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Continental, E-Bike-Motoren

E-Bike-Motoren: Markt konsolidiert sich – Bosch dominiert alles

Nach Conti-Aus: Die Zeit des Ausprobierens ist vorbei

E-Bike-Motoren: Markt konsolidiert sich – Bosch dominiert alles

Das Aus von Continental im Sektor der E-Bike-Motoren zeigt: Die Branche konsolidiert sich. Dabei darf sie allerdings Innovationen nicht vergessen.
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Ein Blick in unseren Großen ElektroRad-Test genügt. Wohin ich sehe: E-Bike-Motoren von Bosch. Mit gehörigem Abstand folgen Shimano und Alber. Dazu vereinzelt Panasonic, Yamaha, Brose, Fazua, Bafang, Neodrives. Exoten? Fehlanzeige. Nach dem Aus von Go SwissDrive und Continental ist die Zeit des Ausprobierens vorbei. Die Branche konsolidiert sich. Dabei darf sie aber die Innovation nicht vergessen.

Wir neigen alle dazu, vor allem auf unseren heimischen Markt zu blicken. Und tatsächlich ist Deutschland ein Mikrokosmos der gesamten E-Bike-Welt. Wir sind derzeit der größte Markt – mit Ausnahme von China. Da im Reich der Mitte aber vor allem Masse angesagt ist, darf sich Deutschland durchaus als die Innovationsmaschine der Pedelec-Welt sehen.

Dieser Status ist aber nicht in Stein gemeißelt. Denn wir beobachten derzeit zwei Bewegungen: Da ist zum einen das Pedelec selbst. Zu Beginn des Booms gab es zuerst einmal Cityräder, dann Tourenbikes. Inzwischen spreizt sich das Segment immer weiter auf in Cargobikes, E-Mountainbikes, Cross- und Rennräder, Reise-, Touren- und Trekkingräder sowie Stadtfahrräder und Urbanbikes, um nur einige zu nennen. Jeder findet seine Nische, auch wenn sie noch so klein ist.

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E-Bike-Motoren: Konsolidierung des Marktes

Die zweite Bewegung ist die Konsolidierung des Motorenmarkts. Go SwissDrive hat seinen Geschäftsbetrieb eingestellt. Continental folgt im Laufe des Frühjahrs. Andere wie Sachs, TQ, Oechsler und Mahle haben sich (noch?) nicht durchgesetzt, werden nur von wenigen Fahrradmarken verbaut. Kurz: Einige wenige haben sich am Markt etabliert, die anderen fristen ein Nischendasein oder verschwinden ganz.

Zurzeit profitiert davon der Kunde. Denn mit einem aktuellen E-Bike kauft er sich bewährte, haltbare, funktionierende Technik. Die aktuellen Motoren der führenden Hersteller sind meist langlebig, der Service ist engmaschig und gut.

Gefahr: Wenig Innovationen bei E-Bike-Motoren?

Bei einem so bereinigten Markt wie in Deutschland bleibt die Innovation aber schnell auf der Strecke. In anderen Ländern hingegen blüht sie gerade erst richtig auf. Wir sehen spannende Konzepte und neue Ideen.

Die deutschen Hersteller haben zurecht eine Vormachtstellung. Die zu behaupten bedarf aber großer Anstrengungen. Dass sich der Markt hierzulande konsolidiert, darf nicht dazu führen, dass sich Bosch, Brose und Co. ausruhen. Die Arbeit hat gerade erst begonnen.

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