S-Pedelecs sind besonders interessant für Pendler
Kaufberatung: S-Pedelecs im Test – welches soll ich kaufen?

Überflieger im Test

Kaufberatung: S-Pedelecs im Test – welches soll ich kaufen?

Mit 40 km/h über den Asphalt fliegen – so macht Rad fahren richtig Spaß! Wer möchte nicht mit seinem Rad so schnell unterwegs sein wie die Profis bei der Tour de France? Für Gelegenheitsradler ein schier unmögliches Unterfangen. Entweder man stürzt sich ins Fahrradtraining oder... ...man steigt auf ein E-Bike der sogenannten „Schnellen Klasse“: den sogenannten S-Pedelecs.
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Zunächst zur Begriffsdefinition: Bei einem herkömmlichen „Pedelec“ unterstützt der eingebaute Motor den Radfahrer bis zu 25 km/h, dann ist aus zulassungs- rechtlichen Gründen Schluss, wer schneller fahren will, muss ordentlich mit eigener Kraft weitertreten. Und man darf selbst weitertreten! Pedelecs der „Schnellen Klasse“ besitzen oftmals den gleichen Motor mit 250 Watt, ihre Elektronik regelt die Unterstützung aber nicht bei 25 km/h ab, sondern läuft bis etwa 40 km/h. Für diese schnellen, für Pendler und sportliche Fahrer bestens geeigneten Flitzer gelten eigene Spielregeln. Fahrer brauchen einen Führerschein, eine Zulassungsplakette wie ein Mofa (beinhaltet eine Haftpflicht- aber auch eine Diebstahlversicherung – gut so), es gilt Helmpflicht und sie dürfen nur außerorts auf dem Radweg fahren. Gesetzlich und vom Fahrgefühl her, sind es keine Motorräder sondern immer noch Fahrräder. Was uns gefällt.

VIER SCHNELLE S-PEDELECS

Dominiert wurde unser Testfeld der „Schnellen“ von Schweizer Rennsemmeln: Das puristische schwarze Power 48 et Comfort von Stromer, ganz ohne Spritzschützer und Gepäckträger aufs Wesentliche reduziert. Ebenfalls in Mattschwarz lackiert: das überaus stylische e.t. Comfort von Stöckli mit überdimensionalem Sitz und Sattelrohr. Elegant in Silber dekoriert: das Flyer S-Street DeLuxe. Kalkhoff zeigt der eidgenössischen Konkurrenz mit dem Pro Connect BS 10, was deutsche Ingenieurskunst auf die Wege bringt …

VIER UNTERSCHIEDLICHE KONZEPTE

Zwischen 3.199,- € und 4.390,- € werden für die vier Testprobanden aufgerufen – das hier ist keine Billigauktion. Dafür sind die S-Pedelecs viel zu aufwändig konzipiert und jedes ist eine Spezialität für sich. Beim Modell Power 48 verzichtet Stromer auf unnötigen „Schnickschnack“ und bietet Fahrspaß pur – ohne Schützer, Gepäck- träger und Federelemente. Das dadurch generierte geringe Gewicht macht sich mit spritziger Beschleunigung positiv bemerkbar. Auffallend sauber und geschickt verlegt sind Kabel, Brems- und Schaltzüge, bravo!

Stöckli setzt beim et Comfort auf Style und versenkt den Akku optisch gelungen im vielleicht etwas zu voluminös dimensionierten Sitzrohr. Hervorzuheben sind beim Stöckli die Anfahrhilfe bis 20 km/h und die dreistufige Rekuperation zur Energierückgewinnung.

Auffallend tourenverdächtig ist das silberne Flyer mit Panasonic-Mittelmotor: Sattelfederung für den Komfort und Anbringungsmöglichkeit für zwei (vorbildlich!) Flaschenhalter. Kalkhoff schickt uns als einziger Hersteller ein zugelassenes Modell an den Start: Prima mitgedacht! Das mit einem konventionellen Diamantrahmen aufgebaute Pro Connect BS 10 besitzt als einziges „Schnelles“ eine Federgabel für den Komfort.

ENORM WICHTIG BEI S-PEDELECS: GUTE BREMSEN

Für die Sicherheit von S-Pedelecs der „Schnellen Klasse“ sind Bremsen mit erstklassiger Verzögerung enorm wichtig. Flyer, Kalkhoff und Stöckli vertrauen auf hydraulische Magura-Scheibenbremsen. Die MT 4 ist – das zeigen unsere Tests – eine der besten Scheibenbremsen! Stromer verbaut ebenfalls eine hydraulische Scheibenbremse. Diese kommt von Shimano und kann sich ebenfalls empfehlen.

DIE QUAL DER WAHL

Für welches der getesteten „Schnellen“ man sich entscheidet, hängt im Wesentlichen vom persönlichen Anspruch (und Geldbeutel) ab. Die folgenden Testbriefe erklären den Charakter der „Schnellen“…

Kalkhoff Pro Connect BS 10 DL

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