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Scott ist vielen als Anbieter für supersportliche Rennräder und Mountainbikes aus Carbon bekannt. Der Ausrüster der Herren- und Damenteams Columbia-Highroad und des Scott SwissPower MTB-Teams steckt sehr viel Geld in die Entwicklung und das Design seiner Räder, was auch dem Sportster P1 Lady in unserem Test zugute kommt.
Design: „state of the art“
Ein Blick auf den Rahmen lohnt: Mit aufwändiger „Hydroforming“-Technik werden die 6061-Aluminiumrohre in eine Spezialform gepresst und erhalten so ein unverwechselbares Finish. Sämtliche Ecken, Kanten und leichte Dellen in den Rohren sind hier nicht etwa nur optische Gimmicks, sondern verstärken gezielt den Rahmen an empfindlichen und besonders belasteten Stellen – vor allem im Steuerrohrbereich. Ein stark abfallendes Oberrohr bringt der Fahrerin beruhigende Schrittfreiheit und damit in technischen Geländepassagen erhöhte Fahrsicherheit. Weiterhin wird auch das Rahmendreieck kleiner und steifer, was der Fahrstabilität zugute kommt. Die Zuganschläge der Schaltzüge am Oberrohr sind aus Aluminium und wirken besonders hochwertig. Lobenswert: Durchgängige Bowdenzughüllen für Schaltwerk und Umwerfer bieten Schmutzschutz und eine lang anhaltende, gute Funktion.
Die Ausfallenden beherbergen neben der Laufrad- und Scheibenbremsaufnahme zusätzlich zwei Gewinde für das Anbringen von Gepäckträger und Schutzblechen – falls das Rad zum sportiven, leichten Trekkingrad aufgerüstet werden soll oder eine Wochenendtour ansteht. Für den Stadtbereich kann an den Sitzstreben ein Rahmenschloss nachgerüstet werden.
Optisch gefällt das Rad durch die farblich abgestimmte Ausstattung von Rahmen, Gabel, Anbauteilen und Sattel. Feine, goldene Dekorstreifen, pfiffige Chromaufkleber mit Firmenlogo auf der Felge sowie der weiße Sattel können uns überzeugen. Ausstattungsmäßig gibt es an der Shimano Schalt- und Bremsanlage samtAnbauteilen nur einen einzigen Kritikpunkt: Speichenreflektoren sind out und einfach nicht mehr standesgemäß – zumal die Conti-Reifen auch mit Reflexstreifen erhältlich wären.
Fahreindruck
Das Beste gleich vorneweg: Das Sportster ist nicht nur sportlich, sondern zusätzlich sehr angenehm zu fahren. Ein höhenverstellbarer Vorbau sorgt für schnelle Anpassung an die individuellen Bedürfnisse. Ein aufwändig geformter Lenker sorgt für eine anatomisch korrekte Handgelenkstellung. Schmale, gut dämpfende Griffe mit auf die feminine Hand abgestimmter Ergonomie bieten Griffigkeit satt und dämpfen kleinste Vibrationen sehr angenehm. Grobe Fahrbahnunebenheiten saugt die sehr weich ansprechende Suntour-Federgabel auf. Toll: auf harten, schnellen Untergründen lässt sie sich vom Lenker aus per Hebel blockieren, was nerviges Wippen bei kurzen Sprints und im Wiegetritt eliminiert. Der Damensattel ist etwas weicher gepolstert, bietet aber trotzdem die richtige Portion Sportlichkeit. So sind kürzere wie auch lange Ausfahrten ohne Probleme mit dem Allerwertesten zu absolvieren.
Für das große Einsatzspektrum des Rades ist zum Großteil die tolle Geometrie verantwortlich, die gute Wendigkeit mit ausreichender Spurtreue verbindet. Enge Kurven auf Straßen und im Gelände machen superviel Spaß – ohne dass das Rad zu nervös wirken würde. Unterstützt wird das Ganze durch Contis DoubleFighter Semislickreifen, die einerseits auf der Straße seidenweich abrollen und andererseits in leichtem Gelände ausreichende Traktion und exzellente Kurveneigenschaften zeigen. Shimanos Scheibenbremsanlage benötigt eine etwas längere Einbremszeit, stellt dann aber eine tolle Dosierbarkeit und kraftvolle Verzögerung zur Verfügung. Einziger kleiner Kritikpunkt wäre das etwas hohe Gewicht des Rades, das vor allem bei leichteren Ladys deutlicher auffällt.
aktiv Radfahren Fazit: Sehr gut. aR Prädikat: Sport!
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