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Bikesharing: Welche Anbieter sind besonders gut?

Wer hat die besten Leihräder? StiWa hats getestet

Bikesharing: Welche Anbieter sind besonders gut?

Sich mal eben ein Leihrad schnappen - das wird immer populärer. Sechs Anbieter von Bikesharing hat jetzt die Stiftung Warentest geprüft. Der Test zeigt: Nicht jeder stellt sichere Fahrräder zur Verfügung.
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Nextbike, Call a Bike, Donkey Republic und Limebike: Es gibt immer mehr Anbieter für Leihfahrräder in Deutschland, viele von ihnen sind bundesweit nutzbar. Bikesharing boomt – denn bei Touristen als auch bei Pendlern ist die praktische Ausleihe eines Fahrrad sehr beliebt. Dies läuft meistens per App und ganz unkompliziert. Aber sind die Räder auch verkehrssicher? Kann man sie bedenkenlos ausleihen? Die Stiftung Warentest hat sechs Anbieter geprüft.

Zwei Anbieter stechen positiv hervor

Das Ergebnis ist ernüchternd: Vier der sechs getesteten Anbieter kümmern sich nicht ausreichend um die Sicherheit seiner Leihfahrräder. Probleme gibt es vor allem bei den Bremsen, die oft nur unreichend funktionieren. Am besten schnitten die beiden großen Anbieter Nextbike und Call a Bike (Deutsche Bahn) ab: Ihre Räder sind besonders sicher, auch der Datenschutz ist akzeptabel. Beide Unternehmen bekommen die Note Gut.

Bikesharing: Nicht alle Leihfahrräder sind sicher

Die anderen vier Anbieter von Bikesharing sind beim Test der Stiftung Warentest komplett durchgefallen. Geprüft wurden neben der Bremsfunktion die Kennzeichnung des zulässigen Gesamtgewichts, Verarbeitung und Luftdruck im Reifen. Einige Leihfahrräder waren außerdem beschädigt. Neben diesen funktionalen Checks prüfte das Team auch Apps und Websites der Anbieter. Dabei fiel vor allem der mangelnde Datenschutz auf: Apps übermitteln deutlich mehr Daten, als für ihre Funktion erforderlich ist. Auch die Nutzerfreundlichkeit war oft ungenügend, bei ausländischen Unternehmen gab es einige Texte wie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen beispielsweise nur auf Englisch oder in sehr schlechter Übersetzung.

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Ausländische Anbieter in der Kritik

Schon im vergangenen Jahr gab es Unmut über die ausländischen Anbieter von Leihfahrrädern. Die Kritik an Obike, Mobike und Co: Städte würden regelrecht „überschwemmt“ mit Rädern, diese stünden überall im Weg herum, keiner kümmere sich um ihren Zustand und die Wartung. Mit Obike war sowieso bald Schluss, das erst ein Jahr zuvor gegründete Unternehmen aus Singapur meldete im Juli 2018 Insolvenz an, die Räder stehen seither ungenutzt herum. Das Unternehmen ist weder für die Presse noch für zuständige Stadtverwaltungen erreichbar.

Die Besten: Nextbike und Call a Bike

Die Stiftung Warentest empfiehlt nach ihrem ausführlichen Check, die beiden Anbieter Nextbike und Call a Bike zu nutzen. Beide bieten das höchste Maß an Sicherheit bei den Rädern und den Apps. Die Leihfahrräder werden regelmäßig gewartet, befinden sich also meist in einem guten Zustand.

Tipps für die Nutzung von Leihrädern

Bikesharing ist eine tolle Idee, weil es Fahrräder quasi überall verfügbar macht. Egal, ob man in einer fremden Stadt ist oder im Heimatort eine Etappe radeln will. Bevor man ein Rad leiht, sollte man jedoch das Bike testen: Funktionieren Bremsen und Licht? Ist der Luftdruck in Ordnung? Wirken Gepäckbefestigung und Radschützer robust und unbeschädigt? Bei E-Bikes sollte zusätzlich der Akku inspiziert werden. Und, na klar: Sattel richtig einstellen!

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