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Viele Menschen fahren mit dem Rad zur Arbeit.

„Mit dem Rad zur Arbeit“: Aktion läuft auch im Sommer 2020

Zur Arbeit radeln und Kilometer sammeln!

„Mit dem Rad zur Arbeit“: Aktion läuft auch im Sommer 2020

Auch 2020 findet die bundesweite Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" der Krankenkasse AOK und dem Fahrradclub ADFC statt. Ein paar Änderungen gibt es aber, die der aktuellen Corona-Krise geschuldet sind. Jetzt mitmachen!
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Radfahren ist gesund. Gerade das Pendeln zur Arbeit ist ideal, da man auf dem Fahrrad Stress abbaut und den Kopf frei bekommt. Interessanterweise treten die meisten Gesundheitseffekte des Radfahrens jedoch erst bei ganzjährigem Radeln auf. Arbeitnehmer, die das ganze Jahr über zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, sind durchschnittlich zwei Tage pro Jahr weniger krank als Auto- und ÖPNV-Nutzer. Das zeigte beispielsweise die Studie „Mobilität und Gesundheit“ von Juliane Kemen in Zusammenarbeit mit EcoLibro und der Universität Bonn.

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, mindestens 150 Minuten pro Woche körperlich aktiv zu sein. Wer das Fahrrad statt dem Auto nimmt, steht nicht im Stau und empfindet den Alltag weniger frustrierend. Parkplatzsuche gibts auch nicht, auch beim Einkauf in der Stadt nach der Arbeit. Es gibt also jede Menge Gründe, mit dem Fahrrad zu pendeln! Natürlich geht das auch ohne die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, aber sie kann motivierend wirken.

Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“

Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ gibt es bereits seit 19 Jahren und wird jedes Jahr von der Krankenkasse AOK gemeinsam mit dem ADFC durchgeführt, unterstützt von der Deutschen Verkehrswacht. Die Teilnahme ist ganz einfach: Registrierte Radfahrer bilden ein Team oder nehmen als Einzelperson teil. Sie notieren zwischen Anfang Mai und Ende August täglich ihre mit dem Fahrrad gefahrenen Kilometer. Wer auf 20 geradelte Tage oder mehr kommt, nimmt automatisch an der großen Verlosung am Ende statt.

Radfahren zu Corona-Zeiten

Auch in Zeiten von Corona ist Radfahren absolut sinnvoll. Es hilft gegen Bewegungsmangel und „Lagerkoller“, stärkt das Immunsystem und man entgeht damit öffentlichen Verkehrsmitteln (mehr dazu hier!). Das Fazit der Macher von „Mit dem Rad zur Arbeit“: „Radfahren im Sommer 2020 – nicht trotzdem sondern deshalb! Auch wenn Vieles anders ist.“

Es gibt für 2020 also einige Änderungen: Der offizielle Start wird auf den 1. Juni geschoben, findet also einen Monat später als üblich statt, und wird auch bis Ende September laufen. Möglicherweise sogar noch länger. Engagierte Radfahrer können aber auch schon ab Anfang Mai ihre Einträge in den Radkalender machen und diese gelten auch. Und noch ein Punkt hat sich verändert: Da viele Deutsche derzeit von zuhause arbeiten, sollen auch sie ihre Alltagsfahrten erfassen können. Es muss also nicht mehr der Pendelweg zum Arbeitsplatz sein.

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Teamgeist im Homeoffice

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Viele Menschen haben in der Corona-Krise das Rad für sich neu entdeckt – das ist eine großartige Entwicklung, sowohl für die Gesundheit als auch die Umwelt. Wir möchten dazu beitragen, dass sich der Trend zum Fahrradpendeln verstetigt und die Menschen Spaß dabei haben. Deshalb läuft unsere gemeinsame Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit‘ gerade auch im Corona-Jahr. Sogar wer zu Hause arbeitet, kann mitmachen und den Teamgeist erleben.“

Tolle Gewinne

Bei dem Gewinnspiel gibts wieder tolle Preise von Fahrradherstellern, Zubehörspezialisten und Touristikanbietern: Zum Beispiel E-Bikes von Fischer, Ortlieb-Fahrradtaschen, bunte Helme von Melon oder ein Abus-Schloss. Übrigens: Ob das Fahrrad ein Privatfahrzeug ist, oder geleast wird, ob es mit oder ohne Motor fährt – das alles spielt keine Rolle. Auch wer für eine Teilstrecke das Rad und für einen anderen Teil den ÖPNV nutzt, kann teilnehmen.

Hier gehts zur Aktion!

Begleitende Social-Media-Aktionen

Um an der Aktion teilzunehmen, wird kein Account bei Instagram, Twitter und Co. benötigt. Wer jedoch dort einen hat, kann bei den Social-Media-Aktionen von „Mit dem Rad zur Arbeit“ teilnehmen, die alle unter #MdRzA zu finden sind. Dort gibt es auch immer wieder extra Gewinnspiele, außerdem tauschen sich die Teilnehmer über ihren Radweg zur Arbeit aus.

ADFC fordert bessere Radinfrastruktur

In Deutschland werden nur etwa 11 Prozent aller Arbeitswege mit dem Fahrrad zurückgelegt – und diese Zahlen sind zuletzt sogar rücklläufig. Starke 65 Prozent der Arbeitswege fahren Pendler mit dem Auto, obwohl die Hälfte der Wege unter 10 km lang ist. Der ADFC ist überzeugt, dass bei einer besseren Radinfrastruktur viel mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit fahren würden, man die Zahl der Radpendler mehr als verdoppeln könnte. Dafür ist vor allem eins wichtig: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Wie der ADFC-Fahrraklima-Test immer wieder zeigt, fühlen sich Menschen in Deutschland unsicher beim Radfahren.

Stork: ÖPNV und Radwege zum Gruseln

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt dazu: „Die Hälfte aller Arbeitswege ist unter zehn Kilometer lang, knapp ein Drittel sogar unter fünf Kilometer. Es liegt also nicht immer an der Entfernung, dass die Menschen auf dem Weg zur Arbeit fast immer ins Auto steigen. Es liegt an den fehlenden Alternativen.“ Und er führt aus: „Wenn ÖPNV und Radwege nur zum Gruseln sind, dann nutzen die Menschen diese Alternativen nicht freiwillig. Damit wir viel mehr Menschen für die gesunde und saubere Alternative begeistern können, brauchen wir einladende Radwege im ganzen Land!“

„Mit dem Rad zur Arbeit“ im Video

Wir haben übrigens schon im Winter Trekkingräder der Saison 2020 getestet, vielleicht ist da auch das richtige Bike für Sie dabei! Mit einem guten Fahrrad fällt es deutlich leichter zu pendeln.

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