Reise

Radfahren in Indien: Informationen und Tourenvorschläge

Radtouren auf dem Subkontinent: India calling

"Indien Erfahren" veranstaltet mehrwöchige ­Radtouren auf ausgewählten Routen des ­gesamten indischen Subkontinents. Enspanntes Radeln in exotischer Umgebung, kompetent ­geführt in ­kleinen deutschsprachigen Gruppen.
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Die Arunachal-Tour

In den unbekannten Nord-Osten des Subkontinents, das über den sog. „Chicken-neck“ vom Hauptland getrennte andere Indien, dahin fahren wir 2018 erstmals. Von Indien verwaltet, von vielen indigenen indo-­burmesischen Stämmen und Thai-Völkern bewohnt, brechen wir auf unseren Mountainbikes auf in die vergleichsweise sanft abfallenden Hänge des Ost-Himalayas, ins Grenzland nach Yunnan in China. In einem Gebiet so groß wie Bayern wohnen hier ca. 1,3 Mio Menschen verteilt über ungezählte Täler. Die Völker der ­Chakma, Singpho, Khamti, Miju Mishi, Digaru Mishi, unter anderem, sprechen acht Haupt­sprachen und angeblich über 200 Dialekte. Ohne unsere zuverlässigen einheimischen ­Guides geht für uns hier nichts mehr.
Wir treffen all die freundlichen Einheimischen täglich unterwegs auf unseren Wegen, speisen mit und nächtigen mitunter auch bei ihnen. Von den Teeanbaugebieten und Ölförderstätten ­Assams über den tropischen Regenwald von ­Nadampha und Kamlang hin zum weiten Grasland und den Zuckerrohr­feldern des Acheso-Tales ist jeder Tag eine neue Offen­barung.
Der Osthimalaya bietet hier neben seinen einzigartigen, gar nicht indischen Bewohnern eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Begleitet von unserem Team engagierter lokaler ­Guides vermitteln wir allen, die dafür offen sind, schwer zu beschreibende Glücksmomente. Allerdings: Die Bereitschaft, zeitweise auf gewohnten westlichen Komfort zu verzichten, in sehr einfachen Unterkünften oder Zelten die Nacht zu verbringen, ist dafür (noch) Voraussetzung.
Vor oder nach der MTB-Tour bieten wir Ihnen nach individueller Abstimmung die Erkundung der Mega-Cities Delhi und/oder Kolkata an. ­Seien Sie dabei, wenn es auf einfachen ­Rädern zum morgendlichen Erwachen durch den ­Moloch Alt-Delhi geht – Kulturschock garantiert!

Radeln in Ladakh

Diese MTB-Tour bietet für alle passionierten und gut vorbereiteten Radler die wohl ultimative Heraus­forderung auf dem Dach der Welt im nordindischen Himalaya. Gleich zu Beginn tauchen wir auf einer geführten morgendlichen Radtour ganz tief ins Innenleben der Hauptstadt von 1,3 Mrd. Indern ein. Delhi, wie wir es erleben – was für eine emotionale und kulturelle Herausforderung!
Wir erholen uns davon im auf ca. 2000 m gelegenen malerischen Kullu-Tal. Gleichzeitig akklimatisieren wir uns dort für unseren Aufstieg in die atem(be)raubende Hochgebirgslandschaft von Lahaul und später Ladakh. Vor uns liegen die höchsten derzeit motorisiert befahrbaren Pässe unseres Planeten. Wir machen uns auf unseren perfekt eingestellten Leih-MTBs auf den wegen seiner Einmaligkeit schwer zu beschreibenden Weg, professionell durch das Team unseres Partners Jogi begleitet. Auf dem Weg zum Rotang-Pass (3981 m) regnen sich immer wieder Monsunwolken ab. Nach kurzem Ab- und den nun folgenden Anstiegen bis max. 5601 m zum Gipfel des Kardung La verändert sich die Landschaft dramatisch. Und auch die Anforderungen an uns Radler. Die Luft wird knapper und wir langsamer. Für die Mühen der langen Aufstiege jedoch werden wir entschädigt mit unglaublichen Aussichten auf schneebedeckte Gipfelketten, tiefe Schluchten und eine karg anmutende, aber umso spektakulärere Natur. Und wir treffen immer mal wieder auf die wenigen Menschen, die hier oben leben in ihrem einfachen, zunehmend buddhistisch geprägten Alltag. Die Klöster und Dörfer bieten in ihrer facetten- und farbenreichen Ursprünglichkeit einen – noch möglichen – tiefen Einblick in die tibetische Kultur und Lebensart.
Nach so mancher Quälerei werden wir immer wieder belohnt mit in dieser Form und Länge in Europa nicht möglichen einzigartigen Abfahrten. In Leh können wir dann entspannen oder weitere Ziele, wie zum Beispiel die Besteigung des 6000er Gipfels des Stok Kangri in Angriff nehmen, oder, oder, oder …

Wenn die Monsunregen im September das Land in ein fruchtbares, tausendfach verschiedenes Grün getaucht haben, wird es wieder Zeit, in unsere „Heimatregion“ nach Südindien aufzubrechen und in der in Europa für Radfahrer schwierigen Jahreszeit die Jahrtausende alten kulturellen Schätze inmitten der tropischen Natur zu besuchen und die freundlichen Einheimischen bei ihrem Weg ins 21. Jahrhundert zumindest einige Wochen lang zu begleiten.
Seien auch Sie dabei!

INFO
„Indien Erfahren –
Radtouren auf dem Subkontinent“
Frank Richter
Zum Steinrutsch 10
51427 Bergisch Gladbach
Tel.: 02204-7485389
info@indien-erfahren.com
www.indien-erfahren.com

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