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Der wichtigste Tipp zuerst: Machen Sie reichlich Pausen, damit bei den Dreikäsehochs erst gar keine Ungeduld aufkommt. Spätestens alle 90 Minuten ist ein "Landgang" fällig, allerdings sollte nicht der erstbeste Hafen angelaufen werden: "Achten Sie auf genügend Freifläche zum Austoben", empfiehlt Andreas Gehlen vom Anhängerspezialisten Zwei plus zwei (www.zweipluszwei.com). "Zudem ist es immer gut, Spielzeug und einen kleinen Snack für zwischendurch dabei zu haben, wofür sich moderne Anhänger mit ihrem großen Stauraum ideal eignen." Bewegung bringt Ruhe.
"Bieten Sie Ihren Kids spannende Spiele, die schnell zu lernen sind und unmittelbar Spaß machen", rät Anja Riedel vom Remscheider Sport- und Freizeithersteller Hudora (www.hudora.de). "Bewegung ist ideal, denn die Kleinen haben ja im Anhänger nur gesessen", ergänzt Riedel und empfiehlt Klassiker wie Gummitwist, Seilspringen oder Tauziehen. Clever: Solche Spielsachen benötigen nicht viel Platz und machen es den Kindern leicht, Kontakte zu knüpfen: Die Regeln beherrscht jeder und ohne viele Worte kann sich ein neuer Mitspieler einbringen. Weniger den Bewegungsdrang als die Konzentration bedient das Jonglier-Spielzeug "Diabolo" (z.B. von Hudora, 9,95 Euro): Die sanduhrförmige Rolle mit einem zwischen zwei Stäben befestigten Seil in der Luft zu halten, beschäftigt Kinder seit Jahrhunderten - warum also nicht auch beim Radfahr-Stopp?
Geistreiches für Fahrt und Pause
Pausentaugliche Gesellschaftsspiele bietet der Spielehersteller Ravensburger (www.ravensburger.de) an. Der eierwerfende Hahn "Kiki Ricky" (ca. 6 Euro) braucht rund 20 Minuten, bis er alle Plastikhennen erwischt hat; beim Kartenspiel "Jetzt schlägt's 13" (ca. 11 Euro) muss man gut 30 Minuten lang Punkte sammeln - gerade so lange, bis die nächste Etappe gestartet werden kann.
Etwas schwieriger ist es, das Programm für unterwegs zu gestalten. Kleinere Kinder lassen sich durch das sanfte Ruckeln des Anhängers leicht in den Schlaf wiegen; wenn das nicht klappt, sind das Lieblingsstofftier und robuste Bilderbücher angesagt - bitte möglichst kleinformatig, damit sich der Passagier beim Blättern nicht daran stoßen kann. Einen passenden Zeitvertreib für Ältere bietet der "riese und müller"-Fanshop (www.r-m.de) mit seinem Fahrradquartett. Federweg, Gewicht und Ausstattung anstatt PS und Höchstgeschwindigkeit haben auch einen klaren pädagogischen Nutzen. Kindgerechte "Giveaways" bekommen Sie mit etwas Glück übrigens im gutsortierten Fahrradhandel - etwa das Humpert-Jojo oder Luftballons von Zwei plus zwei.
Fußballfeld zum Aufblasen
Wenn mehrere Familien mitsamt Kindern gemeinsam unterwegs sind, dann dürfen die Spielsachen auch etwas größer ausfallen: Hudora bietet ein fünf mal vier Meter großen Fußballfeld (ca. 40 Euro) zum Aufblasen an - mit weichen Banden, die den ebenfalls aufblasbaren Ball auf dem Platz halten, und - raten Sie mal - aufblasbaren Fußballtoren. Mit einer Fahrradstandpumpe ist dieses zügig aufgepumpt, dann können die Eltern in Ruhe Picknicken (oder das Nachtlager richten).
Der wichtigste Tipp der Fachleute: Seien Sie präpariert für die Spielwünsche der Kinder, aber bleiben Sie spontan und flexibel. Letztlich wird die jeweilige Situation ergeben, was für einen Ausgleich Sie Ihrem Nachwuchs bieten sollten. Und da dessen Zufriedenheit Priorität hat, sehen Sie die Sache am besten von der anderen Seite: Wenn Ihre Kinder nur genug Spaß auf Tour haben, finden sie es auch okay, mal eine Pause zu machen - damit Sie Fahrrad fahren können!
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