren, was ein nachträgliches Umpositionieren am Lenker umständlich macht.

M-Wave M12

Kleine Bauweise, einfache werkzeuglose Montage, Gummipads unter dem Lenkerhalter (Vorbau-Montage möglich) und den kabelgebundenen Gabel-Sensor für rutschfeste Verspannung mit mitgelieferten Kabelbindern. Sehr prägnante Zahlenanzeige. Besonderheit: Priorität Tempo-Darstellung (groß), weitere Funktionen kleiner. Stark: automatischer Anzeigenwechsel,  Drücken der Taster ist nicht nötig.

Funktionen: 12. U.a. Geschwindigkeit: aktuell, Durchschnitt, maximal; Geschwindigkeitstendenz/-vergleich; Gesamt-/ Tageskilometer, automatischer Fahrzeitmesser, automatischer Anzeigenwechsel, Digitaluhr, automatisch Start/Stopp, Auto An/Aus

Preis: ca. 15 Euro. Urteil: Sehr empfehlenswert!

Ventura X

Kleiner Einsteiger-Computer mit 10 Funktionen. Fummelige Lenker-Montage durch Schraube/winzige Mutter, die leicht verloren gehen können. Geringer Durchmesser des Lenkerhalters (keine Vorbau-Montage möglich, bei dicken Lenkstangen prüfen). Unterleggummi kleinflächig. Magnet mit Schraubendreher fixierbar. Auch hier automatischer Anzeigenwechsel. Tastatur mit Handschuhen schwierig zu bedienen.

Funktionen: 10. U.a. Geschwindigkeit: aktuell, Durchschnitt, maximal. Gesamt-/ Tageskilometer, automatischer Fahrzeitmesser, automatischer Anzeigenwechsel, Digitaluhr, Stoppuhr, Auto Start/Stopp
Preis: ca. 9,90 Euro

Fahrradtachos im Test: Die Mittelklasse für Fortgeschrittene

Radcomputer der Mittelklasse sind besser durchdacht, leichter zu montieren (weniger Kabelbinder = Umpositionieren möglich, Montage u.a. am Vorbau, viele Unterlegpads). Und durch die kabellose Übertragung unkompliziert zu montieren. Dafür ist die Erst-Einstellung des Computers aufwändiger. Lohn der Mühen: Es gibt mehr Funktionen (Tritt- und Herzfrequenz). Manchmal auch die Kombi mit dem Smartphone (übersichtliche Darstellung, Datenspeicherung, Online-Vergleich mit Freunden).

Cateye Padrone Digital

Komplett neuer Radcomputer in bewährtem Cateye-Programm. Sehr übersichtliches Display mit prägnanten Zahlen. Montage am Vorbau möglich (leider nicht kippbar, Oberfläche kann spiegeln, daher favorisierten wir die Lenkermontage). Stark: Statt Taster zum Wechseln der Anzeigen auf das Display drücken. Gutes Auf-/Abschieben. Beschreibung und Ersteinstellung sowie Kopplung mit dem Smartphone (vorher Catey App herunterladen) etwas aufwändig. Tipp: Beim Fachhändler kaufen und ihn um Einstellungs-Hilfe bitten.

Funktionen: 11. Aktuelle und Durchschnitts-Geschwindigkeit, Maximum Speed, Fahrdistanz, Fahrdistanz 2. Totaldistanz, Fahrzeit, Uhr, Aktuelle Trittfrequenz, Durchschnittliche und maximale Trittfrequenz. Optional (schon vorbereitet): Aktuelle Herzfrequenz, Durchschnitts-HF und maximale Herzfrequenz.
Preis: 109,99 Euro. Unser Urteil: Kauftipp!

Fahrradtachos im Test: Die Oberklasse für Ambitionierte

Oberklasse-Lenkerlaptops machen wunschlos glücklich, wenn man zu den ambitionierten Fahrern zählt. Selbst wenn hier die GPS Funktionen fehlen. Spannend ist, dass Top-Computer neben Tritt- und Herzfrequenz (beim Sigma ist das Set mit Brustgurt und Sensor schon enthalten) auch die Messung der Höhen und Kalorien-Messung dazukommen. Kopplung mit (Sigma: Android)-Smartphones möglich. Hier wie auch bei anderen Top-Computern eigentlich Standard: Datenspeicherung, Vergleich über eine herunterladbare App.

Sigma 23.16 STS

Sigma bringt 23 Funktionen im Computer unter – bei einer handlichen Größe. Mit einer dennoch lobenswerten Übersichtlichkeit und Zahlen-Prägnanz. Alle Sensoren für Trittfrequenz oder Speed lassen sich wie der Halter des Radcomputers mit Gummi-Ringen um den Lenker, den Vorbau oder den Kurbelarm (Trittfrequenz) schlingen und an kleinen Haken einhängen – einfach-genial. Highlight ist die enorme Log-Kapazität von bis zu 500 Stunden. Aus den gespeicherten Logging Daten kann über das „Data Center“ ein Datensatz ausgewählt werden, der als virtueller Gegner für ein Ghost Race verwendet werden kann. Gefallen kann, dass neben Tritt- und Herzfrequenz (HF-Sensor u. Brustgurt inklusive)  auch Höhendaten, Kalorienverbrauch sowie Temperatur gezeigt werden sowie Runden(99 möglich). Kopplung mit Smartphone (u.a. Leistungsstatistik).

Funktionen: Digitalfunk, 12 Bike-Funktionen, Uhr, Temperatur, Ghost Race, Aktuelle-/Durchschnitts-Leistung (Watt), Trittfrequenz, 12 Höhen-Funktionen, Steigung/Gefälle, Höhenprofil, aktuelle/durchschn./%/maximale Herzfrequenz, HF-Profil, Intensitäts-Zonen, Kalorien, 99 Runden, Lap-View, 500 Std. Log, Trainingsstatistik, 2-Räder Funktion … NFC Kommunikation mit Android Smartphones über Sigma Link App (Google Play Store9
Preis: 129 Euro. Urteil: Empfehlung!

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