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Transalp: So geht’s mit dem E-Bike über die Alpen

Transalp auf der Albrecht-Route

Transalp: So geht’s mit dem E-Bike über die Alpen

Mit dem Rad über die Alpen – ein Traum vieler Mountainbiker. Das Pedelec bietet dafür ganz neue Möglichkeiten. Aber auch die Herausforderungen unterscheiden sich fundamental von denen der klassischen Bio-Bike-Transalp. Wir sind von Garmisch zum Gardasee gefahren. Hier finden Sie alles, was es drumherum zu beachten gilt. Den gesamten Erfahrungsbericht mit Tourbeschreibung lesen Sie in der aktuellen ElektroRad.
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Eine Transalp ist für viele Mountainbiker Traum und Ziel gleichermaßen. Früher war das klassische Mountainbike ohne Motor Standard beim Alpencross. Durch Pedelecs aber haben sich diese Traumtouren enorm gewandelt: Dank E-Motor überqueren inzwischen auch Tourenfahrer mit großer Leidenschaft den Alpen-Hauptkamm. Unsere Tour führt uns auf E-Mountainbikes von Garmisch an den Gardasee. Diese Route ist auch für Tourenfahrer geeignet. Denn dort, wo Mountainbiker über verblockte Trails müssen, gibt es immer Ausweichrouten. Schotterwege oder leichte Trails, auf denen das klassische Trekkingrad problemlos vorankommt. Der Clou: Am Ende des Tages haben alle Fahrer – ob sportlich oder genussvoll unterwegs – am selben Etappenziel an. Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite von Andreas Albrecht. Seine spezielle Strecke für E-Mountainbikes gibt es zum Download für 14,99 Euro inklusive Ausweichrouten und führt durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien.

Die gesamte Geschichte lest Ihr in der aktuellen ElektroRad. Die gibt es hier!

Transalp: Die Fahrer

Organisatorin der Transalp: Isabel Weihermann (42).

Organisatorin der Transalp: Isabel Weihermann (42).

Mit auf der Transalp: Elvira Weihermann-Wiche (56).

Mit auf der Transalp: Elvira Weihermann-Wiche (56).

Mit auf der Transalp: Stephan Kümmel (39).

Mit auf der Transalp: Stephan Kümmel (39).

Transalp: Die Route

Mit das wichtigste auf einer Transalp ist zweifelsohne das Bike. Für die von uns ausgesuchte Route ist ein Mountainbike die Beste Wahl. Wir empfehlen ein Fully mit 120 bis 140mm Federweg. Diese Route ist aber auch mit einem Trekkingrad machbar. Eigentlich gibt es unterwegs nur eine einzige nennenswerte Schiebepassage, wenn man nicht mit dem E-MTB unterwegs ist. Doch selbst die können versierte Fahrer auch mit einem guten Trekkingrad bewältigen. Die Albrecht-Route bietet zudem mehrere Varianten. Die einfachste verläuft meist auf oder neben der Straße. Mittelschwere Umfahrungen der Mountainbike-Trails verlaufen auf gut befestigten Wald- und Gebirgswegen. Die weisen dann mitunter schon ordentliche Steigungen auf. Doch dafür gibt es ja die E-Motoren.

Auffahrt zum Val Mora.

Auffahrt zum Val Mora.

Unsere Tour startet in Garmisch. Tag eins führt uns über den Fernpass nach Landeck. An Tag zwei geht es unter anderem über den Pass da Costainas nach Tschierv in der Schweiz. Der dritte Tag bietet als Höhepunkt das Val Mora und endet im bereits italienischen Grosio. Über den Passo Foppo geht es an Tag vier nach Pezzo. Höhepunkt des fünften Tags und höchster Punkt der Tour: Die Montozzo Scharte auf dem Weg nach Madonna di Campiglio. Die Route am letzten Tag führt über den Bärenpass zum Endpunkt der Transalp: dem Gardasee.

Die Bikes

Wir nehmen die Transalp mit Tourenfullys unter die Stollen. Isabel Weihermann ist mit dem Merida eOne Forty 5000 unterwegs. Damit hat sie genügend Reserven und Spaß auf der Überquerung der Alpen. Ein tolles e-Fully besonders für kleine Personen ist das Simplon Steamer Compact. Es ist in Rahmengröße XS erhältlich und erreicht somit eine möglichst geringe Überstandshöhe. Damit hat Elvira Weihermann-Wiche sichtlich Spaß auf der Tour. Das Flyer Uproc 7 in Größe L passt Stephan Kümmel hervorragend. Die ausgewogene Sitzposition und eine Menge Federweg begeistern ihn vor allem im Trail. Empfehlenswerte Motoren für diese Tour sind der Bosch Performance Line CX, der Shimano Steps 8000 und der Panasonic GX Ultimate. Auch Broses S-Drive passt. Der Akku sollte über mindestens 500 Wattstunden verfügen, besser mehr. Denn die Albrecht Route ist mit Nachladen in der Mittagspause kaum zu schaffen. Die Pausen werden zu lang denn je nach Jahreszeit steigt die Gewitterneigung in den Nachmittagsstunden. Daher haben wir uns für jeweils einen zweiten Akku im Rucksack entschieden.

Flyer Uproc 7; Allmountain-Fully mit 160 mm Federweg; Panasonic GX Ultimate Motor mit 630 Wh Akku; Verfügbare Rahmengrößen: S- XL

Flyer Uproc 7; Allmountain-Fully mit 160 mm Federweg; Panasonic GX Ultimate Motor mit 630 Wh Akku; Verfügbare Rahmengrößen: S- XL

Allmountain-/Touren-Fully mit 130 mm Federweg; Shimano E8000 Motor mit 500 Wh Akku; Verfügbare Rahmengrößen XS – M

Simplon Steamer Compact; Allmountain-/Touren-Fully mit 130 mm Federweg; Shimano E8000 Motor mit 500 Wh Akku; Verfügbare Rahmengrößen XS – M

Merida eOne Forty 5000; Allmountain- /Touren-Fully mit 140mm Federweg; Shimano E7000 Motor und 504 Wh Akku; Verfügbare Rahmengrößen: S – XXL.

Merida eOne Forty 5000; Allmountain- /Touren-Fully mit 140mm Federweg; Shimano E7000 Motor und 504 Wh Akku; Verfügbare Rahmengrößen: S – XXL.

Transalp-Rucksäcke und Taschen

Da das Gepäck transportiert wird, reicht ein Tagesrucksack. Wir geben unsere Reisetaschen einfach am Morgen im Hotel ab. Am Abend steht es dann schon in der Unterkunft am Zielort bereit. Dafür sorgt Doris Wegmann mit ihrem Shuttle-Service. Hier empfiehlt sich ein Rucksack mit Akkufach. Wir haben unter anderem den Evoc FR Trail E-Ride dabei. Unseren Deuter Trans Alpine Pro statten wir mit einer Deuter-E-Tasche aus. Der gepolsterte Einsatz nimmt den Akku auf. Er wird so mittig im Rucksack gehalten – ganz ohne zu verrutschen oder am Rücken zu drücken. Links und rechts bleibt genügend Platz für das Marschgepäck.

Der Deuter Trans Alpine Pro mit E Tasche (rechts).

Der Deuter Trans Alpine Pro mit E Tasche (rechts).

Auch sehr sinnvoll: Bikepacking-Zubehör wie diese Lenkertasche.

Auch sehr sinnvoll: Bikepacking-Zubehör wie diese Lenkertasche.

Der Evoc FR Trail E-Ride hat das Akkufach schon integriert.

Der Evoc FR Trail E-Ride hat das Akkufach schon integriert.

Packliste für den Tagesrucksack

Das ist drin in unseren Tagesrucksäcken:

  • Wechselakku für jedes Rad
  • Bargeld und EC-Karte
  • Krankenversichertenkarte
  • Ausweis
  • Smartphone
  • Erste-Hilfe-Set
  • Sonnencreme
  • Helmmütze
  • Multifunktionstuch
  • Regenjacke und Regenhose
  • Leichte Windjacke
  • Handschuhe
  • zweites Paar Handschuhe
  • Regenhandschuhe/warme Handschuhe
  • Armlinge
  • Bein- oder Knielinge
  • Regenüberschuhe oder wasserdichte Socken
  • wärmende Zusatzschicht
  • Energieriegel/Gel
  • Isotonisches Getränkepulver
  • Trinkflasche oder Trinkblase
  • GPS-Gerät oder Karte
  • Stirnlampe für Notfälle
Herrlicher Ausblick: Die Brenta-Dolomiten.

Herrlicher Ausblick: Die Brenta-Dolomiten.

Ein großes Fahrradschloss transportieren wir im Reisegepäck. Wir brauchen es für die Nächste, wenn unsere Räder in den Fahrradkellern der Hotels stehen. Wer in den Pausen unterwegs auf Nummer Sicher gehen will, packt sich ein kleines Drahtschloss ein, um das Rad untertags abschließen zu können.

Praktische Helfer

Zur Navigation haben wir neben einem Garmin Oregon auch unsere Smartphones mit der Komoot App genutzt. Die Etappen haben wir zu Hause in alle Systeme eingespielt und konnten ohne Probleme unterwegs navigieren. Eine gute Halterung für das Smartphone am Lenker ist das Quad Lock System. Die Australische Firma bietet für alle gängigen Mobiles Schutz-Hüllen und diverse Halterungen an.

Der 60X von SQlab.

Der 60X von SQlab.

Quad Lock bietet zuverlässige Handy-Halterungen.

Quad Lock bietet zuverlässige Handy-Halterungen.

Die SQ-Short One10 von SQlab.

Die SQ-Short One10 von SQlab.

Sitzprobleme? Können auf solch einer Tour zur Hölle werden. Ein richtig vermessener Sattel ist die halbe Miete. Eine gute Rad(unter)hose mit Polster minimiert etwaige Probleme gen Null. Wir waren mit dem 6OX Sattel von SQlab unterwegs. Dieser wurde eigens für e-Mountainbiker entwickelt und ist in verschiedenen Breiten erhältlich. Gepolstert haben wir unsere Sitzknochen mit der SQ-Short One10. Eine leichte, gut belüftete Unterziehhose ebenfalls von SQlab. In der Kombi sind wir drei ohne „Wolf“ über die Alpen gekommen.

Zubehör für Notfälle

Glücklicherweise haben wir kein einziges Werkzeug gebraucht. Trotzdem waren wir froh, für mögliche Notfälle gewappnet zu sein. Darum waren in unserem Marschgepäck folgende Werkzeuge:

  • Ersatzschlauch und Flickenset
  • Minipumpe und CO2-Patrone
  • Minitool
  • Kettenöl
  • zwei Kettennietstifte
  • ein Ersatzschaltauge
  • Kabelbinder und etwas Gaffatape
  • Ersatz-Bremsbeläge
  • Schaltzug und zwei Ersatzspeichen
Am Ziel: Der Gardasee ist erreicht.

Am Ziel: Der Gardasee ist erreicht.

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