Crivit Kinderfahrrad Light 20″ im Test: Günstig, leicht, sicher
Konkurrenz für etablierte Marken? Das neue Kinderfahrrad von Crivit
Crivit Kinderfahrrad Light 20″ im Test: Günstig, leicht, sicher
in Test & Teile
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Das Crivit Kinderfahrrad gibts seit Mitte März im Onlineshop von Lidl und teilweise in den Geschäften des Discounters (hier aber nur in Rot und oft vergriffen). Wer sich eins online bestellt, bekommt einen großen Versandkartons geschickt, in dem das Rad solide verpackt und an allen empfindlichen Stellen gut in Polsterfolien und Karton eingewickelt ist. Die Pedale sind separat und müssen noch montiert werden, ebenso muss der nach unten geklappte Lenker in die richtige Position gebracht werden. Praktischerweise liefert Crivit alles mit, was man zum Aufbau oder zur Einstellung des Rades braucht: Einen Innensechskantschlüssel (für den Lenker und Vorbau), einen Schraubenschlüssel (für die Pedale) sowie einen Maulschlüssel (für den Ausbau der Laufräder). Die Sattelhöhe ist ganz einfach über einen Schnellspanner einstellbar.
Das Fahrrad lässt sich also recht unkompliziert an die Körpermaße des Kindes anpassen. Empfohlen ist es für Kinder mit Körpergröße von 115-130 cm, d.h. es passt etwa für 5- bis 8-Jährige je nach individueller Statur.
Das Crivit Kinderfahrrad auf den ersten Blick
Verblüffend ähnlich zur Konkurrenz sieht das Crivit Kinderfahrrad aus. Und tatsächlich ähnelt es beispielsweise dem Woom Go 4 nicht nur in der Optik, sondern auch in der Ausstattung.
Es hat einen Aluminium-Rahmen mit geschwungener Form und leichtem Einstieg, dazu einen ausladenden BMX-Lenker, eine 7-Gang-Schaltung von Shimano (Shimano Tourney), Felgenbremsen, griffige Pedale, und die Little Joe-Reifen von Schwalbe. Der Sattel ist von Crivit selbst. Das Crivit Kinderfahrrad kommt mit Seitenständer und Reflektoren für vorn und hinten – letztere muss man selbst befestigen und die braucht das Rad auch, um der StVZO zu entsprechen. Gepäckträger, Schutzbleche und Licht können nachgerüstet werden, werden bis auf ein Lichtset aber nicht von von Crivit selbst angeboten. Der Hersteller liefert übrigens auch eine ausführliche Bedienungsanleitung mit und zusätzlich sind online bebilderte Anleitungen für typische Reparaturen und Einstellungen verfügbar. Klasse!
Crivit wirbt damit, dass das Rad nur 7,6 kg wiegen soll, das ist jedoch ohne Anbauteile. Fahrbereit montiert mit der genannten Ausstattung liegt es unserer Messung nach aber immer noch bei einem geringen Gewicht von 8,10 kg.
Die Testfahrt – was sagen die Kinder?
„Das macht voll Spaß!“ ruft unsere Testerin (6 Jahre alt) begeistert. Sie hat den Ständer zur Seite geklappt, ist aufgestiegen und direkt losgeradelt – soweit so unkompliziert. Da sie mit ihren 1,15 Metern am unteren Größenende ist, haben wir den Sattel ziemlich tief eingestellt und das Mädchen sitzt sehr aufrecht, was für ein gutes Sicherheitsgefühl sorgt. Nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Eltern: Die Kids haben so alles vor sich gut im Blick. Diese aufrechte Sitzposition lässt sich mit dem toll variablen Lenker auch für größere Kinder einstellen.
Super sind die Griffe mit geriffeltem Gummi und die Drehgriffe der Schaltung, die sich kinderleicht bedienen lassen. Auch die Bremsgriffe sind gut erreichbar und dank geschwungenem Ende bleiben die Kinderhände auch dort, wo sie sein sollen. Die Pedale sind schön breit und mit kleinen Pins wirklich rutschfest, die Reifen sind Schwalbe-typisch qualitativ hochwertig. Neben dem Fahrspaß liefert das Crivit-Bike also jede Menge Sicherheit für die jungen Fahrer.
Das Fahrrad gibt es in den Farben Rot, Blau und Pink.
Das Crivit-Bike im Vergleich
Die Ausstattung des Lidl-Fahrrads ist echt solide. Ja, die Shimano Tourney ist die günstige Einsteiger-Schaltung, wird aber tatsächlich häufiger in Kinderfahrrädern verbaut oder es kommen sehr ähnliche Schaltungen zum Einsatz. Und bei anderen Anbauteilen setzt Crivit durchaus auf starke Markenmodelle, wie beispielsweise beim Schwalbe-Reifen. Felgenbremsen sind ebenfalls Standard am Kinderrad.
Der Preis fürs Lidl-Kinderfahrrad liegt bei 249 Euro, mit Lidl Plus App bekommt man es sogar für 199 Euro. Das ist also deutlich weniger als die etablierten Kindermarken für ein ähnliches Modell verlangen. Denn ja, mit dieser Ausstattung und dem Gewicht kann es bei den Bikes von Woom, Puky, Kubikes und Pyrobikes mithalten, liegt teilweise sogar vorne. Ein guter Deal für Eltern mit kleinerem Budget also.
Das maximal zulässige Gesamtgewicht des Kinderfahrrads liegt bei 60 kg, das ist etwas geringer als bei ähnlichen Rädern, sollte aber kein Problem darstellen. Es ist ja für Kinder bis zu einer Körpergröße von 130 cm gedacht.
Kleine Details machen natürlich den Unterschied: Woom bietet beispielsweise an seinen Rädern mit zwei verschiedenfarbigen Bremshebeln mehr Orientierung und Sicherheit beim Verzögern. Kubikes montiert im Allgäu und überzeugt dadurch mit Top-Qualität und Nachhaltigkeit. Die Palette an verfügbarem Zubehör und auch der Kundenservice sind bei den traditionellen Marken besonders gut ausgebaut. Auch die Möglichkeit einer Probefahrt gibt es bei Crivit nicht – außer über das Rückgaberecht.
Ob das Crivit Kinderfahrrad einen ähnlich hohen Wiederverkaufswert wie beispielsweise ein Woom hat, ist fraglich. Das Bike lohnt sich also insbesondere dann, wenn das Kind noch eine Weile damit fahren kann oder jüngere Geschwister hat.
Fazit
Das Crivit Kinderfahrrad kann sich sehen lassen! Es ist eine echte Ansage an die Konkurrenz, da es mit seinem geringen Gewicht und solider Ausstattung eine gute Alternative darstellt, und das für unter 300 Euro.


