65 kg
6999 Euro
Tarran T1 Pro: Cargobike mit smarten Features im Test
in E-Bike
Tarran T1 Pro: Cargobike mit smarten Features im Test
Tarran T1 Pro: Smarter Hightech-Laster
Mit dem T1 Pro hat Tarran Bikes ein Transportfahrzeug mit viel Innovationsgeist auf den Markt gebracht. Dabei setzt das Start-up mit integrierter Kamera-Rundumsicht, adaptivem Fahrwerk und intelligentem Assistenzsystem auf eine Reihe smarter Sicherheits-Features – und auch die Fahreigenschaften wissen in unserem Test weitgehend zu überzeugen.
Tarran T1 Pro: ausführlicher Praxistest
Erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt hatte Tarran Bikes sein Cargo- Flaggschiff T1 Pro auf der Eurobike im zurückliegenden Jahr – und damit gleich unmissverständlich klargestellt, mit welchem Auftrag das Mobilitäts-Start-up mit Wurzeln in Deutschland und Entwicklungszentren in China den Markt betreten hatte: smarter, nachhaltiger und vor allem noch sicherer die urbane Fortbewegung denken.

Das Tarran T1 Pro ist ein smartes High-Tech-Cargobike mit integrierter Kamera-Rundumsicht, adaptivem Fahrwerk sowie intelligentem Assistenzsystem.
Und dabei Technik und Komfort auf Basis modernstem Entwicklungsstand in einem Lastenrad zu vereinen. Beim Blick auf die Vita des Tarran-Gründers und leitenden T1-Produktmanagers wenig überraschend: so bringt Ben Guo Expertise in den Bereichen künstlicher Intelligenz, Motorsteuerung, Maschinenbau und Industriedesign aus vorherigen Berufsstationen in führenden Tech-Unternehmen wie Insta360 mit.
Bereits vor Verkaufsstart in Deutschland Ende April dieses Jahres, verschafften sich unsere Redakteure erste Fahreindrücke. Für den Test dieser Ausgabe schraubten sie den Kilometerstand auf dem 5,2-Zoll großen Touchscreen-Display weiter nach oben – nachdem sie sich zunächst mit der durchweg smarten Bedienung des T1 Pro vertraut gemacht hatten.
Stützrad-Automatik und Diebstahlschutz
So wird das Fahrzeug wahlweise mittels NFC-Schlüsselkarte oder der Tarran-App ent- und (später wieder) verriegelt. Nach Start des lenkermittig platzierten Bordcomputers werden nach sanftem Anrollen die Fahrwerkstützräder namens Dynamic Dualdrive automatisch eingefahren, sobald eine stabile Fahrt erreicht ist.
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Mit je einem eigenen Motor sowie Federung ausgestattet, fahren sie während eines Bremsvorgangs wieder automatisch aus, um ein mögliches Umkippen zu verhindern. Auch lassen sich die Räder manuell absenken, womit beispielsweise Schieben oder ein Parkvorgang erleichtert wird.
Als weitere smarte Sicherheitsfeatures stehen eine Lenkervibration sowie Rückfahrkamera zum Warnen vor Gefahren bereit. Darüber hinaus gibt es zwei weitere Kameras, von der eine nach vorne und die andere zu möglichen Transportbox-Passagieren hin ausgerichtet ist. Zwecks Diebstahlschutz soll ein integriertes GPS-Modul stets eine präzise Ortung des Tarran ermöglichen.
Ein sogenannter Wächtermodus löst im Vorfeld bei Erschütterungen bereits einen Alarm aus, während zusätzlich eine Videoaufzeichnung gestartet wird. Nicht unwichtig zu erwähnen: sämtliche Kamera-Features und -Aufzeichnungen können jederzeit gestoppt oder deaktiviert werden. Auch was die Bedienung der Stützräder angeht, kann jederzeit auf eine komplett manuelle gewechselt werden.
Top Motor – aber Abstriche bei Lenkung
Zugegeben: Der Startvorgang bleibt auch nach etlichen Testfahrten ein besonderer. Man gewöhnt sich aber daran – vor allem, was das Handling des mit über zehn Tasten bestückten Bedienpanels angeht. Und schnell genießt man, nicht mehr selbst via Ständer auf- und abbocken zu müssen.
Auch das Anfahren an sich verläuft dank des sehr sanft, aber druckvoll, seine Kraft einspeisenden Tarran- Motors sehr harmonisch. Im weiteren Fahrverlauf treten die satten 100 Newtonmeter Drehmoment mit beachtlicher Schubwirkung bei sehr angenehmem Arbeitsgeräusch auf den Plan – verteilt auf fünf U-Stufen sind wir zumeist in der höchsten (Boost) unterwegs. Die es bei einer durch Sandsäcke erreichten Box-Zuladung von 65 kg aber auch benötigt, um den ebenso viel wiegenden Transporter schwungvoll zu manövrieren.
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Etwas Abstriche müssen hier bei der Direktheit im Lenkverhalten in Kauf genommen werden: konstruktionstechnisch mit einem Doppelseilzug-Lenkmechanismus ausgestattet, reagiert das Tarran auf Lenkbefehle minimal verzögert. Was bei voller Fahrt Zwei gefederte Stützräder fahren bei Kippgefahr aus – und dienen als Parkstütze.
Viel Power bei angenehmem Sound: Tarrans hauseigener 100-Nm-Mittelmotor. Die Transportbox trägt bis 65 kg und bietet Platz für zwei bis 1,26 Meter große Kinder. Auf dem 5,2-Zoll-Display können die drei Dashcam-Perspektiven angezeigt werden. durch eher weitläufige Kurven ein gediegen geprägtes Fahrverhalten zu Folge hat – in engen Passagen mit abrupt und sehr präzise stattfindenden Richtungswechseln von unseren Testern aber als nachteilig wahrgenommen wird.
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Kurz gesagt: Der am mit 620 mm recht schmal gehaltene Lenker ausgeführte Befehl setzt leicht zeitverzögert ein – auch im unbeladenen Zustand. Top hingegen: der Lenkeinschlag von 90 Grad, der Rangiervorgänge des 2,26 Meter langen Cargobikes recht einfach ausführbar macht. Zur Sicherheit der Fahrer limitiert Tarran beim im Handel erhältlichen Modell den Lenkeinschlag allerdings auf 67,5 Grad.
Tarran T1 Pro: Viel Fahr- und Schaltkomfort
Dass das Tarran auch für Fahrten jenseits des Asphalts gebaut wurde, stellt es auf Passagen über Schotter, Waldwege und gröbere Steine unter Beweis. Hier absorbiert die schön ins Gesamtbild des stilvoll konstruierten Alu-Rahmens eingebettete Hinterradfederung selbst härtere Schläge mit beachtlicher Zielsicherheit – und hält das durchweg sehr komfortable Fahrgefühl aufrecht.
Auch die Transportbox genießt dank Frontfedergabel gewissen Stoßschutz, der mit 50 mm allerdings überschaubarer ausfällt. Weiter sind die Bremsen hydraulisch, vierkolbrig und mit 180er-Rotoren bestückt. In ihrer Dosierbarkeit zwar tadellos, könnte der Durchmesser, vor allem am Vorderrad, etwas größer (203 mm) ausfallen, um bei Nässe und Vollbeladung noch präziser verzögern zu können.
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Grundsätzlich macht das Tarran in unseren Testszenarien aber einen sehr sicheren Eindruck, was auch der tiefe Schwerpunkt, dank unter dem Box-Boden platzierter, bis zu zwei Batterien, maßgeblich zu verantworten hat. Pluspunkte sammelt es auch beim Schaltkomfort, der mit Enviolos bewährter und stufenloser Heavy Duty Nabenschaltung sehr hoch, weil intuitiv wie wartungsarm, ist.
Test-Fazit: Smart, spurtreu und antriebsstark
So lassen sich Stärken und Schwächen des Tarran T1 Pro recht klar herausarbeiten – und der Einsatzzweck als sehr breit bezeichnen. Das Fahrwerksystem ist in brenzligen Kurvensituationen in jedem Falle ein hilfreiches Sicherheits-Feature und beim Parken eine willkommene Erleichterung.
Während das Lenk-Ansprechverhalten direkter ausfallen könnte, wissen Tarrans hauseigener 100-Nm- Antrieb, auf viel Komfort ausgerichtetes Fahrwerk und von hoher Spurtreue sowie Sicherheit geprägte Fahreigenschaften in unserem Test durchweg zu überzeugen.
Detailaufnahmen des Tarran T1 Pro
Sie interessieren sich für das Tarran T1 Pro? Mehr Informationen erhalten Sie auf der Website des Herstellers.
Tarran T1 Pro im Test: Technische Daten
| Preis Testrad | 6999 Euro |
| Gewicht | 65 kg |
| zul. Gesamtgewicht | 220 kg |
| Einheitsgröße | 1,55 bis 1,95 m Körpergröße |
| Rahmen | Aluminium |
| Gabel | Suntour SF22 Mobie A32 CGO, 50 mm |
| Schaltung | Nabenschaltung, Enviolo Heavy Duty, stufenlos |
| Reifen | Schwalbe Pick-Up Super Defense, 20″, 55 mm |
| Bremsen | hydr. Scheibenbr.; TRP C2.3, vier Kolben, 180/180 mm |
| Sattelstütze | Dropper-Post mit 150 mm Federweg |
| Sattel | Ergon ST10 Gel |
| Lichtanlage | v: Spanninga Axendo 80, 80 Lux / h: Sate-lite M15 |
| Motor | Mittelmotor, Tarran, 100 Nm |
| Display | 5.2-Zoll-Retina-Touchscreen mit TarranOS |
| Akku | 708 Wh (opt.: + 804 Wh) |
| Sonstiges | Fahrwerksystem: Tarran Dynamic Dualdrive, Hinterradfederung (165 mm), Lenker (620 mm), Gates-Carbonriemen, max. Frontlast: 65 kg, max. Hecklast: 27,5 kg, max. Fahrergewicht: 100 kg, max. Passagiergröße: 126 cm, Kindersitz mit 5-Punkt-Sicherheitsgurt, Schutzkragen, Regenschutz |




