Mavaro Neo 1: Cannondale präsentieren High-Tech E-Bike

Mavaro Neo 1: Neues High-Tech E-Bike für die Stadt

Mavaro Neo 1: Cannondale präsentieren High-Tech E-Bike

Bislang war das Angebot von Cannondale E-Bikes auf dem Markt für City- und Urbanbikes überschaubar. Das ändert sich jetzt, denn die US-Amerikaner erweitern ihr Portfolio um die Mavaro Neo Baureihe. Dabei werden in puncto Komfort, Antrieb und Sicherheit beeindruckende Ausrufezeichen gesetzt - und der Fahrspaß ist bereits nach wenigen Metern riesengroß. Ein Erfahrungsbericht von unserem Redakteur Tobias Jochims.
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Das warten hat ein Ende. Endlich. Ein Anruf von unserem Werkstattleiter setzt das Startsignal: Das Mavaro Neo 1 von Cannondale steht zur ersten weltexklusiven Testrunde abfahrbereit vor dem Firmengebäude. Schnell ziehe ich mir meine Jacke an, schnappe mir den Fahrradhelm und eile durchs Treppenhaus hinunter. Dann steht es vor mir – und lässt mich ein paar Sekunden eindrucksvoll erstaunen.

Als erstes fallen mir die modernen farblichen Akzente des urbanen E-Bikes auf. Ein stilvolles Metallgrau als Grundfarbe, ein grell-auffallendes Orange an den Kettenstreben sowie dem Unterrohr. Verdammt cool sieht das aus, perfekt für eine erste Testfahrt Richtung Innenstadt.

Headshock Federgabel überzeugt

Angefangen von einem tiefen sowie breiten Einstieg, überzeugt mich nach den ersten gefahrenen Kilometern die Headshock Federgabel. Das manchmal nicht vermeidbare Auf- und Abfahren über Bordsteinkanten wird sehr angenehm abgefedert. Mit leichten 1.550 Gramm sowie einem 50 Millimeter Federweg entsteht ein Fahrkomfort, den ich auf Anhieb zu schätzen weiß.

Beim Überqueren der Straße und Nutzung des Fahrradweges, während parallel der Autoverkehr an mir vorbeirauscht, sorgt der zu mir gedrehte Lenker für eine aufrechte Sitzposition, aus der heraus ich eine gute Verkehrsübersicht wahre. Ich fühle mich jederzeit sicher, der robuste Aluminium Rahmen und ruhige Geradeauslauf des Mavaro Neo 1 tragen ebenfalls dazu bei.

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Als weiteres Komfortelement erweist sich schnell die hochwertige Sattelstütze, die sensibel reagiert und Unebenheiten auf dem Asphalt angenehm abfedert. Die Testfahrt durch die Innenstadt könnte angenehmer kaum sein. Ebenfalls überzeugt mich die Griffigkeit der Big Ben Schwalbe Reifen, die von schmalen Schutzblechen aus Aluminium abgedeckt werden. Regen bleibt mir glücklicherweise erspart. Zweifel daran, dass mich die Bleche vor Spritzwasser ausreichend schützen würden, kommen nach einer genaueren Inspizierung an der nächsten roten Ampel nicht auf.

Zahlreiche Features bietet das Bosch Kiox Display

Zahlreiche Features bietet das Bosch Kiox Display

Der leistungsstarke Performance Line CX Antrieb von Bosch

Der leistungsstarke Performance Line CX Antrieb von Bosch

Der lautlose, wartungsfreie und langlebige Gates-Riemen

Der lautlose, wartungsfreie und langlebige Gates-Riemen

Performance Line CX von Bosch

Als die Ampel kurz darauf auf Grün umspringt bekommt der Mittelmotor seine große Bühne, mich von seiner Leistungsstärke zu überzeugen. Ausgestattet mit dem aktuell stärksten Antrieb der Schwaben, dem Performance Line CX (Generation 4), ziehe ich kraftvoll davon. Zügig, aber zu keiner Zeit zu abrupt oder ungleichmäßig. So macht Anfahren Spaß – und der Ärger über rote Ampeln wird verschwindend gering.

Im Gegenteil: Anfahren und mit Unterstützung des einsetzbaren Power Tube 625 Akkus in die Pedale treten lässt mich stets schnell vom Fleck kommen. Kombiniert mit einer stufenlosen Enviolo Nabenschaltung, die per Drehgriff bedient wird, bewegt sich Cannondale hier im obersten High-Tech-Level. Nicht zuletzt durch den Antrieb mit einem lautlosen Gates-Riemen.

Cannondale Mavaro Neo 1

Großer Fahrspaß auf der weltexklusiven Testfahrt des Mavaro Neo 1

Garmin Warnsystem als E-Bike Neuheit

Ein absolutes Highlight meines Gefährts ist das automatische Warnsystem vor rückwärtigem Verkehr. Auf dem Garmin Varia Systems basierend werde ich mittels einer zusätzlichen LED-Anzeige am Lenker gewarnt. Zeitgleich erhöht sich die Helligkeit des Rücklichts beim Näherkommen. Durchweg sicher fühle ich mich auch beim Bedienen der 180 Millimeter breiten hydraulischen Scheibenbremsen. Mit seinem überdurchschnittlich hohen Gewicht von 30 Kilogramm kommt das Mavaro Neo trotzdem sofort und zielsicher zum Stehen.

Für ein weiteres Plus in puncto Sicherheit sorgt das am Steuerrohr eingelassene Tagfahrlicht, welches von einer automatisch gesteuerten LED Beleuchtung ergänzt wird. Ebenfalls am Steuerrohr eingelassen ist ist die Ladebuchse für die Batterie. In angenehm guter Höhe, so dass ich mich später beim Wiederaufladen nicht unnötig bücken muss.

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Dass das Mavaro Neo 1 bestens für den Stadtverkehr und die Alltagsnutzung gerüstet ist, sieht man auch daran, dass es kompatibel mit Körben, Taschen oder vielen anderen Features von Racktime oder Atranvelo Trägern ist. Kinder kann man einfach dank HDT-System von Tubus transportieren. Ein Speichenschloss ist ebenfalls vorhanden.

Urbanes E-Bike der Spitzenklasse

Dann neigt sich meine erste Testfahrt dem Ende zu, schade eigentlich. Der in der Ebene bis über 100 Kilometer Reichweite ausgelegte Akku hat gerade einmal ein Drittel seiner Power verbraucht. Es wird aber Zeit diesen Testbericht zu Papier zu bringen. Und von einer großartigen Jungfernfahrt des Mavaro Neo 1 von Cannondale zu berichten. Der große Fahrspaß und der hohe Sicherheitsaspekt haben mich überzeugt. Das E-Bike hat mich mit seiner starken Fahrleistung, auch an kleinen Anstiegen, erfreut und mit seinem automatischen Warnsystem überzeugt.

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