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Die neuen Bremsbeläge von Magura packen auch ohne Albgrasanteil sicher zu.

Magura: Bremsbeläge nicht mehr aus Gras

Magura stellt auf Metallbremsen um

Magura: Bremsbeläge nicht mehr aus Gras

Magura aus Bad Urach auf der schwäbischen Alb stellt neue MAX Bremsbeläge auf Sinterbasis vor. Erstmals sind damit Bremsbeläge für Fahrrad-Scheibenbremsen also hauptsächlich aus Metall. Die Umstellung betrifft das gesamte Sortiment. Grund dafür ist die schlechte Rohstoffverfügbarkeit zur Herstellung organischer Beläge. Denn bisher waren die Magura-Bremsbeläge vor allem aus Gras.
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Seit Gründung der Fahrradsparte setzt Magura auf organische Bremsbeläge. Diese Ära geht nun zu Ende: Ab sofort sind nur noch Sinterbeläge für alle Modelle der MT Next Baureihe erhältlich. Grund für die Umstellung ist nach Angaben der Bremsen-Pioniere aus Bad Urach die schwierige Rohstoffverfügbarkeit zur Produktion organischer Bremsbeläge. Hergestellt werden diese ausschließlich aus regionalem, saftigem Albgras.

Der Bremsen-Rohstuff wuchs bisher quasi vor der Haustür

Albgras vor der Magura-Zentrale in Bad Urach.

Albgras ist der perfekte Bremsbelag-Rohstoff

Die Verwendung von importiertem Gras, das nicht von der Schwäbischen Alb stammt, kommt laut Magura nicht in Frage: „Ganz zu Beginn des Fahrradgeschäfts haben wir mit unterschiedlichen Grassorten rumexperimentiert“, erklärt Jochen Coconcelli, Leiter Entwicklung. Dabei haben die Schwaben festgestellt, dass das Albgras die perfekte Zusammensetzung für die Produktion von Bremsbelägen habe. „Der Feuchtigkeitsanteil liegt in der Regel bei circa 15 Prozent, zudem verbinden sich die besonders langfaserigen Grasfollikel sehr gut miteinander. Da haben wir gesagt: nie wieder anderes Gras.“

Maguras Hauptlieferant Tröster hatte im extrem trockenen Sommer 2018 Probleme mit dem Rohstoff Gras.

Maguras Hauptlieferant Tröster hatte im extrem trockenen Sommer 2018 Probleme mit dem Rohstoff Gras.

Missernte wegen des heißen Sommers lässt Maguras Produktion einbrechen

Aufgrund des heißen Sommers im vergangenen Jahr, kam es aber großflächig zu Missernten. Unter anderem war auch Hauptlieferant Tröster von der Dürre betroffen. Als Reaktion auf die verschlechterte Rohstoffverfügbarkeit weiche Magura nun auf gesinterte Bremsbeläge aus, die hauptsächlich aus Metall bestehen. „Die Dürre stellt uns vor produktionstechnische Herausforderungen, die wir angehen müssen. Ein erster Schritt ist die Unabhängigkeit vom Albgras, da Dürren wie 2018 laut Experten eine Folge des Klimawandels sind und künftig vermehrt auftreten werden“, sagt Coconcelli. „Mit Sinterbelägen sind wir vorerst auf der sicheren Seite.“

Jochen Coconcelli hat die Trendwende hin zu Sinterbelägen eingeleitet.

Konstrukteur Jochen Coconcelli befürchtet, dass bei weiterer Klimaerwärmung das Bremsengeschäft insgesamt vor dem Aus steht.

Sollte die globale Erderwärmung in den nächsten Jahren aber soweit ansteigen, dass Metall an der Luft zu schmelzen beginnt, drohe laut der Schwaben sogar das Ende des Bremsengeschäfts insgesamt – bei fehlenden neuen Techniken zum Bremsen stünde dann die gesamte Mobilität jenseits des Zu-Fuß-Gehens vor dem aus!Neben Bremsen ebenfalls von den veränderten Außentemperaturen betroffen: Schmiermittel und E-Bike-Akkus!

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Keine Einbußen bei der Magura-Bremsperformance

Trotz Umstellung der Beläge müssen Kunden keine Einbußen bei der Bremsperformance ihrer MT Scheibenbremsen befürchten. Ein besonders aggressives Profil der neuen 7.MAX und 8.MAX Sinterbeläge stellt auch zukünftig die bewährte MT-Bremspower sicher. Um Fading in Zeiten der Klimaerwärmung trotz warmer Außentemperaturen zu verhindern, sorgt eine interne Belüftung des Belags entlang der Zacken für eine noch bessere Hitzebeständigkeit der Bremse. Die neuen MAX Bremsbeläge sind noch rechtzeitig vor Eintritt des Sommers ab Mai in ausgewählten Fahrradläden erhältlich.

Eine Weltsensation: Magura 7.MAX

Maguras Bremsbelag 7.MAX besteht als erster Belag aus dem Hause Magura zum Großteil aus Metall. Eine Weltsensation!

 

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