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Urbane Schaltgruppe

Shimano Metrea: Test und Informationen zur urbanen Komponentengruppe

Highlight für die Stadt

Erstmals gibt es für Urbanbikes eine spezielle Schalt- und Bremsgruppe von Shimano. Was die Metrea kann und leistet? Wir haben die Gruppe unter die Lupe genommen und einen ersten Fahrtest absolviert.
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Wie eine Schönheit sticht sie optisch hervor. Die neue Shimano Metrea passt an moderne Urbanbikes durch ihre moderne Silhouette wie die Faust aufs Auge. Mit der Gruppe reagiert Shimano auf die stärkere Diversifikation der Radgattungen, die im Trekkingbereich gerade im Bereich des städtischen Radfahrens im Gange ist.

Dynamik mit Stil

Der Name Metrea leitet sich übrigens aus den zwei Begriffen Metropolitan und Real ab und weist auf den genauen Einsatzbereich hin: täglicher Einsatz bei Pendelstrecken in der Stadt oder Freizeitausfahrten. Dabei braucht der Radfahrer weder auf Style noch auf einen dynamischen Fahrstil zu verzichten. Shimano erreicht das mit zeitlosen Bauteilen, deren Optik durch die klare Linienführung, eine deutliche Formensprache und zweifarbige Kontraste einen schlichten Minimalismus und Eleganz ausstrahlen, der bei den Urbanbikes gerade trendig und hip ist. Dazu passt die gute Balance aus Funktion, Exklusivität, Alltagstauglichkeit und hochwertigen Materialien. Durch diese Attribute ist es den Radherstellern möglich, Urbanbikes mit einem neuen, frischen und stylischen Erscheinungsbild zu entwickeln.
Ausgelegt auf den sportiven Stadtradler, dem ein Rennrad zu sportlich, das Trekkingrad aber zu bieder ist, spezifiziert Shimano den Oberkörpersitzwinkel von 45 bis 60 Grad. Bei dieser Sitzposition ist das Fahrverhalten wendig und zugleich komfortabel. Technisch gesehen liegt der Fokus auf schnellen und geschmeidigen Schaltvorgängen, einer gut dosierbaren Verzögerung und einer guten Beschleunigung.

Zwei Varianten

Um verschiedenen Rad- und Fahrertypen gerecht zu werden, bietet Shimano die Metrea mit Blick auf das Cockpit und die Übersetzung in jeweils zwei Varianten an. Für eine sportlich, aggressive Optik steht die Dual-Control Schalt-Bremshebelkombination, wie man sie in anderer Form auch vom Rennrad kennt. Dabei wird über den Bremshebel geschaltet, die Optik ist reduziert und clean. Die zweite Variante ist ein klassischer Brems- und Rapidfire Plus Schalthebel, der seinen Platz an geraden Lenkern findet.
Bei der Übersetzung gibt es die Wahl zwischen 2×11 und 1×11 Antriebsstrang. Wer ausschließlich in der Stadt und eher flachem Terrain unterwegs ist, wird die 1×11 Variante wählen. Sie fällt leichter und cleaner aus, bietet dank nur einem Schalthebel eine einfache Schaltlogik, aber auch größere Gangsprünge. Die 2×11 Variante setzt auf eine Zweifach-Kurbel mit engem, abgestuftem Ritzelpaket. Mit dieser Übersetzung sind feine Gangsprünge und eine größere Übersetzungsbandbreite umsetzbar, wodurch auch Ausfahrten in kupiertem Gelände kein Problem darstellen.

Komplette Gruppe

Damit die Metrea auch als Gruppe ihren Weg an die Räder findet, gibt es formschöne Scheibenbremsen und Laufräder. Die Montage der Bremssättel erfolgt über Flat-Mount Standard, der aus dem Rennradbereich bekannt ist und sich formschön in Rahmen und Gabel integriert. Für eine dezente Optik werden ausschließlich 140 mm Bremsscheiben mit IceTech Technologie verbaut, welche im urbanen Einsatz gut dosierbar und ausreichend standfest ausfallen. Die Systemlaufräder bieten eine trendig hohe Felge, schnelle Messerspeichen, CenterLock Bremsscheiben-Aufnahme sowie die Wahl zwischen Schnellspann- und Steckachsversion.
Bei Gewicht, Übersetzungsbandbreite und Preis liegen die Extreme der Komplettgruppe inklusive Laufradsatz zwischen der 1×11 Ausführung für geraden und der 2×11 Version für H-Bar Lenker.
Die erste Gruppe bietet ein Gewicht von 5010 Gramm bei 290 Prozent Übersetzungsbandbreite und circa 1280,- Euro (günstigstes Angebot im Internet derzeit ab 899,- Euro). Die zweite Variante hat ein Gewicht von 5630 Gramm bei 366 Prozent Übersetzungsbandbreite und liegt bei etwa 1640,- Euro.

Frische Abwechslung

Unser erster Eindruck nach einer Testfahrt ( lesen Sie hier den Test des Rose Edelrose Metrea): Die Schaltung lässt sich wie von Shimano beworben sehr weich schalten, die Übersetzungsbandbreite der 1×11 geht im flachen München absolut in Ordnung. Die Schalt- wie Bremshebel lassen sich am H-Bar Lenker von PRO sehr gut greifen, liegen ergonomisch in der Hand. Bezüglich der Bremsleistung sind wir allerdings gespaltener Meinung. Während die Dosierbarkeit hervorragend ist, hat uns die reine Bremsleistung mit den kleinen 140 mm Bremsscheiben nicht ganz überzeugt. Wie sich die Gruppe auf längere Sicht schlägt, wird ein Dauertest zeigen. In einem Punkt sind wir uns aber sicher: Die Metrea ist eine optisch wie technisch interessante Gruppe, die frische Abwechslung in den Urban-Bereich bringt. Die ersten uns bekannten Räder sind auf jeden Fall einen Blick wert!

Lesen Sie hier den Test des Rose Edelrose Metrea.

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