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Qeridoo Speedkid 1: Sportlicher Kinderanhänger zum Sparpreis

Der Qeridoo Speedkid 1 – das Multitalent für den sportlichen Alltag zum Sparpreis

Qeridoo Speedkid 1: Sportlicher Kinderanhänger zum Sparpreis

Beim Fahrradanhänger für Kinder scheint der Markt inzwischen schier unüberschaubar: Unzählige Modelle mit unzähligen Funktionen – für einen teilweise sehr hohen Preis. Die rheinländische Firma Qeridoo will mit dem Speedkid 1 einen Anhänger bieten, der (fast) alles kann und doch für jeden Geldbeutel erschwinglich ist.
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Wir, die beiden Tester – Marcel, 28 Jahre und seine Tochter Rosa, 9 Monate alt – haben uns mit dem Qeridoo Speedkid 1 für einige Wochen auf Tour begeben. Kurz für den Hintergrund: Rosa ist erprobt auf langen Fahrten im Anhänger, normalerweise in ihrem Tout Terrain Singletrailer, seitdem sie drei Monate alt ist. Zusammen sind wir im letzten halben Jahr rund 700 Kilometer unterwegs gewesen auf dem Rennrad, Gravel und dem Mountainbike.

Disziplin 1: Der Aufbau des Qeridoo Speedkid 1

Wie der Name schon sagt, sollte „Speed“ eine Rolle bei diesem Modell spielen. Im Alltag mit Kind ein wichtiger Faktor, der schon beim Aufbau des Anhängers erfüllt wird. Geliefert in sehr kleinem Packmaß, ist der Anhänger in wenigen Minuten aufgebaut. Die übersichtliche Aufbauanleitung hilft im Zweifelsfall. Im Lieferumfang ist wirklich alles enthalten: Reflektoren, Stoßschutz für die Räder und sogar Beleuchtung und ein Fähnchen – Safety First. Auch – je nach Bedarf – Sitzverkleinerer oder Babyschale sind aufgrund der universellen Maße problemlos eingebaut.

Weniger beruhigend scheint nach dem Aufbau der Geruch, der vom Plastik ausgeht. Der Hersteller versichert mir jedoch, dass der unangenehme Geruch von den Gummi-Reifen komme, denn alle Materialien sind schadstoffgeprüft und absolut unbedenklich. Trotzdem hat es einige Tage im Keller mit offenem Fenster gedauert, bis ich mein Kind guten Gewissens in den Anhänger setzen wollte.

Am Fahrrad ist der Anhänger dann auch schnell befestigt, vorausgesetzt man ist mit Schnellspannern unterwegs. Mit Steckachsen lässt sich ohne entsprechende Adapter der Anhänger nicht montieren, was für die meisten Alltagsräder jedoch ohnehin selten der Fall sein sollte.

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Disziplin 2: Der Alltag mit dem Qeridoo Speedkid 1

Im Alltag spielt der Speedkid 1 seine Stärken aus! Durch seine klassische Bauweise mit zwei Rädern steht der Anhänger sicher von selbst, weshalb be- und entladen absolut sicher funktionieren. Das Fahrverhalten ist für einen Anhänger dieser Preisklasse ordentlich und sicher. Insbesondere auf asphaltierten und befestigten Schotterwegen fühlt sich der Speedkid zu Hause. Die verbaute Federung leistet hier den Dienst, für den sie gebaut wurde: Das Rollverhalten sanfter gestalten und einzelne Unebenheiten im Boden ausgleichen.

Durch seine kompakte Bauweise stellen auch schmalere Passagen auf Radwegen kaum Einschränkungen dar. Insgesamt ist der Anhänger kaum breiter als die meisten Lenkerstangen eines Alltagsrades. Eine gute Orientierung, wenn man sich nicht sicher ist, ob man zwischen den Hindernissen durchpasst. Trotzdem ist im Inneren genug Platz für ein paar Spielsachen und ein bisschen Proviant für längere Fahrten. Außerdem ist außen noch eine weitere Tasche, die auch für kleine Einkäufe geeignet ist.

Der schnelle Umbau zum Kinderwagen mit Feststellbremse und Co. ist gerade im Alltag hervorragend und sehr praktisch. Das Vorderrad kann optional festgestellt oder flexibel gehalten werden. Auch hier gilt: Auf befestigten Wegen rollt der Anhänger auch als Kinderwagen hervorragend, sobald es auf Wald- und Feldwege mit großen Unebenheiten geht, gestaltet es sich stellenweise etwas holprig.

Besonders positiv am Anhänger: Die großen Seitenfenster, die fast bis zum Boden des Anhängers reichen, für perfekten Ausblick und damit auch die sehr ordentlichen Belüftungsmöglichkeiten. Auch wenn meine Tochter von ihrem Ausblick noch nicht in Worten berichten kann, hat sie immer wieder den Blick zur Seite gewagt.

Hier haben wir weitere Qeridoo-Anhängermodelle getestet.

Disziplin 3: Sportlich unterwegs mit dem Qeridoo Speedkid 1

Wir – meine Tochter und ich – sind mit dem Rad meist sportlich auf einer längeren Tour von mehreren Stunden unterwegs. Dabei sind Strecken von 50-100 Kilometern und vierstellige Höhenmeter auf unterschiedlichen Fahrbahnbelegen keine Seltenheit. Am Rennrad wird der Speedkid sauber und unauffällig mitgezogen. Man merkt natürlich, dass man zweispurig unterwegs ist, zum Schlingern kommt es bei höheren Geschwindigkeiten aber erst bei schnellen Richtungswechseln.

Einkäufe, Proviant oder Spielsachen passen hinten in die Tasche.

Der Qeridoo Speedkid1 ist kompakt und nimmt dadurch nicht zuviel Platz ein.

Preis-Leistung: Top!

An seine Grenzen kommt der Anhänger jedoch auf Waldwegen mit Wurzeln und größeren Steinen. Hier merkt man deutlich die zu schwache Federung und das Straßenprofil der Reifen. Wir haben es versucht, sind dann aber schnell wieder auf die Straße gewechselt. Dafür ist der Speedkid schlicht nicht gemacht.

Meine Tochter war jedoch in der Babyhängematte, in der sie aufgrund ihres Alters noch unterwegs sein muss, während allen Touren sehr zufrieden und hat – wie gewohnt – hauptsächlich geschlafen. Ich habe jedoch gemerkt, dass sie häufiger wach wurde, als normalerweise in unserm Tout Terrain Singletrailer, vor allem wenn es mal etwas unebener wurde. Immerhin liegen hier aber auch 1000 Euro Unterschied im Preis.

Fazit

Für 430 Euro bietet der Anhänger genau das, was er verspricht. Für den Alltag und kleinere Ausfahrten auf der Straße oder befestigten Radwegen perfekt geeignet. Ordentlich Komfort und Flexibilität für das Kind.

Mehr Informationen beim Hersteller!

Positiv: Vielseitig, Gute Verarbeitung, Komfort, Belüftung, Fenster

Negativ: Starker Plastikgeruch am Anfang, Federungskomfort kommt an seine Grenzen, Farbliche Auswahl nicht gegeben

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