Freitag, 03.09.2010 15:14 Uhr
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29.06.08 | 04:36 h |
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Redaktion: Das Interview mit Dirk Belling führte Gunnar Fehlau, pressedienst-Fahrrad. |
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Interview mit Dirk Belling von Sram zum Thema Bremsen |
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(29.06.08/hh) »Die beste Bremse sitzt im Kopf«, sagt Dirk Belling von Sram Europa. »Den Stand der Technik repräsentieren die so genannten V-Bremsen.« Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad unterhielt sich mit ihm zum Thema Bremsen und Sicherheit. |
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Dirk Belling, was macht eine sichere Fahrradbremse aus? „Sie muss wirksam verzögern, aber auch gut dosierbar sein. Sie darf also nicht zu ruppig packen, und der Punkt, an dem sie greift, sollte deutlich zu spüren sein. Den Stand der Technik repräsentieren die so genannten V-Bremsen. Für Allwetterfahrer und für verschmutzungsträchtige Einsätze, etwa am Mountainbike, empfehlen sich hydraulische Scheibenbremsen, die auch bei Nässe und im Dreck zuverlässig arbeiten. Allerdings ist eine Bremse ein System aus vielen Elementen, die richtig zusammenspielen müssen. Zum Beispiel müssen die Bremszüge richtig verlegt sein und die Bremsbeläge mit der Oberfläche der Felgen harmonieren.“ Wie ist es mit dem Rücktritt? Er gilt für viele ja als besonders sicher. „Die Rücktrittbremse ist eine spezifisch deutsche Tradition, in den meisten anderen Ländern gibt es sie nicht. Als die Technik der Fahrradbremsen noch in den Kinderschuhen steckte, war der Rücktritt ein großer Fortschritt. Inzwischen hat ihn die Entwicklung in puncto Dosierbarkeit und Wirksamkeit längst überholt.“ Wie steht es mit der Wartung von Bremsen? „Ein sehr wichtiges Kapitel, denn schlecht gewartete Bremsen sind ein Sicherheitsrisiko. Sie müssen daher gut eingestellt sein. Bremsbeläge sind Verschleißteile und müssen regelmäßig erneuert werden. Die Bremszüge sollten in gewissen Abständen gefettet werden, damit sie leichtgängig bleiben. Das alles ist Sache der Fachwerkstatt. Übrigens werden im Laufe der Zeit auch die Felgenflanken abgebremst, beziehungsweise die Bremsscheiben bei den Scheibenbremsen. Auch sie müssen rechtzeitig ausgetauscht werden.“ Worauf sollte man achten, wenn man bremst? Immer beide Bremsen gleichzeitig betätigen und beim Bremsen beide Hände am Lenker haben. Die meiste Bremswirkung wird vom Vorderrad übertragen, daher sollte man die Hinterradbremse etwas weniger kräftig betätigen. Wenn das Hinterrad blockiert, verliert es fast seine gesamte Bremswirkung. Auf rutschigem Untergrund muss man die vordere Bremse mit Feingefühl betätigen, damit das Vorderrad nicht wegrutscht. Genauso wichtig ist es, vorausschauend zu fahren und sich auf das Verhalten der anderen einzustellen. Die beste Bremse sitzt sozusagen im Kopf.“ »aktiv Radfahren« – jetzt druckfrisch im Handel! Ihr großer Vorteil als Abonnent: Sie haben Ihre »aktiv Radfahren« schon einige Tage früher bequem in Ihrem Briefkasten. Interesse? – Zum Abo-Service und zum Schnupper-Abo geht es hier. |
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(Quelle: (#. 4219)) |
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