Daniel Pulvermüller auf einem frühen Liegerad von HP Velotechnik.
Jubiläum

HP Velotechnik feiert Jubiläum: 25 Jahre Liegeräder

HP Velotechnik wird 25!

Seit 25 Jahren gibt es die Liegerad-Manufaktur HP Velotechnik. Wie alles anfing und wie es weitergeht ... wir geben einen Überblick.
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Paul Hollants und Daniel Pulvermüller – zwei junge Männer aus Kriftel bei Frankfurt – begeisterten sich schon früh für innovative Fahrradtechnik. Bereits in der Schule gewannen sie den bundesweiten Wettbewerb JUTEC des Vereins Deutscher Ingenieure mit einem voll verkleideten Kabinendreirad (Bild siehe oben). Anfang 1993 kam es dann zur Gründung des Unternehmens HP Velotechnik.

Die Entwicklung

In den ersten Jahren lag der Fokus von Hollants und Pulvermüller klar auf dem Bau klassischer Liegeräder: einspurig, mal als Rennlieger und mal als Reiserad mit viel Platz für Gepäck. 2006 kam mit dem Modell Scorpion erstmals ein Liegedreirad dazu. Die Idee dahinter: Vorne zwei Räder zum Steuern des Dreirads, hinten eines zum Beschleunigen. Seit 2012 gibt es das Scorpion auch als S-Pedelec – es gewährt bis zu 45 km/h Tretunterstützung und greift auf Technik aus dem Automobilbau zurück. In diesem Jahr hat das Unternehmen Scorpion fs 26 S-Pedelec neu überarbeitet auf der Spezi vorgestellt. Es ist das erste Fahrzeug, welches die neuen EU-Vorschriften für ein Mehrspur-Fahrrad mit Tretunterstützung bis 45 Stundenkilometer erfüllt. Übrigens: Fast die Hälfte der Trikes verlässt heute als Pedelec die  Montagehalle.

HP Velotechnik: Die Firmengründer Daniel Pulvermüller und Paul Hollants.

HP Velotechnik: Die Firmengründer Daniel Pulvermüller und Paul Hollants.

Was ist das Besondere der Liegeräder von HP Velotechnik?

Ein besonderes Kennzeichen der Räder von HP Velotechnik: Sie lassen sich falten und sind damit transportabel. Die zweite Trike-Reihe, der Gekko, ist beispielsweise innerhalb von zehn Sekunden faltbar. Die Liegeräder vereint ein einzigartiger Fahrspaß mit Panorama-Aussicht sowie aerodynamische Vorteile: Alle Geschwindigkeitsrekorde von Fahrrädern werden von Liegerädern gehalten. Aber die Spezialräder sind auch ideal für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen mit normalen Fahrrädern nicht klar kommen. Zum Beispiel wegen Rückenproblemen, Gleichgewichts- oder Durchblutungsstören gerne auf Liegeräder und Trikes zurückgreifen.

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Fahrräder für Menschen mit Handicap

Heute liegt ein Schwerpunkt von HP Velotechnik auf Reharädern, also auf Fahrzeugen für Menschen mit Handicap. Ein echtes Highlight ist das Gekko fxs, welches mittlerweile als Medizinprodukt klassifiziert ist. Dieses mitwachsende Trike für Kinder (1,15 m bis 1,80 m Körpergröße) erhielt 2016 eine Hilfsmittelnummer durch den Spitzenverband der Krankenkassen.

HP Velotechnik präsentiert mit dem Scorpion fs 26 S-Pedelec das erste Speed-Trike.

HP Velotechnik präsentiert mit dem Scorpion fs 26 S-Pedelec das erste Speed-Trike.

Individuell in Kriftel gefertigt

Die Spezialräder werden alle in Kriftel montiert und zwar nach individuellen Kundenwünschen. 35 Mitarbeiter (darunter vier Auszubildende) produzieren rund 2000 Liegeräder pro Jahr, das Unternehmen ist damit Marktführer in Europa. 2017 wurde HP Velotechnik mit dem „Hessischen Exportpreis“ ausgezeichnet, einer gemeinsamen Auszeichnung von Land, Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer. Im gleichen Jahr erhielt HP Velotechnik den Deutschen Bürgerpreis als „Engagiertes Unternehmen“.

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