Mecklenburgische Seenplatte: Radabenteuer um das „kleine Meer“

Rund um die Müritz: Ein Traum wird wahr

Mecklenburgische Seenplatte: Radabenteuer um das „kleine Meer“

Auf zwei Rädern rund um die Müritz: Entdecken Sie unberührte Natur, idyllische Orte und maritime Highlights auf einer unvergesslichen 90-Kilometer-Radtour.
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Das Licht so spektakulär nordisch, die Seen tief beeindruckend und der Horizont endlos weit. Die Mecklenburgische Seenplatte ist ohne zu übertreiben ein Paradies – auch und vor allem für Radler. Die Luft ist frisch, vom Duft der Kiefern geschwängert. Heute startet unser Abenteuer – einmal rund um das „kleine Meer“, wie die Müritz aus dem Slawischen übersetzt heißt.

Schon der Morgen verspricht einen wundervollen Tag auf dem Fahrrad. Er wird Recht behalten. Auf der Mecklenburgischen Seenplatte werden Radfahrerträume wahr. Der Weg führt uns zunächst flach am Ufer entlang. Linkerhand glitzert der Müritzsee in der Morgensonne, rechterhand erstrecken sich dichte Wälder, die den Müritz-Nationalpark einläuten. Die Wege sind gut befestigt und laden zum entspannten Rollen ein.

Entspanntes Rollen im eiszeitlichen Hügelland

Das Moränengebiet aus der letzten Eiszeit, in dem sich diese wunderschöne, seenreiche Landschaft gebildet hat, ist aber durchaus hügelig. Zwar gibt es keine langen Anstiege, immer aber wieder kleine, steile Stiche, auf denen man sich über etwas E-Unterstützung sehr freut. Außerdem liegt die Müritz-Umrundung vor uns. Das sind immerhin gute 90 Kilometer. Die können sich ziehen, vor allem, wenn der Wind von vorne kommt.

Und: Wir wollen ja ohnehin ganz entspannt dahinrollen; Land und Leute, die Kulinarik und eben diesen ganz besonderen mecklenburgischen Charme entdecken. Hektik passt da nun wirklich nicht rein.

Adlerschau im Herzen des Nationalparks

Nach dem reichhaltigen Frühstück im MAREMÜRITZ Yachthafen Resort radeln wir mitten hinein in die Stille und Urwüchsigkeit des Nationalparks Müritz. Mit etwas Glück können wir hier See- und Fischadler kreisen sehen. Wir haben großes Glück.

Das Informationszentrum Schwarzenhof ist eine zentrale Anlaufstelle im Herzen des Nationalparks. Es bietet Infos über den Adler, eine Livecam direkt aus einem Adlerhorst sowie fachkundige Beratung für fast jedes Nationalpark-Thema. Der ideale Einstieg.

Wir fahren weiter – immer südwärts. Der dichte Wald spendet Schatten und kühlt die sommerlich warme Luft. Wir genießen die besondere Atmosphäre des Nationalparks. An vielen Stellen ist das Ufer unberührt, wir hören nur das Rauschen des Windes in den Baumwipfeln und das eigene, rhythmische Rollen der Reifen auf dem Asphalt. Wir halten Ausschau nach Fischadlern, die hier in den alten Bäumen nisten. Die Gegend ist ein Paradies für Naturliebhaber. Wir passieren kleine, idyllische Orte. Immer wieder gibt es kleine Badestellen, die zu einer kurzen Abkühlung einladen.

In der Nähe entwickelt sich wieder ein weitläufiges Feuchtgebiet. Es kann nicht betreten werden, aber entlang des hier schnurgeraden Radwegs stehen mehrere Aussichtstürme, die einen spannenden Ein- und Ausblick aufs Moor ermöglichen.

Ob Sie den größten deutschen Binnensee in einem Rutsch umrunden oder entspannte Halbtagestouren suchen – die Region ist ideal für
Genussradler, E-Biker und Familien geeignet.

Kulinarische Stopps und Geschichte im Süden

Unser Magen knurrt ein wenig. Deshalb steuern wir Fischers Land in Boek an. In einem Teich kann man von der Terrasse aus Fische mit etwas Futter an die Oberfläche locken und beobachten. Karpfen und Störe, aber auch Welse und Schleie schwimmen herum. Eine Platte mit Fischspezialitäten aus der Müritz mundet uns fantastisch. Ein Stopp bei den Müritzfischern auch an anderen Orten lohnt sich immer, denn der Fisch hier ist fangfrisch – und extrem lecker.

In Rechlin an der Südspitze der Müritz kommt wieder etwas skandinavisches Flair auf, denn hier schiebt sich der See wie ein Fjord in die Landschaft hinein.

Unbedingt lohnenswert: Das Luftfahrttechnische Museum Rechlin dokumentiert auf einem historischen Areal die Geschichte der bedeutendsten Erprobungsstelle der deutschen Luftwaffe zwischen 1916 und 1945. Im Fokus stehen die Entwicklung, das Testen neuer Flugzeuge und geheim gehaltene Technologien des Dritten Reiches. Zudem beleuchtet das Museum die spätere Nutzung des Geländes durch die Rote Armee und die DDR-Sicherheitskräfte. Die Ausstellungen zeigen originale Luftfahrzeuge, Triebwerke, Wrackteile und technische Dokumente. Eine Schiffbau-Ausstellung ergänzt das Angebot. Spannend für Groß und Klein.

Ein kulinarischer Geheim-Tipp ist der Bioladen Alte Tischlerei in Rechlin. Dort werden Erzeugnisse aus der eigenen Land- und Jagdwirtschaft verarbeitet. Im Restaurant können hausgemachte Pommes mit Wildgulasch oder eine wilde Carbonara verspeist werden. Wir begnügen uns mit hausgebackenem Kuchen, frischem Kaffee und Bio-Eis.

Maritimes Flair im bunten Röbel

Wir strampeln weiter nach Röbel. Die bunte Stadt am kleinen Meer, mit seinen zwei imposanten frühgotischen Kirchtürmen, die weit in alle Himmelsrichtungen grüßen, ist landseitig in eine leicht hügelige Landschaft eingebettet.

In den beschaulichen Ringgassen mit den vielen bunten Fachwerkhäuschen scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Besonders die restaurierte Windmühle, die inmitten der Stadt auf dem Burgberg thront, eröffnet dem Besucher bei einem Spaziergang durch das mittelalterliche Stadtzentrum einen Rückblick auf Handwerk und Tradition.

Röbel besitzt eine wunderschöne Uferpromenade mit Anlegestellen der Fahrgastschiffe, einladenden Restaurants und Cafés. Die alten, teils schilfgedeckten Bootshäuser verleihen Röbel zusammen mit dem modernen Wasserwanderrastplatz, dem Segler- und Stadthafen ein wunderschönes maritimes Flair.

Über den höchsten Punkt zur Erfrischung im See

Hinter Röbel beginnt der hügeligste Teil der Strecke. Wenige Hundert Meter vor Gotthun erreichen wir den mit 85 Metern höchsten Punkt des Müritzrundwegs.

Anschließend bleibt es wellig, wenngleich die Steigungen natürlich weiterhin nicht wirklich der Rede wert sind. Felder, kleine Wäldchen und Dörfer wechseln sich ab, immer wieder ergeben sich von der relativen Höhe aus feine Fernsichten über den See.

Der Weg nach Klink führt uns wieder dichter an das Ufer, und wir beobachten, wie die Segelboote lautlos an uns vorbeiziehen. Der sandige Feldweg ist tief ausgefahren. Die Sonne wärmt noch, der Blick streift über schier endlose Felder.

Hinaus aus Sembzin geht es auf etwa 100 Metern mit sieben Prozent Steigung. Hier werden unsere Motoren mal etwas mehr gefordert als nur zur ganz sanften Unterstützung. Bis Klink hält sich der Weg nun recht nah am Ufer, das hier erstaunlich hügelig ist.

Unterhalb des majestätischen Seehotels halten wir an einer der vielen öffentlichen Badestellen an. Hier ragen alte, knorrige Bäume über den Strand und hinaus aufs Wasser. Dort schließen wir unsere Räder an, um das alles dominierende Element endlich selbst zu spüren.

Badehosen haben wir natürlich dabei, denn die gehören auf einer Tour auf der Seenplatte zur obligatorischen Ausstattung. So waten wir hinaus in den See, der hier wie an vielen Stellen sehr flach ist. Vor allem Familien mit kleineren Kindern kommt das zugute.

Radtouren rund um die Müritz bieten eine perfekte Kombination aus unberührter Natur im Müritz-Nationalpark, flachen Uferwegen und charmanten Hafenstädten.

Endspurt auf Holzstegen zurück nach Waren

Der Endspurt von Klink zurück nach Waren ist kurz und führt uns vorbei an eleganten Villen. Bis Waren wird es nochmal waldiger. Kurz vor dem Campingplatz Kamerun wird es sogar richtig trailig. Hier kämen auch Mountainbiker auf ihre Kosten. Und doch sind die Pfade fest genug für Genussradler. Hinter dem Campingplatz, den der Müritz-Radweg durchquert, geht es vorbei am Kletterwald.

Dahinter folgt noch einmal ein echter Höhepunkt der Tour: Über eine Verlandungszone führt ein 200 Meter langer Holzsteg, von dem aus wir die besonderen Pflanzenarten entdecken, die sich hier zwischen Wasser und Land angesiedelt haben. Die letzten Meter durch Waren zurück zum Stadthafen verlaufen entspannt.

Ausklang am Stadthafen und Naturwunder im Müritzeum

Zurück an der Kaimauer lassen wir uns nach einer wahrlich eindrucksvollen Runde auf einer der großen Terrassen nieder. Bei guter, mecklenburgischer Küche sehen wir die Sonne ihr goldenes Licht zum Ende eines erfüllten Tags erstrahlen.

Sanft schaukelnde Segel- und Hausboote und die prächtigen Hafenspeicher bilden die würdige Kulisse für das Ende eines tollen Tages. Die lebendige Promenade bildet das Herzstück des maritimen Lebens. Hier reihen sich Restaurants, Cafés und Bars aneinander. Zudem starten von hier aus die Fahrgastschiffe für Rundfahrten auf der Müritz.

Waren hat ganz viel Historie zu bieten: Der Alte und Neue Markt sowie die liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser laden zum Bummeln ein. Besonders sehenswert sind die Kirchen St. Marien und St. Georgen aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Vom Turm der Marienkirche hat man einen hervorragenden Rundumblick über die Stadt und den See.

Das Müritzeum ist ein interaktives Natur-Erlebnis-Zentrum in Waren. Deutschlands größte Aquarienlandschaft für heimische Süßwasserfische zeigt über 50 Fischarten, Krebse und Sumpfschildkröten in 26 naturnahen Becken. Ein besonderes Spektakel: Ein riesiges, zweistöckiges Aquarium mit über 100.000 Litern Wasser, in dem sich ein Schwarm von Hunderten Maränen tummelt.

Diese Radtour rund um die Müritz ist ein unvergessliches Erlebnis. Das Schöne liegt halt oft so nah.

Radeln und Baden an der Müritz bietet die perfekte Mischung aus Aktivurlaub und Entspannung.


Tipps

Maremüritz Resort und Bella Riva Restaurant

Das MAREMÜRITZ Yachthafen Resort und das dazugehörige Restaurant Bella Riva bilden eine moderne Urlaubs- und Gastronomieeinheit in Waren (Müritz). Die Anlage liegt idyllisch auf einem schmalen Uferstreifen direkt zwischen der Binnenmüritz und dem Feisnecksee am Rande des Müritz-Nationalparks.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von maremueritz.com zu laden.

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Müritz-Hof Knust in Sembzin mit frei laufenden Hühnern & Hofladen. 

www.mueritzhof-knust.de

Restaurant Leddermann 

Kreative Gerichte, von saisonalen Spezialitäten bis zu veganen Optionen, in einer entspannten Atmosphäre mit Hafenblick in Waren.

www.restaurant-leddermann.de

Das Seehotel „Weit Meer“

Direkt am Ufer der Müritz ein gastronomisches Erlebnis ganz besonderer Art: Ein einzigartiger Ausblick vom Müritzrestaurant oder von der Seeterrasse, kombiniert mit einem ausgezeichneten Speisen- und Getränkeangebot.

https://seehotel-weitmeer.de

Müritz-Nationalpark-Ticket

Das Müritz-Nationalpark-Ticket ist ein saisonales Kombiticket für die Region rund um die Müritz. Es ermöglicht Reisenden, den Nationalpark umweltfreundlich ohne eigenes Auto zu erkunden. Busse: Es gilt auf den Nationalpark-Buslinien (z. B. zwischen Waren, Boek und Rechlin). Die Busse verkehren im Stundentakt und sind oft mit Fahrradanhängern ausgestattet. Schiffe: In der Kombi-Variante schließt das Ticket die Nationalpark-Schiffslinie der Weißen Flotte Müritz ein z. B. Verbindungen zwischen Klink, Röbel, Rechlin und dem Bolter Kanal).

Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e.V.

Turnplatz 2
17207 Röbel/Müritz

www.mecklenburgische-seenplatte.de


Extra-Tipp

Mecklenburger Radtour

Die Mecklenburger Radtour ist ein kleines tatkräftiges Team von Rad- und Wanderprofis, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sich um ihren individuellen Rad- und Wanderurlaub zu kümmern. Bestens organisiert übernimmt das Team die Aufgabe der Reiseplanung und Routenwahl, der Hotelauswahl und der Reisedokumentation.

Mit mehr als 200 eigen veranstalteten individuellen Radreisen ist die Mecklenburger Radtour die Nr. 1 in Norddeutschland. Weitere rund 200 Rad- und Wanderreisen, die man mit bewährten und verlässlichen Partnern vor Ort in Deutschland und Europa anbietet, runden das umfangreiche Programm ab.

Gegründet wurde das Unternehmen von Thomas Eberl, einem Schwaben, der es sich vorgenommen hatte, da wo es 1992 noch kein buchbares individuelles Radreise-Angebot gab, dieses zu entwickeln. Eberl ist Touristiker aus Leidenschaft. Von Anfang an dabei ist Frau Beate Eberl, gebürtige Neustrelitzerin aus Mecklenburg und Kennerin ihrer Heimat.

Die Mecklenburger Radtour GmbH
Zunftstr. 4
18437 Stralsund

Tel.: 0 38 31 / 30 67 6 – 0
Fax: 0 38 31 / 30 67 6 – 19

info@mecklenburger-radtour.de
www.mecklenburger-radtour.de

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