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Zuschuss fürs Elektrofahrrad: Tipps für Sparfüchse

Für Sparfüchse: So wird das E-Bike billiger!

Ein E-Bike ist teuer. Wir verraten Ihnen, wie und wo Sie einen Zuschuss zu Ihrem Elektrorad erhalten und so ein paar Münzen einsparen können.
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Ein gutes Elektrorad kostet gut 2000 Euro oder mehr. Der hohe Preis ist für viele ein Grund sich kein Pedelec zu kaufen. Eine Forsa-Umfrage des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zeigt, dass 19 Prozent der Befragten Ü60-Jährigen ein E-Bike zu teuer finden. Jeder Dritte kann sich aber laut Umfrage vorstellen ein Pedelec zu fahren. Wie schön wäre es, wenn der Staat eine Abwrack- oder Kaufprämie oder Ähnliches für Fahrräder einführen würde. Die Bundesregierung erachtet aber laut Drucksache 18/9239 eine direkte Förderung von Zweirädern mit Elektrounterstützung und mit Elektroantrieb derzeit für nicht erforderlich. Der Markt für diese Zweiräder hat sich bereits entwickelt und befindet sich derzeit in einer guten Verfassung. Wir lernen also, E-Bikes verkaufen sich so oder so wie geschmiert im Gegensatz zum E-Auto. Bei Letzterem denkt der Staat, er müsste unterstützend eingreifen. Schade eigentlich! Allerdings gibt es seit 1. März für Unternehmen einen Zuschuss für elektrische Lastenräder. Dank der neuen Kleinserien-Richtlinie des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erhalten Antragsteller 30 Prozent der Ausgaben für die Anschaffung, maximal jedoch 2500 Euro pro Lastenfahrrad, -anhänger oder Gespann.

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Inhalt Ausgabe 3/2018

Kommunen und Gemeinden unterstützen die Anschaffung von Pedelecs


Was der Staat für ganz Deutschland nicht hinbekommt, schaffen jedoch Kommunen und Gemeinden in Eigenregie. Die Stadt München bietet beispielsweise Unternehmen und freiberuflichen Personen  eine Pedelec-Förderung von 25% der Nettokosten bis maximal 500 Euro an. Alle hingegen erhalten einen Zuschuss von 25 Prozent der Nettokosten bei Lastenpedelecs bis maximal 1000 Euro. Als erste Kommune in Deutschland fördert die Universitätsstadt Tübingen den Umstieg mit einer Abwrackprämie. Wer sein altes Mofa oder seinen alten Roller abschafft und sich einen Elektroroller, ein E-Bike oder ein Pedelec kauft, kann bei der Stadt einen Zuschuss beantragen. Gezahlt werden 200 bis 500 Euro. Die Höhe der Prämie ist abhängig von der Schadstoffklasse, also vom Alter des abgewrackten Zweirades. In Stuttgart und Hannover geht man die Sache anders an. Hier gibt es Leih-Pedelecs. Im Abgas-geplagten Stuttgart ist das vor allem für Pendler interessant. An vielen S-Bahnhöfen gibt es eine E-Bike-Station von next bike. Die Räder kosten bis zu 2 Euro die Stunde. Bürger in Hannover können sich elektrische Lastenfahrräder kostenlos in Hannover leihen. Die normalen E-Bikes kosten eine Gebühr von 17,50 Euro am Tag. Projekte wie diese gibt es unzählige. Informieren Sie sich in Ihrer Stadt über Möglichkeiten.

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Strom und Pedelec – das passt

Auch Energieversorger unterstützen den Kauf von Elektrorädern. Bei den Stadtwerken Tübingen beispielsweise erhält jeder Kunde, der sich für den Ökostrom-Tarif entscheidet oder bereits Ökostrom-Kunde ist, einen Zuschuss von 100 Euro. Auch wer Stromkunde beim Versorgungsbetrieb Bordesholm ist, bekommt 100 Euro. Stromkunden mit Premium-Vertrag bei den Stadtwerken Marburg erhalten 10 Prozent des Anschaffungspreises, beziehungsweise maximal 100 Euro.

Finanzieren über den Arbeitgeber

Viele Firmen bieten auch ein sogenanntes Fahrrad-Leasing an. Hierbei wird meist ein Teil des Brutto-Gehalts für die monatliche Leasing-Gebühr abgezweigt. Der Arbeitnehmer wandelt so einen Teil seines Entgelts in eine Sachleistung um und muss dafür keine Steuern zahlen. Die Ersparnis liegt laut Leasinganbietern bei 20 bis 40 Prozent. Fragen Sie bei Ihrem Chef doch mal nach. Einen kompletten Artikel zum Thema Fahrradleasing finden Sie auf unserer Internetseite: www.radfahren.de/service/fahrradleasing-vorteile

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Zuschuss der Krankenkasse fürs E-Rad?

E-Biken fördert die Gesundheit. Krankenkassen bezuschussen aber leider kein Fahrrad oder Pedelec. Sie dürfen im Rahmen der Prävention nur einen Bonus auszahlen für die Teilnahme an zertifizierten Kursen oder etwa für die Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Für einzelne Sportgeräte wie ein Fahrrad oder E-Bike gibt es keinen Zuschuss. Beim Bonusprogramm der Techniker Krankenkasse beispielsweise kann das Guthaben aber zur Kostenbeteiligung beim E-Bike-Kauf genutzt werden. Bei ambitionierter Teilnahme am Programm und einer Ansparung über drei Jahre erhält man einen maximalen Zuschuss von ca. 600 Euro. Gilt ein Fahrrad als medizinisches Hilfsmittel – dafür braucht es eine spezielle Zertifizierung und Anerkennung durch die Kassenärztliche Vereinigung –, gibt es einen Zuschuss.

Werkstattkosten: Was kostet der Service fürs E-Bike?

Leider gibt es bisher keine Zertifizierungen für E-Räder. Ein Beispiel für ein nicht elektrisches Rad mit Hilfsmittelnummer (HMN) ist das Trike Gekko fxs von HP Velotechnik. Das Rad ist konzipiert für Kinder und kleine Erwachsene (1,15-1,80m). Hier kann ein Motor aber einfach nachgerüstet werden. Auch bei Hase Bikes gibt es zwei nichtmotorisierte Kindertrikes, die medizinisch verordnet werden können. „Bei jedem Antrag auf Hilfsmittel wird von den Kostenträgern individuell entschieden, ob und wieviel gezahlt wird. Das sogenannte Hilfsmittelverzeichnis ist lediglich eine Orientierungshilfe, es besitzt keine rechtsverbindliche Bedeutung. Erfahrungsgemäß werden die Kosten bei unseren Produkten in vielen Fällen jedoch ganz oder teilweise übernommen“, erklärt Kirsten Hase, Marketingleiterin Hase Bikes. Ob und wie viel die Krankenkasse übernimmt, hängt auch von der Hartnäckigkeit der Patienten und deren Ärzten ab. Eine Empfehlung von zwei Ärzten zu haben ist ­sicher von Vorteil.

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