Ob Pedelec oder Fahrrad ohne E: Radfahren ist gesund.
Studie

Pedelec vs. Fahrrad – beides hält jung und fit. Das untersucht eine neue Studie

Pedelec-Fahren hält jung - Beweisen Sie es!

Dass Radfahren gesund ist, ist klar. Doch führt Pedelec-Fahren zu den gleichen positiven Effekten? Eine große Studie soll dem Thema nachgehen und vergleicht Fahrrad- und E-Bike-Fahrer. Es werden noch Studienteilnehmer gesucht!
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Sport hält fit und macht jung. Zu dieser Überzeugung ist der Hannoveraner Professor Uwe Tegtbur in mehreren Studien mit vielen Hundert Teilnehmern gelangt. Dass auch das Fahren mit Pedelecs zu diesen positiven Effekten führt, will der niedersächsische Sportmediziner nun in einer großangelegten Studie bestätigen. Dazu sucht Tegtbur Testfahrer mit eigenem Fahrrad – mit und ohne Elektromotor.

Erste Ergebnisse zeigen: Auch E-Bike-Fahren ist sportlich

2016 schon hatte Tegtbur sowohl Pedelec- als auch klassische Radfahrer untersucht. Zwar waren mit 101 Teilnehmern und einer Testphase von nur zwei Wochen die Ergebnisse eher grob. Aber schon da zeigte sich, dass Personen, die eine identische Strecke mit Pedelec oder klassischem Fahrrad gefahren waren, von der körperlichen Belastung nicht sehr weit auseinander lagen, erklärte Tegtbur dem Wochenmagazin „Die Zeit“. Mithilfe von 1200 Teilnehmern will er diese Ergebnisse derzeit großangelegt bestätigen.

Anmeldung direkt beim Institut für Sportmedizin

800 E-Biker und – als Referenzgruppe – 400 Radfahrer ohne Elektrorad sollen möglichst repräsentative Ergebnisse liefern. Insbesondere vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Verkäufe von E-Bikes und den regelmäßig kolportierten erhöhten Unfallgefahren durch die höhere Geschwindigkeit auf dem Pedelec müsse dieses Feld erforscht werden. Denn die Studienlage gerade der positiven Effekte des Elektroradfahrens sei dünn. „Bis heute ist noch keine Studie zum Präventionspotenzial von E-Bikes publiziert“, sagt Professor Tegtbur. „Das wollen wir hier von Hannover aus ändern.“

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Zwei Testzeiträume innerhalb eines Jahres

Die Teilnehmer werden zwei und zwölf Monate nach dem Fahrradkauf für jeweils vier Wochen mit einer Sportuhr am Handgelenk ausgestattet. Sie zeichnet die Herzfrequenz, außerdem Geschwindigkeit und Fahrzeit auf. Weitere Daten werden über einen Fragebogen ermittelt. Teilnehmen kann jeder Erwachsene, der kürzlich ein Fahrrad oder Pedelec erworben hat, oder der kurz davorsteht, eines zu kaufen. Am Ende der Studie erhält er eine detaillierte Auswertung seiner Daten. Anmeldungen nimmt die Medizinische Hochschule Hannover auf ihrer Website entgegen.

WHO empfiehlt 150 Minuten Bewegung pro Woche

Hintergrund: Sowohl die Weltgesundheitsorganisation als auch eine nationale Kommission im Auftrag der Bundesregierung empfehlen 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche. Ein Richtwert, auf den Tegtbur eine Studie unter eher unsportlichen Kollegen an der Medizinischen Hochschule Hannover aufgebaut hat. Das Ergebnis: Die Mitarbeiter zeigten eine verbesserte körperliche Leistungsfähigkeit, außerdem hatten sich die Zellen der Probanden verjüngt. Obwohl die Teilnehmer viele verschiede Möglichkeiten zur sportlichen Aktivität hatten, etwa Schwimmen und der kostenlose Besuch des klinikeigenen Fitnessstudios, entschieden sich die meisten fürs Fahrradfahren. Darum, so Tegtbur, liege es nahe, auch die gesundheitlichen Folgen des Pedelec-Fahrens genauer unter die Lupe zu nehmen.

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