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E-Bikes sind auf dem Fahrardmarkt 2017 treibende Kraft.
Fahrradmarkt 2017: Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten

Aktuelle Zahlen und Fakten über den Fahrradmarkt

Fahrradmarkt 2017: Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten

Der Zweirad-Industrie-Verband stellte kürzlich die neuen Zahlen, Daten und Fakten zum deutschen Fahrradmarkt 2017 vor. Die Statistik zeigt unter anderem: Der Umsatz ist gestiegen, der Absatz liegt leicht unter Vorjahr. Hier gibt’s die wichtigsten Zahlen und Analysen.
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Die Analyse des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) untersucht rückblickend auch das Fahrradwetter in Deutschland. 2017 startete das milde, sonnige Wetter bereits sehr früh im Jahr – es folgten die wechselhaften und eher kühlen Monate April und Mai. Insgesamt ist das Wetter im Jahr 2017 aber durchaus als fahrradfreundlich zu sehen.

Wachsender Fahrradmarkt

Der Fahrradmarkt boomt. Nicht nur Räder und E-Bikes, sondern auch Komponenten und Zubehör aus Deutschland sind beliebt – im In- und Ausland schätzt man die Qualität und Innovationskraft der Produktion. Größter Anteil am Wachstum des Fahrradmarktes hat das E-Bike, welches immer mehr als Ersatz fürs Auto genutzt wird, von Privatpersonen aber auch von Betrieben. So ist der Umsatz an Fahrrädern und E-Bikes im Jahr 2017 auf 2,69 Mrd. Euro angestiegen, das ist ein Plus von 3,2 Prozent zum Vorjahr. Mit Teilen und Zubehör sieht es ähnlich aus, sodass ein Gesamtumsatz der deutschen Fahrrad-, E-Bike, Komponenten- und Zubehörindustrie von 5,4 Mrd. Euro geschätzt wird.

Qualität wird wichtiger

Interessant an den Zahlen ist, dass zwar der Umsatz gestiegen, der Absatz der Bikes jedoch leicht gesunken ist. Mit 3,85 Mio. Fahrrädern und E-Bikes liegt er jetzt 5 Prozent unter dem Vorjahr. Wie kann das sein? Zurückgeführt wird dies auf gestiegene Verkaufspreise. Kunden haben im Jahr 2017 durchschnittlich 698 Euro pro Fahrrad bzw. E-Bike ausgegeben, das ist um 8,6 Prozent mehr als noch 2016. Und 2010 beispielweise lag der Betrag noch bei durchschnittlich 460 Euro! Ein Trend in Richtung hochwertiger Ausstattung und damit längerer Nutzungsdauer ist daran deutlich zu erkennen. Günstige Fahrräder waren 2017 weniger nachgefragt als in den Vorjahren.

Das E-Bike ist Innovationstreiber

Besonders spannend ist die Entwicklung auf dem E-Bike-Markt: Mit 720.000 verkaufter Einheiten ist ein Zuwachs um 19 Prozent zu verzeichnen, dies überschreitet die Erwartungen des ZIV deutlich. Der Marktanteil von E-Bikes am gesamten Fahrradmarkt ist damit um 19 Prozent angestiegen. Und was treibt den E-Bike-Boom an? Der ZIV führt folgende Gründe an: „Hohe Modellvielfalt in allen Produktkategorien, herausragendes Design, innovative Weiterentwicklung in der Antriebs- und Batterietechnologie (Stichwort: Integration) sowie interessante, neue Geschäftsmodelle rund um das E-Bike (z.B. Leasing, Cargo oder Bikesharing).“

Sonderräder sind gefragter als zuvor

Der ZIV schätzt, dass es jetzt einen Bestand von 73 Mio. Fahrrädern bzw. E-Bikes in Deutschland gibt. Und welche Fahrradtypen sind gefragt? Es gibt einen leichten Rückgang bei City-/Urbanbikes, Trekkingrädern sowie Mountainbikes. Dafür wachsen die Kategorien E-Bikes sowie Sonderräder, also Cargobikes, Liegeräder und auch Singlespeed. Bei Kinder- und Jugendrädern, Renn- und Reiserädern bleibt der Markt stabil. Bei den E-Bikes werden übrigens vor allem Räder für die Stadt (38,5 Prozent), Trekkingbikes (35,5 Prozent) und E-MTBs (21,5 Prozent) verkauft.

Über den ZIV

Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. ist die nationale Interessenvertretung und Dienstleister der deutschen und internationalen Fahrradindustrie. Dazu gehören Hersteller und Importeure von Fahrrädern, E-Bikes, Komponenten und Zubehör.

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