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09.11.09 | 18:09 h |
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Redaktion: Daniel O. Fikuart |
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News |
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L´Eroica 2009: Schotter, Schweiß, schönstes Wetter – ein Traum! MIT VIDEO!! |
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Über 40 Freunde fuhren mit dem Bus und alten Rennrädern im Hänger in die Toskana, um bei der "Heldenhaften", der "L´Eroica 2009" – dem Mekka der Klassiker-Freunde und eine Art Mille Miglia für Rennradfans – 135 Kilometer über Asphalt-/Schotterstraßen – mitzufahren. Was für ein Abenteuer .... |
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... auch für offiziell 2418 Starter (darunter 165 Frauen; Ausländer: 388 u.a. 170 Deutsche, 70 Engländer), die ebenso wie wir mit alten Stahlrössern und passend gewandet in Wolltrikots eine der vier Strecken (40, 75, 135 und sogar 205 km) unter die Pneus nahmen. Rund 800 Teilnehmer wagten sich auf die Langstrecken 135 km und 205 km. 30 von uns waren unter den 135-er Kandidaten, zehn mischten bei der 75 km-Runde mit. Morgens 11, mittags 26 GradDas Wetter meinte es gut mit uns: Zu unserer Startzeit gegen 6.30 Uhr (7.00 Uhr ist Startende für 135-km Fahrer) zeigt das Thermometer milde 11 Grad (2008: 1 Grad!). Im ersten Büchsenlicht pumpen wir uns hinauf zum Castello di Brolio, dessen kurvige Parkauffahrt von unzähligen Öllampen beidseits der Serpentinen beleuchtet wird – ein Bild das unvergessen bleibt. Ebenso die spätere Panoramafahrt über wellige Anhöhen, südöstlich Richtung Siena. Mit gigantisch schönen Ausblicken auf eine in warmes Morgenrot getauchte Landschaft, links- und rechtsseits der "Strade Bianches". Die 135 km-Runde führt nämlich rund 70 Kilometer über weiße, geschotterte Gemeindestraßen, die typisch für die innere Toskana sind. Mittags dann: Azur(o)blauer Himmel, endlose Felder in sengender Sonne, Temperaturen um gefühlte 28 Grad. Ja, da ist mancher froh, als Wälder Schatten spenden und am Nachmittag einige Schleierwolken aufziehen. "Das schönste Raderlebnis meines Lebens"Das bunte Volk der Teilnehmer, die Ausblicke, die Wegführung, die Kameradschaft im Team aber auch innerhalb der italienischen Rennradfahrer, zwischen denen wir vom "Eroi tedesci/Team Ritchey" ab und zu mitschwimmen, machen den 4.10. zum perfekten Tag. Peter Hopf, zeitlebens Rennradfahrer, Velo-Ästhet und Radhändler in Garmisch (bikebaron), bezeichnet später mit leuchtenden Augen die "L´Eroica" als "Das schönste Raderlebnis meines Lebens". Das sagt einiges. Bestimmt meint er damit auch die drei Verpflegungsstationen auf der 135er Strecke. Die mit kulinarischen Köstlichkeiten der Toskana aufwarten: dunkelroter Chianti zum Genießen & Aufheitern, auch gut gegen Krämpfe und Co. Wer mag, kann seine Trinkflasche mit dem edlen Tropfen füllen lassen. Wir probieren Salami, Parmesan vom Block, goldgelbes Olivenöl-Brot, greifen zu Früchten, lassen uns von feschen Damen in toskanischer Tracht die deftige Ribollita in Schalen löffeln, eine schmackhafte Bohnensuppe aus dem Topf über rauchendem Feuer. Überall Platten mit Kuchen, Panforte aus Siena oder Ricciarelli-Mandelkekse – da bleiben viele länger und lassen es sich schmecken. Dolce Vita. Ach ja, unsere 10-köpfige 75er-Truppe (Start in 15er Blöcken ab 8.30 Uhr, sie kamen 9.10 Uhr raus) ist leider nicht so gut bedient: Sie treffen nur eine Verpflegungsstation an – und das erst nach 50 harten Kilometern! Da ihre Wasserflaschen schon nach km 35 nur noch heiseres Stöhnen von sich geben, fragen unsere Mädels und Jungs in ihrer Not einen Gärtner am Wegrand – und der spritzt solange geduldig mit seinem Wasserschlauch im hohen Bogen über den Zaun, bis alle Flaschen (und die folgender Fahrer) voll sind. Grazie, Angelo. |
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(Quelle: aktiv Radfahren) |
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