Diebstahl: Von diesem Fahrrad ist nicht mehr viel übrig.
Sicherheit

E-Bikes: Tipps zu Versicherung, Diebstahlschutz und Pflege

Informatives zu Versicherung, Diebstahlschutz und Pflege von E-Bikes

Die Deutschen lieben E-Bikes. Das verdeutlichen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr. Der Verkauf der elektrisch betriebenen Drahtesel stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 19 Prozent. Was bei der Anschaffung gern vernachlässigt wird, ist der Versicherungsschutz. Aber auch die Pflege will gelernt sein. Wir fassen zusammen, worauf es ankommt.
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Versicherungsschutz beim E-Bike: Hausrat nicht ausreichend

Wie der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) unter ziv-zweirad.de in einer Pressemeldung Anfang März bestätigte, wurden 2017 allein in Deutschland 720.000 E-Bikes verkauft. Tendenz steigend. Ausreichend versichert, sind längst nicht alle. E-Bike-Besitzer mit einer Hausratversicherung sollten zunächst diese Police auf Versicherungsleistungen zum Fahrrad prüfen. Fahrräder sind häufig mit 1-5 Prozent der Gesamtversicherungssumme versichert. Grundsätzlich zählt ein E-Bike immer dann zum Hausrat und ist vom Schutz umfasst, wenn es sich beispielsweise bei einem Einbruchdiebstahl oder Feuer innerhalb der Wohnung oder des Kellers befindet. Ob auch der Schaden eines Diebstahls auf offener Straße reguliert ist, muss individuell geklärt werden.

Jugendlicher auf einem Pedelec. E-Bikes werden auch bei jungen Menschen populärer.

Jugendlicher auf einem Pedelec. E-Bikes werden auch bei jungen Menschen populärer.

Bezüglich der Versicherungssumme ist Vorsicht geboten: Nur weil ein E-Bike über die Hausrat vor Diebstahl geschützt ist, heißt das nicht, dass der volle Wert ersetzt wird. Grundsätzlich hängt der Versicherungsschutz von der vereinbarten Versicherungssumme für den gesamten Hausrat ab. „Beträgt diese Summe beispielsweise 75.000 Euro und das Rad ist mit einem Prozent der Versicherungssumme eingeschlossen, erhält der Eigentümer bei Diebstahl nur 750 Euro“, erklärt das Vergleichsportal fahrradversicherung-test.com zum Thema E-Bike Versicherung. Zudem wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Hausratversicherung nicht bei Schäden durch Stürze, Vandalismus, Akku-Defekt oder Unfall zahlt. Angesichts der Tatsache, dass damit erhebliche Kosten verbunden sein können und der Anschaffungspreis eines hochwertigen E-Bikes im Schnitt rund 2.500 Euro beträgt, ist der Abschluss einer E-Bike-Versicherung durchaus eine Überlegung wert. Zumindest gilt das für alle Radler, die unter einem Totalschaden ihres neuen Elektrorads finanziell leiden würden. Und das dürfte auf ziemlich jeden zutreffen. Schließlich freut sich niemand über einen Verlust im vierstelligen Bereich.

Anders als bei der Hausratversicherung lässt sich die Versicherungssumme bei speziellen E-Bike Versicherungen individueller an den Bedarf anpassen. Eine Überversicherung ist aber zu meiden, da sie die Fixkosten unnötig in die Höhe treibt. Folgende Leistungen sind denkbar:

  • Diebstahl / Teildiebstahl
  • Vandalismus
  • Unfallschaden
  • Akku-Defekt
  • Elektroschäden
  • Konstruktionsfehler
  • Pannen- und Sturzschäden
  • Neuradersatz
Ein E-Bike sollte gut geschützt und gepflegt sein, damit man lange Freude an ihm hat.

Ein E-Bike sollte gut geschützt und gepflegt sein, damit man lange Freude an ihm hat.

Diebstahlschutz mit Fahrradschloss

Um einem Diebstahl vorzubeugen, sollten E-Bike-Fahrer in ein zuverlässiges Schloss investieren. Minderwertige Modelle sind innerhalb von Sekunden aufgebohrt, durchtrennt oder mit Kältesprays geöffnet. Empfehlenswert sind unter anderem Hochsicherheits-Scheibenschlösser. Welche Mechanismen hinter den jeweiligen Schlosstypen stecken und welche Produkte Langfingern tatsächlich standhalten können, hat der WDR mit zwei Profis untersucht:

E-Bikes richtig pflegen

Grundsätzlich gelten bei einem E-Bike nahezu die identischen Pflegetipps, wie bei einem herkömmlichen Fahrrad. Elemente wie Schraubverbindungen, Beleuchtung, Kette, Bremsen und Räder müssen ebenso regelmäßig auf ihre Funktionalität geprüft. Wie die allgemeine Fahrradpflege gelingt, erläutert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club im Ratgeber unter adfc.de.

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Doch was ist bei der individuellen E-Bike-Pflege konkret zu beachten? Wir klären über Wesentliches auf:

Wasser Wasser ist gut, sollte aber nie mittels Dampfstrahler auf das E-Bike gerichtet werden. Das Risiko, dass Feuchtigkeit in Naben, Motor und Akku eindringt, ist zu groß. Besser von Hand waschen oder den Gartenschlauch zur Hilfe nehmen. Vor jeder Reinigung müssen Akku und eventuelle Displays vom E-Bike abgenommen werden. Ist ein Display fest montiert, unbedingt gründlich abdecken.
Reinigungsmittel Um zu verhindern, dass Dichtungsmaterial und Kunststoffe beschädigt werden, ist der Einsatz von speziellem Reinigungsmaterial aus dem Fachhandel empfehlenswert.
Akku Bei guten E-Bikes ist die Konstruktion so gestaltet, dass Wasser selbstständig aus der Akku-Aufnahme abläuft. Zum Korrosionsschutz der Kontakte lassen sich Polfette auftragen.
Überwintern Wird das E-Bike im Winter eingelagert, ist Vorbereitung wichtig. Displays und Akku sind in der Wohnung an einem trockenen Ort gut aufgehoben. Auch das regelmäßige Laden des Akkus während der Wintermonate ist ratsam. „Der ideale Ladezustand eines Akkus liegt bei 30 bis 60 Prozent“, erklärt Maschinenbauingenieur Thomas Raica bei bosch-ebike.com.

 

Grundsätzlich sollte ein E-Bike nach jeder größeren Tour gereinigt werden. Ob Schmutz, Salzwasser oder Nässe: Äußere Einflüsse fördern Korrosion und tragen zum Verschleiß bei.

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