Gravelbikes, Test, Kaufberatung

Gravelbikes 2025 im Test: Räder für Straße und Schotter

Allround und Offroad

Gravelbikes 2025 im Test: Räder für Straße und Schotter

Gravelbikes sind robust, geländegängig und vielseitig: zum Pendeln, Touren, Bikepacking und Wettkampf. Die Variabilität macht diese Fahrradgattung extrem beliebt. 16 Modelle ab 2199 Euro haben die Kollegen der RennRad genau unter die Lupe und auf die Piste genommen.
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Egal ob morgens in die Arbeit, auf der Feierabendrunde oder bei der Bikepackingtour durch die Alpen, Gravel­bikes sind die eierlegenden Wollmilchsäue der Fahrradszene: leicht, elegant und trotzdem robust.

Beim Gravelbike lassen sich die potenziellen Einsatzgebiete auch anhand der Reifenbreite und des Stollenprofils erkennen. Die schmalsten in diesem Testfeld von 16 Gravelrädern verbauten Pneus messen 36, die weitesten 50 Millimeter. Schon diese Spreizung zeigt, dass sich die Radgattung immer weiter ausdifferenziert. Sechs Modelle haben 40, sieben 45 Millimeter breite Pneus montiert.

Einige Test-Räder erinnern von ihrer Geometrie und Ausrichtung her an Allroad-Rennräder beziehungsweise an Cyclocrosser. Bei anderen liegt der Fokus klar auf der Langstrecke – und stärker auf Parametern wie der Robustheit, der Geländegängigkeit und des Dämpfungskomforts. So rollt etwa das Bombtrack Beyond AL auf 50 Millimeter breiten, stark profilierten 29-Zoll-WTB-Ranger-Mountainbike-Reifen. Der robuste Beyond-Aluminium-Rahmen weist zahlreiche Anschraubpunkte, etwa für Zusatzflaschenhalter, Schutzbleche und Gepäckträger, auf. Die Übersetzung ist mit einem 36er-Kettenblatt vorne und einer 11-42-Kassette einsteigerfreundlich und voll bergtauglich gewählt.

Am anderen Ende des Ausrichtungsspektrums – dem sportiv-agil-racigen – ist etwa das Specialized Crux DSW angesiedelt. Mit einem Stack-to-Reach-Wert von 1,45 ist die Sitzposition sportiv, gestreckt und überhöht. Das Crux wiegt fast zwei Kilogramm weniger als das Bombtrack Beyond AL und rollt auf 38 Millimeter „schmalen“ Pathfinder-Pro-2BR-Reifen.

Gravelbikes, Test, Kaufberatung

Diesen Test haben die Kollegen unseres Schwestermagazins RennRad durchgeführt

Gravelbikes im Test: Rahmen-Material & Preis-Leistung

Noch einmal zwei Millimeter schmaler sind die Challenge-Gravel-Grinder-Pro-Pneus am Gunsha ATR 4.0 PX. Es ist mit 8,19 Kilogramm zugleich das leichteste Modell in diesem Vergleich. Mitverantwortlich für das Leichtgewicht sind der nur etwa 1340 Gramm schwere Gunsha-TR-1350-Aluminum-Laufradsatz und Campagnolos neueste Gravel-Gruppe Ekar GT. Nur noch fünf der Test-Modelle sind mit Zweifach-, elf mit Einfach-Gruppen ausgestattet. Ein Rad schaltet elektronisch, die 15 übrigen mechanisch. Die meistverbaute Gruppe: die Shimano GRX. Ihre Varianten sind an acht der 16 getesteten Gravelbikes verbaut.

Neun der sechzehn Testräder basieren auf einem Carbon-, sechs auf einem Aluminium-Rahmen. Der Kleinserien-Hersteller Pure Bros setzt beim Expro 800 auf einen Rahmen aus Stahl. Der Werkstoff steht für Robustheit, Korrosionsbeständigkeit, Langlebigkeit. In der Regel geht ein Stahl-Rahmen jedoch auch mit einem deutlich höheren Gewicht einher. Dass dies nicht immer der Fall ist, zeigt unser Testfeld. Je zwei Carbon- und Aluminium-Modelle sind schwerer als das Expro 800: das Bulls Machete 2, das Megamo West 10, das Bombtrack Beyond AL und das Rondo Ruut AL. Die Preise: 2999, 2799, 2199 beziehungsweise 2499 Euro.

Das Rondo ist eine Besonderheit in diesem Testfeld: Als einziges Modell verfügt es über ein variables Gabel-Ausfallende. Je nach dessen Montage-Ausrichtung bietet das Ruut AL einen kürzeren Radstand oder einen größeren Nachlauf an der Gabel – eine höhere Agilität oder mehr Laufruhe. Es steht damit stellvertretend für die Ausrichtungs-Vielfalt dieses breiten Testfelds, in dem wohl jeder sein für sich passendes Rad finden kann.

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Diese Gravelbikes haben wir getestet

Marke Modell Preis Prädikat
Bombtrack Beyond AL 2199 Euro
Rose Backroad AL Apex XPLR 2299 Euro
Koga Colmaro Allroad 2449 Euro
Rondo Ruut AL1 2X Gravel Plus 2499 Euro
Stevens Camino 2699 Euro
Specialized Crux DSW 2700 Euro
Gunsha ATR 4.0 PX 2790 Euro Race-Tipp
Megamo West 10 2799 Euro
Storck Grix.2 Comp 2799 Euro
Bulls Machete 2 2999 Euro
Canyon Grizl CF SL 8 2999 Euro Kauftipp
Parapera Anemos SE 2999 Euro Kauftipp
Pure Bros Expro 800 2999 Euro
Raymon Soreno Pro 2999 Euro
Focus Atlas 8.7 3099 Euro
Giant Revolt Advanced 2 3199 Euro

Die detaillierten Testberichte der Gravelbikes lesen Sie in der Radfahren 6/2025. Hier können Sie die Ausgabe als Printmagazin oder E-Paper bestellen.

An diesem Test wirkten mit: D. Binnig, F. Böna, S. Pusch, F. Nagel

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