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Michael Büttner (Radsport Dressel/Giant Bikes) ist Handicap-Radsportler mit einem Faible für Extremstrecken und Rekorde. Er berichtet regelmäßig von seinen Renneinsätzen im Printmagazin des aktiv Radfahren Schwestermagazins »bike sport news« in seiner Rubrik »Büttnerrede«. Dieses Jahr war er mit dem Mountainbike beim »Styrkeproven«: Trondheim–Oslo, 540 Kilometer nonstop!
Lesen Sie seinen ebenso ausführlichen wie mitreißenden Bericht von den schönen Qualen eines solchen Extremabenteuers!
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MICHAEL BÜTTNERS REPORT
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Styrkeproven bedeutet zu Deutsch: Mut oder Kraftprobe, und das trifft es auf den Punkt. Wer hier an den Start geht, hat Mut. Wer hier ins Ziel kommt, hat Kraft und Ausdauer.
Ich freue mich sehr, nach 2005 erneut hier in Trondheim am Start stehen zu dürfen. Ich möchte versuchen, diese Strecke wie 2005 erneut nonstop zu bewältigen und eine zweite Rekordmarke aufzustellen, indem ich sie als erster behinderter Radsportler der Welt mit dem MTB bewältige. Übrigens bin ich einer unter 39 verrückten MTB-Freaks. Meine Rennradzeit von 2005 als Handicap-Radsportler steht noch immer: 20:13:16 Stunden. Man kann zwischen vier Streckenlängen wählen:
Trondheim-Oslo, die Königsstrecke 540 km- rund 4300 hm
Lillehammer-Oslo 190 km
Hamar-Oslo 120 km
und Eidsvoll-Oslo 60 km
Meine Wahl ist natürlich die Königsstrecke. Und wer mich kennt, kennt auch mein Motto: Ich bestreite kein Langdistanz- oder Extremradrennen zweimal, außer es ist ein höherer Schwierigkeitsgrad zu erwarten. Und das wird wohl mit dem MTB hier der Fall sein. Freundliche Unterstützung erfahre ich dabei durch die Reederei Colorline, die mir dieses Vorhaben erst mitermöglicht hat.
Mein Giant Anthem 1: Umbau eines Serienbikes
Um dieses Abenteuer in einen Erfolg umzumünzen, haben mein Händler und Teampartner Radsport-Dressel in Kronach und ich nach der besten Lösung gesucht, um mein Serienbike Giant Anthem1 so umzubauen, dass es nicht nur schnell, sondern auch entsprechend bequem ist. Als erstes musste eine andere Übersetzung her, um einigermaßen den Geschwindigkeiten der Rennräder folgen zu können. Die Kassette hinten wurde original belassen, mit einer Bandbreite von 11:34. Vorne verwendeten wir die 48:36-Version von Truvativ. Das kleine Blatt wurde zwar belassen, aber in seiner Funktion nicht berücksichtigt. Auch die ursprüngliche Kette blieb.
Die P6 Sattelstütze von Syntace in der Länge 400 Millimeter sollte meinen Beinen einen möglichst langen Wirkungskreis ermöglichen, für den Lenkeraufbau fiel die Wahl auf den C3 EZF Clip sowie die Endbars ebenfalls von Syntace, damit ich mich am Dovrefjell-Hochplateau möglichst klein machen und dem Wind möglichst wenig Kontaktmöglichkeiten bieten konnte. Dieser Umbau ist nur mir erlaubt worden, normalerweise ist er wegen Einschlafgefahr verboten. Durch meine CP-Behinderung ist auf langen Strecken aber ein solcher Umbau unverzichtbar, um eine Ablagemöglichkeit zu haben, da ich gelegentlichen Gleichgewichtsproblemen ausgesetzt bin, wenn mein Blutzuckerspiegel etwas absacken sollte.
Die Bereifung sollte möglichst hohe Pannensicherheit bieten, laufen wie die Feuerwehr und auf dem aufgefrästen Asphalt in Norwegen auch möglichst viel von den Vibrationen schlucken. Die Wahl fiel hier auf den Conti Sport Contact in der Größe 26 x 1.6 in Safety-System-Ausführung mit dem Schlauch Conti-Tour 26.
Bewährte Accessoires für alle Fälle
Auf solchen Ultralangstrecken bedarf es auch besonderer Accessoires und Kleidung, und da griff ich auf meine seit Jahren bewährten Sponsoren zurück. Hosen von Assos mit Long-Distance-Sitzpolsterung optimierten in Verbindung mit dem Genuine Gel Sattel von Selle Italia diesen wichtigen Punkt.
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