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Der Verbraucher musste bisher oft genug als „Versuchskaninchen“ herhalten, wenn neue Produkte schlicht noch unfertig auf den Markt geworfen wurden – denken Sie an die vielen Nabendynamos der ersten Stunde. Wenn´s aber nicht funktioniert, nützt mir aber auch die innovative Idee hinter dem Produkt nichts. Deshalb zeichnet das VSF-Gütesiegel Produkte erst dann aus, wenn wir SICHER sagen können, dass sie funktionieren, dass sie halten und dass es sie auch morgen noch geben wird. Uns ist es sehr wichtig, dass innovative Produkte entwickelt werden oder bewährte Produkte weiter verbessert werden, aber das „Die Banane reift beim Kunden“ Prinzip lehnen wir ab, weil es das Vertrauen der Konsumenten untergräbt. Der Fahrradbranche täte es sicher gut, wenn hier etwas mehr Solidität zum Tragen käme.“
„Schlösser - Was macht ein VSF..all-ride Gütesiegel zertifiziertes Schloss sicherer als ein anderes Schloss? Oder „Wie zeigt sich die VSF..all-ride Gütesiegel Philosophie beim Schloss? Wo liegt hier der Nutzen für den Kunden?“
Albert Herresthal: „Aufbruchsicherheit ist bei Schlössern ohne Zweifel der wichtigste Aspekt, aber eben nicht der einzige. Zudem gibt es unterschiedliche Schlösser für verschiedene Anwendungsbereiche. In der Großstadt muss ich mein Rad anders sichern als auf dem flachen Land, und zum Sichern des Sattels benötige ich ein anderes Schloss als zum Anschließen des Fahrrads am Laternenpfahl. Dieser Bandbreite wird auch das VSF-Gütesiegel gerecht. Deshalb haben wir die besten einer jeden Klasse zertifiziert – von billigen „Spielzeugen“ einmal abgesehen, weil die nicht mal Mindeststandards erfüllen.
Grundsätzlich gilt für alle zertifizierten Schlösser: Sie bieten für ihren jeweiligen Zweck Herausragendes. Dabei haben wir auch auf Dinge geachtet, die beim Kauf sonst gerne übersehen werden, z. B. dass man auch nach Jahren vom Hersteller noch Ersatzschlüssel erhalten kann, dass es eine Vielzahl von praktischen Halterungen gibt und dass sie nicht durch Klappergeräusche nerven.
Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Vom supersicheren Bügelschloss über das flexible Faltschloss bis hin zum sicheren Zahlenschloss mit beleuchtetem Display.“
„Wie finanziert sich das VSF-Gütesiegel / Zahlen die Hersteller für die Zertifizierung?“
Albert Herresthal: „Als unabhängiger Branchenverband wollen wir eine Kultur von Qualität, Solidität und Nachhaltigkeit in der Fahrradwirtschaft stärken. Wir sind daran interessiert, dass die Anbieter langfristige Strategien entwickeln sowie kunden- und serviceorientiert arbeiten. Wir wollen mit dem VSF-Gütesiegel die Kompetenz unserer Mitgliedsbetriebe deutlich machen, die bei Problemen immer „in einem Boot“ mit ihren Kunden sitzen. Deshalb haben wir die Entwicklung des Gütesiegels ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert.
Unsere Unabhängigkeit ist uns besonders wichtig. Um hier keine finanziellen Verquickungen entstehen zu lassen, bezahlen die Hersteller nichts für die Zertifizierung der vom VSF-Gremium ausgewählten Produkte. Das ist unser Job. Es gibt hier also keine „Lizenzgebühr“.“
„Nochmals konkret: Wo kommt das Geld für das Siegel her?“
Albert Herresthal: „Die konzeptionelle Entwicklungsarbeit für das VSF-Gütesiegel einschließlich der Anmeldungskosten für die Namensrechte beim Patentamt haben wir aus Eigenmitteln, also Mitgliedsbeiträgen finanziert. Außerdem arbeitet das Zertifizierungsgremium ehrenamtlich. Wenn wir Anzeigen schalten oder anderweitig in die Werbung gehen, beteiligen sich daran auch die Hersteller.“
„Kann sich ein Hersteller ins Siegel einkaufen?“
Albert Herresthal: „(lacht). Keine Chance! Unsere Glaubwürdigkeit ist unser höchstes Gut.“
„Nach welchen Kriterien wurden im ersten Jahr die zu zertifizierenden Hersteller / Produkte ausgesucht?“
Albert Herresthal: „Wir haben die VSF-Fachgeschäfte gefragt: Welche Hersteller arbeiten besonders kunden- und serviceorientiert?
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