Ergogriffe-Test 2026: Die besten Griffe für Alltag und Tour im Vergleichstest
Ergogriffe im XXL-Test: Alles im Griff
Ergogriffe-Test 2026: Die besten Griffe für Alltag und Tour im Vergleichstest
in Test & Teile
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Etwa 80 Prozent aller Radfahrer kennen Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Fingern oder Handgelenksschmerzen.
Das ist erschreckend, weil oft schon ein Paar guter Griffe diese Probleme unterbinden und auf Dauer sogar eliminieren kann. Hochwertige Griffe sind schnell gekauft, zügig montiert und versprechen meist eine schnelle und effektive Besserung.
Wodurch entstehen Probleme?
Beim Radfahren gibt es drei Kontaktpunkte vom Menschen zur Maschine. Neben den Pedalen und dem Sattel haben die Griffe einen großen Anteil am Wohlfühlfaktor. Unsere Arme leiten je nach Sitzposition bis zu 25 Prozent unseres Körpergewichtes über die Hände auf die Griffe ab. Von dort aus finden sämtliche Übermittlungen der Schalt-, Brems- und Lenkimpulse statt.
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Stimmen im Zusammenspiel von Sitzposition, Griff- und Lenkerform, ergonomischen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben ein oder mehrere Parameter nicht, führt das schnell zu Druckspitzen, Überlastungen und Fehlstellungen. Warum gerade die Hand so anfällig ist, liegt in zwei Bereichen des Handgelenks und der Innenhandfläche: Dort liegen sensible Blutgefäße und Nerven, die sich bei einer falschen Handposition oder unpassender Griffform mit Reizungen und Schmerzen bemerkbar machen.

Praxistest: Die Griffe werden im Praxistest ausprobiert. Neben Testfahrten, bei denen Ergonomie und Komfort überprüft werden, geht es hier auch darum, wie einfach die Montage vonstatten geht.
Für Probleme im kleinen und Ringfinger ist der Ulnar-Nerv die Ursache. Er verläuft an der Außenseite der Hand. Bekommt etwa der Handballen zu viel Druck an der falschen Stelle ab, können diese Bereiche gequetscht werden. Eine Lösung ist, den Druck an dieser Stelle über eine große Fläche abzuleiten. Treten indessen Probleme in Daumen, Zeige- und Mittelfinger auf, liegt der Grund im Karpaltunnel. Er ist ein schmales Nadelöhr im Handgelenk, das sich Sehnen, Blutgefäße und Nerven teilen.
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Wird dieser Durchgang durch erhöhten Druck oder ein abgeknicktes Handgelenk verengt, kommt es schnell zu Kribbeln oder einschlafenden Händen. Deshalb sollte der Übergang vom Unterarm zur Hand möglichst gerade und ohne zu starkes Abknicken des Handgelenks nach außen oder unten verlaufen.
Was hilft bei Handproblemen?
Treten auf Tour Probleme auf, kann das regelmäßige Ausschütteln der Hände für eine kurzfristige Abhilfe sorgen. Sind Lenkerhörnchen vorhanden oder ist ein Multifunktionslenker mit mehreren Greifvarianten verbaut, lässt sich unterwegs einfach und schnell umgreifen.

Labortest: Dieser Test ist in Zusammenarbeit mit den Ergonomie-Experten von SQlab entstanden. Wir durften ihr Labor nutzen, unter anderem das spezielle Druckmessungssystem.
Der Positionswechsel sorgt für Linderung, weil sich die Druckverteilung und Belastung verschiebt. Zusätzlich aktiviert das kräftige Greifen an Hörnern bestimmte Muskeln, wodurch die Durchblutung mobilisiert wird. Wer einen verstellbaren Vorbau am Rad hat, kann den Lenker höherstellen. Damit reduziert sich der Druck auf die Hände und steigt im Gegensatz dazu am Gesäß an.
Flossengriffe? Helfen!
Aktive Unterstützung erfährt die Hand durch Flossengriffe. Ihr charakteristischer Namen kommt durch die nach hinten herausragende Auflagefläche, die wie eine Flosse aussieht und den Druck in der Hand breiter verteilt und effektiver ableitet.
Zusätzlich wird das Handgelenk unterstützt und der Karpaltunnel geschont. Druckempfindliche Nerven und sensible Blutgefäße werden entlastet und die unangenehmen Symptome reduziert oder gleich ganz verhindert. Die bessere Abstützung hat einen weiteren Vorteil: Die Haltearbeit von Hand und Arm wird verringert, was Kraft spart und den Komfort auf längeren Touren steigert.
Damit Flossengriffe ihre Aufgaben verlässlich leisten können, sind sie meist gleich aufgebaut: Ein harter Kern gibt dem Griff Struktur, eine dort aufgesetzte Klemmung Schutz vor Verdrehen und den nötigen Halt auf dem Lenker. Weicheres Material auf der Oberfläche sorgt für gute Dämpfung und einen sicheren Griff.
Die Kunst im Bereich der Flosse besteht darin, der Hand bestmöglichen Support bei gleichzeitig effektiver Dämpfung zu verleihen. Eigentlich zwei Eigenschaften, die sich gegenseitig ausspielen.
Wie finde ich den passenden Griff?
Damit ein Griff optimal zu Ihnen passt, gibt es einige Punkte zu beachten. So fällt der Blick als erstes auf die Schalthebel. Bei Kettenschaltungen finden sich meist Shimano Rapidfire- und Sram Trigger-Schalthebel, die mit Daumen und Zeigefinger betätigt und
außerhalb des Griffes montiert werden. Dafür sind zwei gleich lange Griffe nötigt.
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Ist eine Nabenschaltung, etwa von Pinion, Rohloff oder Shimano verbaut, so befindet sich auf der rechten Seite ein Drehgriff. Hier wird ein kürzerer Griff verbaut. Selten zu finden sind zwei Drehgriff-Schalthebel für Kettenschaltungen, die auf zwei kurze Griffe setzen. Zwei Griff-Varianten sind bei BBB, Ergon, Ergotec, Selle Royal und Velospring zu finden.
Der zweite Schritt ist die passende Form zu finden. Sportler wählen kompakte Modelle mit kleiner Flosse, weil diese eine aktive Fahrweise unterstützt. Die Hand kann besser um den Griff rotieren, was vor allem im MTB-Bereich Vorteile bringt. Alltags- und Tourenradfahrer profitieren von einer größeren Flosse durch die bessere Druckableitung und Unterstützung.
Zudem steht der generelle Komfort im Vordergrund. Hersteller wie Acid, Contec, Ergon, Pro, SQlab und Velospring bieten verschiedene Größen an. Die Größe des Griffes sollte sich grundsätzlich an der Handgröße orientieren. Also: große Hand, großer Griff und kleine Hand, kleiner Griff.
Je nach persönlicher Vorliebe sollte man aber nicht zwingend daran festhalten, weil individuelle Präferenzen durchaus anders ausfallen können.
Bei Problemen: Spezialisten aufsuchen!
Wer nicht weiß, was er will, sollte von einem Online-Kauf absehen. Der erste Anlaufpunkt ist der fachkundige Händler vor Ort. Er kann mit seiner Expertise bei der Suche nach dem individuell besten Griff beratend zur Seite stehen. Wer zudem die Möglichkeit bekommt, Testgriffe Probe zu fahren, sollte diesen Service annehmen.
So kann man in der gewohnten Alltags- und Tourenumgebung schnell herausfinden, ob der Griff zu einem passt. Bestehen trotz hochwertiger Griffe Handprobleme, sollte man einen Bikefitting-Spezialisten aufsuchen. Dieser betrachtet das Gesamtsystem aus Fahrer, Rad und Einzelkomponenten und kann Problemstellen zügig erkennen. Etwa, wenn Sitzposition, Lenkerform und Einsatzbereich nicht zusammenpassen.
Ergogriffe Test: So haben wir getestet
Unser Griffe-Test besteht aus zwei Teilen: Da ist einerseits der Prüfstandtest, den wir dankenswerterweise bei Ergonomie-Spezialist SQlab in der Nähe von München durchführen durften. Und zum anderen haben wir natürlich sämtliche Griffe auch in der Praxis ausprobiert.
Zunächst zum Prüfstand: Wir durften die Räumlichkeiten von SQlab nutzen, um in einem vorab fest definierten Testaufbau die Druckverteilung der Griffe zu erfassen. Dazu wurden die Griffe an einem Trekkinglenker laut Herstellerangabe montiert und jeweils 10 Sekunden lang mittels Druckmessfolien von gebioMized getestet.
Der immer gleiche Proband hatte zur perfekten Vergleichbarkeit über die gesamte Testreihe immer die identische Sitzposition sowie Trittfrequenz. Erfasst wurden Maximaldruck, Mittlerer Druck, Kraftmaximum und rein optisch der Druck am Karpaltunnel, die dann für jeden Griff ausgewertet wurden.
Idealerweise ist die Druckverteilung eines Griffes so: Der Karpaltunnel bleibt frei, der Ulnarnerv an der Handfläche wird großflächig belastet, um den Druck gut zu verteilen und Druckspitzen zu vermeiden. Auch sollte der Druck auf die unempfindliche Handaußenkante verlagert werden.
Nicht alle Griffe schnitten hier gut ab. Die Ergebnisse lassen sich im Testbrief unter dem Punkt Druckverteilung ablesen–Bestwerte erzielten die Griffe von NG Sports, Procraft, SQlab und Velospring.
Zusätzlich zur Druckmessung konnten wir bei SQlab die Prüfstände zur Materialbeständigkeit nutzen. Die Griffe lagerten zum einen für 400 Stunden in der UV-Kammer, in der sie intensiv bestrahlt wurden, zum anderen für 150 Stunden in der Salzkammer, in der sie von Salzsprühnebel umgeben waren. Ein Härtetest im Zeitraffer sozusagen.
Veränderte sich das Material, wurde beispielsweise klebrig, floss dies in die Bewertung mit ein. Dazu bewerteten wir auch die Verarbeitung und Wahl des Materials. Die kombinierten Ergebnisse werden beim Punkt Materialqualität sichtbar. Auffallend positive Werte erreichen hier die Griffe von Ergon, Ergotec und Herrmans.

UV-Test: Alle Griffe wurden für 400 Stunden hoher UV-Strahlung ausgesetzt. Danach folgt die Kon trolle: Hat sich das Material optisch oder haptisch verändert?
Bei unserem Praxistest überprüften wir einerseits die Montage der Griffe und andererseits das Empfinden während der Fahrt. Wie ergonomisch liegt der Griff in der Hand? Gibt es störende Druckstellen oder Kanten? Wie viel Support oder Dämpfung bietet der Griff? Wie greift sich das Material bei der Nutzung ohne Handschuhe? In den Testbriefen lassen sich die Ergebnisse unter Greifkomfort, Dämpfung und Kontrolle ablesen.
Hier unterscheiden sich die Griffe teils deutlich–weshalb eine allgemeine Empfehlung zum „besten Griff“ unmöglich ist. Hier geht es auch um persönliche Ansprüche und den Einsatzzweck des Griffs. Apropos: Aus dem Praxistest geht auch der empfohlene Einsatzbereich hervor. Weiterhin erfassten wir Gewicht, Größe, Form, Oberflächenstruktur und Klemmung jedes Griffs.
Es gibt übrigens nicht das eine Griff-Material: Im vorliegenden Test kommen Griffe aus Schaumstoff, Silikon, Kunststoff und Gummi vor. Sehr häufig wird mittlerweile recycelter Kunststoff oder Silikon verwendet. Einige Hersteller machen sehr genaue Angaben, wo welcher Bestandteil produziert wird und auf welche Schadstoffe hin geprüft wird.
Vor allem zweiter Punkt ist bei Griffen wichtig, da der Hautkontakt intensiv ist, und bestimmte Allergene durch Schweiß gelöst werden können. Grundsätzlich sind die Kontrollen in der EU gut und bei etablierten Marken wie Ergon, Ergotec und SQlab muss man sich keine Sorgen machen.
Top, wenn die Rohstoffe nach europäischer Richtlinie sogar für Spielzeug geeignet wären, und frei von Blei, Quecksilber, Cadmium sowie Phthalate sind (hier verdienen sich Ergon und SQlab zusätzliche Punkte). Latex-Allergiker finden leider nicht immer eine genaue Info, ob der Griff Latex enthält. Ist er aus synthetischem Gummi (TPE) statt aus Naturkautschuk, ist das der Fall. Ansonsten lohnt sich die Nachfrage beim Hersteller. Griffe aus Silikon sind immer Latex-frei.
Nachrüsten leicht gemacht
Die meisten Griffe im Test kosten zwischen 25 und 45 Euro. Kein großer Betrag, wenn der Effekt groß ausfällt: Der Austausch des Griffs kann endlich für schmerzfreies Radfahren sorgen. Das Gewicht der Griffe ist übrigens immer recht ähnlich, liegt zumeist zwischen 130 und 200 Gramm, einzig der Velospring-Griff ist mit 366 Gramm schwerer. Für Tourenfahrer fällt dies unserer Erfahrung nach allerdings nicht ins Gewicht und ist vernachlässigenswert. Fast alle Griffe lassen sich recht unkompliziert per Schraubklemmung am Lenker befestigen. Ein Sicherheitsplus, denn so ist der Griff dauerhaft sicher montiert, auch bei Nässe und unterschiedlichen Temperaturen, und verdreht sich nicht.
Teils liegt die Klemmung innen, teils außen, aber grundsätzlich lässt sich die Montage auch ohne Zweiradmechaniker-Diplom meistern. Praktisch, wenn die Hersteller genaue Angaben zur Montage machen–zum Beispiel, wo oben ist, welcher Griff rechts und welcher links hingehört und welcher Drehmoment der passende ist.
An einigen Griffen ist das direkt notiert (super!), bei anderen muss man die Angaben suchen. Die Griffe lassen sich unkompliziert auf die gängigen Lenker montieren. Geht es mühsam, hilft Silikonspray oder zur Not auch Schmierseife.
Fazit vom Radfahren Ergogriffe Test 2026
Ein guter Fahrradgriff ist viel wert, kann den Genuss einer Ausfahrt massiv erhöhen. Es lohnt sich also, den für sich selbst passenden Griff zu finden. In unserem Test stechen die Griffe von Ergon, Ergotec, SQlab und Velospring durch besonders hohen Komfort und top Qualität hervor. Ein super Preis-Leistungs-Verhältnis bieten die Modelle von NG Sports und Procraft.
Diese Ergogriffe haben wir getestet
| Marke | Modell | UVP | Prädikat | Bezug |
| Pro | Ergonomic Lock On Sport |
23,95 Euro | Jetzt bestellen | |
| NG Sports | Carawee Griff | 24,95 Euro | Preis/Leistung | Jetzt bestellen |
| Ritchey | WCS EGP Locking | 25,70 Euro | Jetzt bestellen | |
| Procraft | Ergonomic Pro | 29,90 Euro | Preis/Leistung | Jetzt bestellen |
| BBB | BHG-121 King Comfort |
29,95 Euro | Jetzt bestellen | |
| Contec | Glide | 29,95 Euro | Jetzt bestellen | |
| Selle Royal | Nivo | 34,90 Euro | Jetzt bestellen | |
| Acid | Travel | 34,95 Euro | Jetzt bestellen | |
| Acid | Travel Comfort | 34,95 Euro | Jetzt bestellen | |
| Herrmans | Nucore Tour | 34,95 Euro | Jetzt bestellen | |
| Herrmans | Nucore Town | 34,95 Euro | Jetzt bestellen | |
| SQlab | 710 2.0 | 34,99 Euro | Empfehlung | Jetzt bestellen |
| Ergon | GP1 Evo | 39,95 Euro | Jetzt bestellen | |
| Ergon | GT1 | 44,95 Euro | Empfehlung | Jetzt bestellen |
| Ergotec | EG Active Flex44,95 Euro | 44,95 Euro | Empfehlung | Jetzt bestellen |
| Selle Royal | Nivo Gel | 59,90 Euro | Jetzt bestellen | |
| Velospring | Art Comfort | 119 Euro | Empfehlung | Jetzt bestellen |
Die Testergebnisse des Ergogriffe-Test 2026:
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