Lekker Amsterdam GTS, E-Bike, E-Bike-Test, Test, Kaufberatung
Gewicht
24,4 kg
Preis
3298 Euro
E-Bike-Test

Lekker Amsterdam GTS: Urbanbike im E-Bike-Test

Lekker Amsterdam GTS: Urbanbike im E-Bike-Test

Flotter Stadtpendler

Knapp über 15 Jahre ist es her, dass Lekker Bikes damit begann, den australischen E-Bike-Markt für sich zu gewinnen. Mit großem Erfolg – und reichlich Elementen aus der niederländischen Fahrradkultur. Dabei zählt das Urbanbike Amsterdam längst zu den Klassikern – und wird in dritter Generation angekommen nun erstmals mit einem Mittelmotor aufgelegt.
GEWICHT
24,4 kg
PREIS
3298 Euro
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Lässt man den Gründer von Lekker Bikes, Meindert Wolfraad, seine Unternehmensgeschichte in einem Satz zusammenfassen, lautet dieser etwas scherzhaft gemeint: Geboren in Australien, aufgewachsen in Amsterdam. Zwar fiel der offizielle Firmen-Startschuss 2009 in der niederländischen Metropole, so rollten die ersten Lekker-Pedelecs im fernen Melbourne über die Radwege. Und schon bald durch weitere australische Großstädte, bevor die Marke schnell zum Marktführer in Down Under avancierte. In Europa tauchte Lekker Bikes verstärkt nach 2016 auf, nachdem ein erster Brand Store in Amsterdam eröffnet wurde. Vor gut drei Jahren folgte in Berlin der erste deutsche Standort, weil auch Wolfraad in Deutschland eine Schlüsselrolle des europäischen E-Bike-Marktes ausgemacht hat.

Lekker Bikes: urbane Mobilitätslösungen

Im Jahr 2025 umfasst das Portfolio der Niederländer vier E-Bike-Modelle, die allesamt als Mobilitätslösungen für den urbanen Raum konzipiert – und nunmehr in dritter Generation angekommen sind. Das leistungsstärkste von ihnen: das Amsterdam GTS mit robustem Aluminium-Rahmen in Mattschwarz, der uns beim ersten Anblick mit sehr sauber verschliffenen und kaum sichtbaren Schweißnähten optisch überzeugt.

Komplettiert mit einer Starrgabel, die Ösen für einen optionalen Frontloader bereithält, soll das Rad primär City-Pendler mit der Vorliebe für zügiges Zur-Arbeit-Kommen ansprechen. Außerdem wahlweise montierbar: ein Gepäckträger, der bei einem maximalen Bike-Systemgewicht von 140 Kilogramm auch Einkäufe auf dem Heimweg aufsatteln kann.

Testfahrt: Schubstark durch die Stadt

Gespannt sind wir vor unserer Testfahrt aber vor allem darauf, wie sich das neu einge­schlagene Mittelmotor-Konzept mit Bafangs sehr schubstarkem M420 auf das uns von der Heckantriebsvariante bekannte flüssig-schubstarke Fahrgefühl auswirkt.

Und tatsächlich sind die Unterschiede bereits nach wenigen Metern spürbar: Das knapp über 24 Kilogramm wiegende Amsterdam GTS scheint im Antritt leicht an Spritzigkeit eingebüßt zu haben, entfaltet aber „hinten raus“ deutlich mehr Kraft als sein Vorgänger. Im Grunde wenig überraschend: satte 80 Newtonmeter Drehmoment im Bafang-Aggregat generieren reichlich Schubkraft – und lassen das Bike auch Anstiege tempofreudig hinaufeifern. Die fünf Unterstützungsmodi sind gut abgestuft und lassen sich per schlichter und etwas kantiger Remote intuitiv auswählen.

Sehr stilvoll gelöst: das komplett in den Vorbau integrierte Display, auf dem alle relevanten Fahrdaten gut ablesbar sind.

Als echte Stärke entpuppt sich schnell die hohe Rahmensteifigkeit und da­raus resultierende sehr agile Fahrweise. Im oft unübersichtlichen Großstadtdschungel von Vorteil, Richtungswechsel sehr abrupt vollziehen zu können und auch schnell und zielsicher zum Stehen zu kommen.

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Redakteur Tobias Jochims beim Testen des Lekker Amsterdam GTS

Bremsen und Schaltung

Die Tektro-Bremsanlage verrichtet hier einen zuverlässigen Job – obgleich, nicht zuletzt ob der stets sehr zügigen Fahrweise, 180er-Rotoren für noch mehr Bissigkeit sinnvoll wären.

Dass sich Stadtfahrten mit dem Amsterdam GTS durchaus unbeschwert(er) gestalten lassen, liegt auch an Enviolos Nabenschaltung, die sich mit stufenloser Übersetzungsanpassung per Drehgriff sehr aufwandslos bedienen lässt. Auch, dass die Höhe und Neigung des Cockpits dank variablem Vorbau mit wenigen Handgriffen einstellbar sind, soll nicht unerwähnt bleiben. Die Flossengriffe erweisen sich bei längeren Fahrten allerdings als einen Tick zu hart.

Lekker Amsterdam GTS im Test: Fazit

So stellen sich während unserer Testfahrt vor allem die agile Fahrperformance bei stets zügigem Davonsprinten sowie stimmige Antriebsharmonie zwischen Bafang-Mittelmotor, Enviolo-Schaltnabe und Gates-Carbonriemen als Stärken heraus. Mit 24,4 kg alles andere als ein Fliegengewicht, ist das Fahrverhalten dennoch von einer guten Portion Leichtigkeit geprägt. Nicht zuletzt durch die sehr effizient abrollenden Schwalbe-Pneus, die auf Schotter ebenso eine spurstabile Figur machen wie auf Asphalt.

Für den Stadt- und Pendelalltag unabdingbar sind Schutzbleche und Lichtanlage, was das Bike beides in hochwertigen Ausführungen aufweist.

Interessenten sollten vor dem Kauf bestenfalls sicherstellen, das Amsterdam GTS nicht allzu oft viele Treppenstufen hoch und runter tragen zu müssen. Wer aber ein durchdachtes, optisch edles und in seiner Antriebszusammenstellung wartungsreduziertes wie sehr schubstarkes Pendlerrad sucht, wird bei Lekker Bikes mit einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis fündig.

Sie haben Interesse am Lekker Amsterdam GTS? Mehr Informationen bekommen Sie auf der Website des Herstellers.

Detailaufnahmen

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Zuverlässig, wartungsarm, bedienerfreundlich: das Schalten an Enviolos stufenloser Nabenschaltung gestaltet sich sehr intuitiv

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Der sich am Testrad aus einem 504-Wh-Akku speisende Bafang M420-Motor erweist sich als leistungsstark und effizient

Schicke Detaillösungen: das Cockpit wirkt auch deshalb sehr aufgeräumt, weil das TFT-Display in den Vorbau integriert ist

Lekker Amsterdam GTS: Technische Daten

Preis 3298 Euro
Gewicht 24,4 kg
zulässiges Gesamtgewicht 140 kg
Größen 56, 60 cm
Rahmen Aluminium
Gabel Aluminium, starr
Schaltung stufenlose Nabenschaltung, Enviolo, 380 Prozent
Motor Mittelmotor, Bafang M420, 80 Nm
Akku 504 Wh
Reifen Schwalbe G-One Allround, 29 Zoll, 57 mm
Bremsen hydr. Scheibenbremsen, Tektro, 160/160 mm
Display TFT-Display (Vorbauintegr.)
Lichtanlage v: Litemove SE-70 / h: Büchel Nano COB
Sonstiges Gates-Carbonriemen, Alu-Spritzschützer mit Kappen, Seitenständer, variabler Vorbau, Flossengriffe
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