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 Falträder kennt jeder, Klappradel auc. Aber Zerlege-Räder in Großformat? Mit 26 oder 28 Zoll Laufrädern. Nun, da reibt sich so mancher verwundert die Augen. Ja, es gibt solche etwa mit S&S Edelstahlkupplungen, die verbindend in den aufgesägten Rahmen gesetzt werden. Das kann bei vielen Räder (u.a. Tandems) nachträglich gemacht werden.
Fix & fertig und zudem genial ist dagegen das Konzept von MTB-Übervater Tom Ritchey. Der entwickelte ein Stahlrad mit patentierter Zerlege-Technik aus einem Guss. Zerlege-Räder hat deshalb auch Ritchey im Programm: ein Rennrad, ein Mountainbike und ein Cyclocross-Rad. Dahon, der größte Faltrad-Hersteller der Welt, hat sein „Flo“-Zerlege-MTB nicht neu erfunden, sondern erhielt von Ritchey die Lizenz. Und kann so seinen – auf Mobilität gepolten – Kunden ein einfach zu transportierendes, ultrasportives 26-Zoll-Mountainbike anbieten – mit größter Torsionssteifigkeit.
Ebenfalls mit der gleichen Zerlege-Technik ist übrigens das Dahon „Vintage“ ausgestattet, ein wunderschöner, klassischer Rennrad-Randonneur mit 28-Zoll-Laufrädern. International ist das sportive „Flo“ mit seinem hochwertigen „Reynolds 631“-Stahlrahmen schon seit zwei Jahren erhältlich.
Hierzulande wird es nun erstmals für die Saison 2009 vom deutschen Dahon-Importeur Hartje angeboten. Der hat übrigens mit dem „MTX“ auch noch ein faltbares (als Alternative zum Zerlege-Bike) 26-Zoll-MTB im Angebot.
In 15 Minuten fahrbereit
Nun steht er also vor mir, der serienmäßige „Airporter“-Koffer. In dem – kratzfrei in Stofflagen gehüllt – in Einzelteilen das Dahon „Flo“ schlummert. Zum Aufbau benötige ich nur den beiliegenden Inbus-Dreizack – und 12 Minuten. Nicht aber die Aufbauanleitung, denn alles geht selbsterklärend von der Hand:
Hinterteil (Kurbelsatz, Schaltwerk und Kette, Ritzelpaket, Bremsscheibe) mit Vorderteil verbinden – durch das Einschieben der Sattelstütze in die spezielle Ringmuffe am Oberohr-Ende bis ins Sitzrohr. Das Unterrohr an den am Tretlager verschweißten Rohrstumpen anlegen, eine Metall-Manschette um die beiden aufgebogenen Rohrenden legen, Inbus zuziehen, passt. Dann Laufräder einbauen, Ahead-Vorbau des Lenkers auf den Federgabel-Schaft (genutet gegen Verdrehen) aufstecken, absenken, festdrehen. Schließlich die frei baumelnden Brems- und Schaltzüge bändigen: Jeweils die Alu-Zuverbinder aufeinander setzen, durch Ineinanderschrauben auf Zug bringen. Steckpedale rein. Weitere zwei Minuten später sind die vorher schlaffen Reifen aufgepumpt. Fertig.
Dank Justagemöglichkeiten an Schalthebeln lassen sich alle Züge einfach nachjustieren. Ein Dreh an den Rändelschrauben der mechanischen Scheibenbremen: Schon verzögern sie auf Wunsch weicher oder bissiger.
Super Fahrleistungen – als wäre es nicht zerlegbar!
Kurzentschlossen haben wir dann für unsere Ausfahrten die Steckpedale durch solche mit Klickmechanismus ersetzt. Beim Zerlegen müssen diese zwar wieder mit Werkzeug demontiert werden, geben aber im Fahrbetrieb ein besseres Gefühl. Hier ist schnell vergessen, dass es sich um ein Zerlegerad handelt, das „Flo“ ist einfach ein vollwertiges Mountainbike. Die hochwertige Gabel arbeitet klasse, der Stahlrahmen bietet guten Fahrkomfort und ist doch verwindungssteif.
Die Schaltung arbeitet souverän, die Scheibenbremsen packen sicher zu, sind aber vollhydraulischen Modellen unterlegen. Da deren Leitung aber nicht trennbar ist, ein mehr als guter Kompromiss. Das Dahon ist sehr agil und bietet alle positiven Eigenschaften eines klassischen Stahlbikes.
aktiv Radfahren Fazit: Sehr gut
Vollwertiges Cross Country-Mountainbike zum Mitnehmen. Klasse für sportliche Vielreisende. Fahrspaß mit globaler Dimension!
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