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Stadträder, Test, Kaufberatung

Stadträder 2020 im Test: Kaufberatung und Bewertung

Stadträder der Saison 2020 im Test: Spaßige Städter

Stadträder 2020 im Test: Kaufberatung und Bewertung

Räder für die Stadt teilen sich auf: in klassische Stadträder, die Alltagstauglichkeit, Komfort und Lademöglichkeit vereinen und in Urbanbikes, die durch sportive Fahrperformance und moderne Optik neue Zielgruppen und Pendler ansprechen. Stadträder für die Saison 2020 im Test: fünf Modelle, dazu ein Kinderrad und ein Faltrad, das Mobilität lebt.
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Bei uns im aktiv Radfahren-Keller stehen Stadträder und Urbanbikes dicht an dicht. Sie zu unterscheiden, fällt auch uns nicht leicht, weil den Herstellern bei der Konzeption ihrer Modelle oftmals auch die Trennschärfe fehlt. Doch es gibt Indikatoren für Stadträder, die sie kennzeichnen: Meist besitzen sie eine gekapselte NoProblem-Nabenschaltung, die nahezu wartungsfrei ist. Außerdem bietet diese den Herstellern die charmante Möglichkeit, ein Rad mit Rücktrittbremse zu konzipieren, was der älteren Kundschaft nach wie vor wichtig ist.

Unser Blick schweift vom Heck vor zur Gabel: Stadträder besitzen fast immer eine Federgabel, die Komfort verheißt, ruppiges Pflaster glattbügelt und übersehene Fahrbahnkanten folgenlos machen kann.

Stadträder: Kennzeichen Komplett-Ausstattung

Ein Stadtrad besitzt zudem eine Ausstattung der Marke „Alles drin, alles dran“. Die Kette kann beispielsweise einen Voll- oder Teilkettenschutz besitzen, die Lenker sind meist ­höhenverstellbar (was mit einer Schaft-Klemmung besonders leicht geht/oder einem Schnellspann-Hebel wie beim Cortina Mozzo Pro). Die Sättel sind großvolumig und etwas weicher in der Polsterung, was der aufrechteren Sitzposition von Stadtradlern entspricht. Sie ist zwar weniger (aero)dynamisch, garantiert aber viel Verkehrsübersicht – wichtig beim Einsatz nicht nur in der Großstadt.

Zudem merkt man den Stadträdern an, dass sie stark auf Alltagstauglichkeit getrimmt sind. Hier sind die Radschützer nicht etwa nur schlanke Bleche. Sondern konisch gebogen und vor allem lang ausgeführt. Manche bieten darüber hinaus noch verlängernde Spoiler.

Ebenfalls typisch für Stadträder können die verbauten Ständer sein, die manchmal an puristischen Urbanbikes sogar fehlen. Mittelbauständer sind zwar von den Herstellern einfach im Tretlagerbereich zu montieren. Weil aber der abstehende Standfuß beim Rückwärts-Herau­sschieben aus einer Parkreihe den rückrotierenden Kurbeln im Weg stehen kann, ist für uns ein Hinterbauständer die bessere Wahl.

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Bremsen bei Stadträdern

Auch bei den Bremsen bieten manche Stadträder eine starke Alternative zu den immer häufiger verbauten Scheibenbremsen. Klassische V-Bremsen können durchaus gut verzögern. Hersteller, die diese verbauen, haben den Vorteil, dass sie ihren Kunden ein preisattraktives Fahrrad anbieten können. Wir präferieren Stadträder mit hydraulischen Felgenbremsen von Magura. Sie bremsen auch bei Nässe überragend.

Insgesamt gibt es gute Gründe, sich für ein Stadtrad zu entscheiden. Auch weil hier – dank eines guten Gepäckträgers – die Mitnahmemöglichkeiten besser sind als bei Urbanbikes, bei denen die Heckträger oft puristisch ausfallen. Oder ganz fehlen.

Diese fünf Stadträder haben wir beim Megatest 2020 getestet

Marke Modell UVP Prädikat
Prophete Genießer City Bike 28“ 20.BTC.20 549 Euro
Falter C 4.0Testbrief 679 Euro Preis-Leistung
Green‘s BexleyTestbrief 729 Euro
Batavus SuaveTestbrief 899 Euro
Cortina Mozzo ProTestbrief 1599 Euro Kauftipp

Die getesteten Stadträder in der Bildergalerie

Prophete Genießer City Bike 28

Prophete Genießer City Bike 28" 20.BTC.20

Falter C 4.0, Test, Kaufberatung, Stadträder, Megatest

Falter C 4.0

Green's Bexley, Test, Kaufberatung, Stadtrad

Green's Bexley

Batavus Suave, Test, Kaufberatung

Batavus Suave

Cortina Mozzo Pro, Test, Kaufberatung, Megatest

Cortina Mozzo Pro

Spannende Testräder

Liebhaber von ungewöhnlichen Rädern und interessanten Detaillösungen möchten wir auf das spannende Cortina Mozzo Pro hinweisen. Man spürt dem Rad an, dass es aus den Niederlanden kommt. Dass man den Lenker spontan mehrdimensional und ganz ohne Werkzeug verstellen kann, begeistert im alltäglichen Gebrauch ebenso wie der verbaute Riemenantrieb (statt öliger Kette) und die Tatsache, dass unter dem Vorbau ein USB-Anschluss versteckt ist. Man kann hier das Smartphone via Nabendynamo – also während der Fahrt – rechtzeitig aufladen, bevor es seinen Dienst einstellt.

Falter, die Marke der Bico-Händler, hat gleich zwei Modelle am Start, die sich durch faire Preise auszeichnen, aber auch durch eine hohe Varianz von Rahmen-Variablen und vielen Rahmen-Größen, die es sonst selten gibt. Schon allein dies verdient Applaus.

Liebhaber von Retro-Rädern werden beim Anblick des Prophete Genießer City Bike begeistert in die Hände klatschen. Wir hatten Freude nicht nur an der Optik – auf die Passanten übrigens stets mit einem Lächeln reagieren. Sondern auch an dessen Front-Träger, der uns beim Einkauf eine zusätzliche Belade-Alternative bieten kann. Eigentlich sollten viel mehr Räder mit Front-Träger ausgestattet sein. Viel Freude machte uns auch das Green’s Bexley, ein schönes Beispiel für eine moderne Stadtrad-Interpretation, die viel Fahrspaß garantiert.

Kinderrad von Prophete

Außerdem präsentieren wir Ihnen im Megatest 2020 zwei besondere Modelle. Das Catch-Up von Prophete ist ein Kinderrad (für Buben in Blau, für Mädchen in Himbeere), das die Sicherheits- und „Problemlos im Umgang“-Ansprüche von Eltern erfüllt (kein abstehender Schaltarm, da Schaltnabe, Rücktrittbremse, wenn das Kind Abbiegezeichen per Hand geben und bremsen muss) und preislich fair erscheint.

Und dem kindlichen Freiheitsdrang nach der Schule Raum gibt: Es besitzt nämlich fette Reifen mit feinem Stollenprofil. Das bei Gelände-Ausritten „festen Grip garantiert“, sagt unser Co-Tester Leopold, bald elf Jahre alt und eigentlich eher ein Mountainbike-Fan.

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Kinderrad beim Megatest 2020

Marke Modell UVP Prädikat
Prophete Catch-up Kids Bike 24“ 329 Euro

Faltrad von Tern

Den absoluten Höhe- und Schlusspunkt im Test markiert ein Faltrad: das BYB P8 von Tern, dem wohl innovativsten Faltradhersteller der Welt. Es besitzt einen mehrfach geteilten Rahmen, der eine unglaublich einfache und höchst intuitive Faltweise ermöglicht. Seine „TriFold-Technology“ mit zwei Faltgelenken am Rahmen soll ein um 30 cm kleineres Faltmaß ermöglichen als herkömmliche 20“-Falträder.

Es ist einfach in der Größe verstellbar, sodass kleine Personen ab 147 cm Körpergröße bis Menschen mit 195 cm-Gardemaß damit fahren können. Zulässiges Gesamtgewicht: fast 120 Kilo! Es läuft wie ein normales, großes Bike. Im Faltzustand befindet sich die Kette nicht seitlich, sondern zwischen den Reifen, sodass man sich beim seitlichen Tragen die Hosenbeine nicht verschmutzt. Es lässt sich wie ein Trolley hinterherziehen, parkt hochkant im Redaktionszimmer oder neben dem Sideboard in der Wohnung: Auflage-Punkte am Träger-Heck machen es möglich.

Faltrad beim Megatest 2020

Marke Modell UVP Prädikat
Tern BYB P8Testbrief 1295 Euro Kauftipp

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