Fahrrad-Test 2026: Rad-Neuheiten bis 4999 Euro
Fahrrad-Neuheiten 2026 im Test
Fahrrad-Test 2026: Rad-Neuheiten bis 4999 Euro
in Test & Teile
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Im beginnenden 2. Quartal des 21. Jahrhunderts erlebt das gute, alte klassische Fahrrad einen Wandel. Nach 200 Jahren Entwicklung scheint es dem E-Bike weichen zu müssen. Pedelecs bestimmen inzwischen nicht nur die Szenerie unserer Metropolen und Innenstädte, auch die Zweiradindustrie richtet ihre Ressourcen immer stärker auf den E-Bike-Sektor aus.
Und dennoch genießt das Fahrrad eine Faszination und Anziehungskraft unter seinen Fans, die das unterstützte Elektroradfahren nicht zu bieten vermag: Ganz ohne „Treibstoff“ von A nach B zu kommen, offenbarte mancher Jugendzeit plötzlich ungeahnte Freiheiten.
Und ein anderer Aspekt schafft das E-Bike ebenso wenig: Das Erlebnis, aus eigener Kraft den anspruchsvollen oder gerne auch leichten Weg „selbst“ zurückgelegt zu haben, ist nicht nur nachhaltig, sondern stets von vielen Glücksmomenten getragen. Ausprobieren! Es gibt sie noch, die Radhersteller, die auch neue Fahrräder entwickeln! Wir haben zehn 2026er Fahrräder und drei moderne Cargobikes getestet.
Der Klassiker: das Trekkingrad
Eines der meistgebauten und benutzten Fahrräder ist sicherlich das Touren- oder Trekkingrad, das in seiner Universalität weitgehend unübertroffen ist. Der Diamantrahmen als „Herzstück“, ergänzt mit großen Laufrädern und einer umfangreichen Schaltung. Das sind die überschaubaren Zutaten, die ein vielseitig einsatzfähiges Trekkingrad benötigt. Egal ob zum Pendeln, für entspannte Ausflüge oder ausschweifende Reisen; das Trekkingrad erfüllt alle Wünsche.
Aus der einstigen Fahrradhochburg Schweinfurt stammen die Räder der Marke Raymon, die mit dem Territ Comp Commute ein ebensolches Tourenrad 2026 am Start hat: robuster Alu-Rahmen mit leichter Carbongabel, 10-fach Schaltung, sportiv ausgewogene Sitzposition. Ein Rad für jede Gelegenheit, mit 1299 Euro ein wirklich fairer Preis jenseits der E-Bike-Preisoffensiven.
Dass im mittelsächsischen Hartmannsdorf nach wie vor Tourenräder produziert werden, hat natürlich auch was mit Tradition, aber vor allem mit Know-how zu tun: mehr als 140 Jahre Erfahrung bieten die Diamantwerke auf, die beiden Tourenräder Mahon World und Mahon Style Plus zeigen, wie Fahrrad 2026 geht. Clever: beide Tourenräder erlauben den Wechsel der Laufradgrößen und Reifendimensionen. So können beide Räder mit 27,5- bis 29″-Laufrädern mit diversen Reifenbreiten ausgestattet werden; individuell je nach Einsatzzweck! Während das Mahon Style Plus extra wartungsarm mit Riemen und Nabenschaltung nicht nur Tourenfreuden, sondern auch Pendler und Städter beflügelt, ist das Mahon World – Nomen est omen – ein ultimatives Reiserad mit Doppelgepäckträger und breit gespreizter Kettenschaltung. Einmal Welt oder nie.

Das Wetter war im Testzeitraum sehr winterlich: Wegen der kalten Temperaturen waren wir auf den Testfahrten dankbar über ein warmes Getränk. Und an Schneetagen über geräumte Radwege
Trekkingräder und Reiseräder im Test
| Marke | Modell | Preis | Prädikat | Bewertung |
| Raymon | Territ Comp Commute | 1299 Euro | Preis/Leistung | 1,9 – Gut |
| Diamant | Mahon WorldTestbrief | 1899 Euro | 1,8 – Gut |
Staufrei: City- und Cargobikes
Dass der Koblenzer Fahrradhersteller Canyon nicht nur rennrassige Fahrräder herstellt, sondern auch ganz normale Fahrrad- und Pedelecfahrer beglücken kann, dürfte sich auch außerhalb der Fahrradbubble herumgesprochen haben. So ist das neue Citylite ein solches Fahrrad, das seinen Fahrer bei Bedarf weit über die Stadtgrenzen tragen kann. An unserem Testrad gab es außerdem eine wirklich clevere „Zugabe“: Zwei Gepäckträger mit zwei Ladeboxen laden entweder zur Einkaufstour oder zur Picknickausfahrt ein. Beim Grundpreis von fairen 1499 Euro könnte besagte Einkaufs- oder Picknicktour durchaus etwas extravaganter ausfallen.
Schaut man sich in den Großstadtrevieren um, gehören Cargobikes oder Lastenräder längst zum Inventar der innerstädtischen Radwege. Nicht nur Mütter bringen ihre Kinder in den Kindergarten, auch Handwerker nutzen gerne die Flexibilität und Schnelligkeit, die diese Spezies mit Elektroantrieb bietet. Dass wir in der Radfahren Cargobikes mit E-Antrieb testen, wollen wir hier kurz erläutern: In den flachen Städten wie z. B. Hamburg, München, Münster & Co ist das Pedalieren mit Lastenfahrrädern machbar. Versucht einer aber in Stuttgart die Hasenbergsteige mit einem vollen Lastenrad zu erklimmen, dem wünschen wir viel Erfolg! Der E-Antrieb als Unterstützung macht im Cargobike mehr als Sinn.
Stadträder im Fahrrad-Test 2026
| Marke | Modell | Preis | Prädikat | Bewertung |
| Canyon | Citylite | 1628 Euro | 1,5 – Sehr gut | |
| Diamant | Mahon Style PlusTestbrief | 1399 Euro | Preis/Leistung | 1,5 – Sehr gut |
Grundvarianten von Lastenrädern
So entwickelten sich zwei wesentliche Grundvarianten in den letzten Jahren zu echten Lastenträgern: Das sogenannte Longtail rollt auf kleinen, meist 20″ großen Laufrädern und bietet ein langes Heck für vielerlei Lasten. Entweder für bis zu zwei Kinder, einen Erwachsenen oder sonstiges Transportgut. Die Fahreigenschaften ähneln weitgehend einem normalen E-Bike, auch mit Ladung bleibt das Longtail mit etwas Übung sehr wendig. Der niederländische Cargobike-Spezialist Urban Arrow schickte uns das Longtail Urban Arrow Breeze in den Test. Dieses besticht mit gelungenen agilen Fahreigenschaften und bei einem Systemgewicht von 200 kg (!) mit üppiger Transportkapazität.
Wer sich nun auf ein Longjohn Cargobike setzt, denkt zunächst, er fährt mit einem Lastenkahn: vor sich die meist großvolumige Ladebox, weiter davor noch das Vorderrad. Die Steuerung dieser langen Lastenräder bedarf etwas Übung, dafür ist der Schwerpunkt sehr tief und man hat alles im Blick. Gerne werden Kinder in der Box befördert. Auch hier bietet Urban Arrow mit dem Family Next Pro einen richtigen Lastenkahn an. 250 kg umfasst das Systemgewicht, drei Kinder finden in der Box Platz, zur Sicherheit gibt es ABS beim Bremsen. Als Auto-Alternative eine Probefahrt wert. Lastenradhersteller Lovens bietet mit dem Explorer 2 ein Longjohn Cargobike mit edler Ausstattung und pfiffiger Seilzuglenkung. Das Rad gefällt mit ausgewogenem und sicherem Fahrverhalten.
Lastenräder im Fahrrad-Test 2026
| Marke | Modell | Preis | Prädikat | Bewertung |
| Urban Arrow | BreezeTestbriefVideo | 6043 Euro | 1,6 – Sehr gut | |
| Urban Arrow | FamilyNext Pro | 7049 Euro | 1,4 – Sehr gut | |
| Lovens | Explorer 2 S100 Auto ABSTestbriefVideo | 8289 Euro | Innovation | 1,4 – Sehr gut |
Die Neuzeit: Gravelbikes & Rennräder
Mit fünf Gravelbikes und einem rassigen Rennrad fällt die Gruppe der sportlichen Fahrräder am größten aus. Als Allrounder mit Vollausstattung sind die beiden Gravelbikes VSF GXQ-400 und das Diamant Nhoma am universellsten einsetzbar. Das VSF gefällt mit ultrarobustem Stahlrahmenset sowie sportiven Fahreigenschaften und vielen Montagepunkten, die auch das Diamant Nhoma mit seiner kompakten Sitzposition und komfortabeln Fahrweise zu bieten hat.
Das Bergamont Grandurance 10 sowie das Canyon Grizl CF 7 – beide mit Vollcarbon-Rahmenset – sind die leichten Allrounder im Sportambiente. Eine richtige Rakete stellt Merida mit dem Mission 7000 auf die Räder: Carbon, soweit man blickt, irre schnell und echt leicht. Rennbolide par excellence. Womit wir beim Schlusspunkt wären: Das Raymon Kirana Ultra ist ein waschechtes Rennrad mit gemäßigter Rahmengeometrie für ausgewogenes Fahrverhalten und wettkampftauglicher Ausstattung. Das gefällt uns.
Gravelbikes im Fahrrad-Test 2026
| Marke | Modell | Preis | Prädikat | Bewertung |
| VSF Fahrradmanufaktur | GXQ-400 1st Edition | 1999 Euro | Empfehlung | 1,5 – Sehr gut |
| Diamant | NhomaTestbrief | 1999 Euro | 1,6 – Sehr gut | |
| Canyon | Grizl CF 7 | 2499 Euro | 1,4 – Sehr gut | |
| Bergamont | Grandurance 10.0 | 2899 Euro | 1,5 – Sehr gut | |
| Merida | Mission 7000 | 4999 Euro | 1,5 – Sehr gut |
Rennrad im Test
| Marke | Modell | Preis | Prädikat | Bewertung |
| Raymon | Kirana Ultra | 4499 Euro | 1,3 – Sehr gut |
