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Es umfasst sieben große Radfernwege entlang der Flusstäler mit einer Länge von rund 950 Kilometern und eine Vielzahl weiterer attraktiver touristischer Radwegeverbindungen im ganzen Land. Das Netz an den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen ist im vergangenen Jahr um 36 Kilometer angewachsen.
Damit sich diese Entwicklung fortsetzt, hat das Land im Landesstraßenbauprogramm 2007/08 ein Sonderprogramm für den Radwegebau aufgelegt. Pro Jahr stehen rund drei Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, was einer Verdopplung der investierten Mittel entspricht. Mit Hilfe dieses Sonderprogramms können so einige seit langem geplante Radwege in Angriff genommen werden.
Für das laufende Jahr sind der Bau bzw. die Bauvorbereitung auf folgenden Strecken vorgesehen: L 98 Briedern-Mesenich (185000 Euro), L 114 Weibern-Wehr (150000 Euro), L 335 Nastätten-Miehlen (360000 Euro), L 356 Hirschhorn-Weilerbach (300000 Euro), L 382 Adenbach-Ginsweiler (250000 Euro), L 440 Eich-B 9 (300000 Euro) und L 540 Freimersheim-Hochstadt (100000 Euro).
Auch die sieben Radfernwege in den großen Flusstälern werden Schritt für Schritt vervollständigt. Aktuell sind u.a. Bauarbeiten rechtsrheinisch zwischen Braubach und Osterspai sowie an der Mosel zwischen Ellenz und Ernst im Gange. Mit Nachdruck werden auch die Baurechtsverfahren für die Strecken Densborn-St. Thomas (Kyll-Radweg), Rech-Altenahr (Ahr-Radweg) und Laurenburg-Geilnau (Lahn-Radweg) betrieben.
Ein entscheidendes Kriterium für Radtouristen ist die eindeutige Beschilderung der Radwege. Grundlage für Rheinland-Pfalz ist die seit 2004 landesweit einheitliche Radwegebeschilderung nach den \"Hinweisen für die wegweisende und touristische Beschilderung für den Radverkehr in Rheinland-Pfalz\". Mittlerweile sind mehr als 2000 Kilometer nach diesen Kriterien ausgeschildert.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz am 24.09.2007
Ausbau der Nahedeiche bei Bingen mit Radwegen
Die Maßnahmen der Landesregierung zur weiteren Verbesserung des Hochwasserschutzes schreiten voran. Neben dem Bau von Poldern und der Ertüchtigung der Deiche am Oberrhein sind die Maßnahmen an der Nahe ein weiterer wichtiger Baustein des Hochwasserschutzkonzepts des Landes. Umweltministerin Margit Conrad hat heute den ersten Spatenstich zum Ausbau des Nahedeiches bei Bingen-Dietersheim vorgenommen.
Der etwa ein Kilometer lange Deichabschnitt beginnt im Norden an einem ehemaligen Bahndamm und endet im Süden an der Bundesautobahn A 61. Im Zuge der Baumaßnahmen soll der Deich verstärkt und ertüchtigt werden, die Böschung wird abgeflacht und ein als Rad- und Fußweg nutzbarer Deichverteidigungsweg angelegt.
Die Fertigstellung der gesamten Hochwasserschutzmaßnahme ist für Herbst 2008 vorgesehen. Die Mittel für den Deichbau in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro werden zu 90 Prozent vom Umweltministerium übernommen.
Quelle: Ministerium für Umwelt und Forsten - Rheinlandpfalz (MUFVRLP) am 28.09.2007
THÜRINGEN
Land fördert Radweg-Neubau in Südthüringen: Verbindung von Rennsteig- und Saale-Radweg
Das Thüringer Wirtschaftsministerium unterstützt die Errichtung eines neuen Radwanderweges entlang der Loquitz als Verbindung von Rennsteig- und Saale-Radweg. Dazu erhält die Gemeinde Probstzella (bei Saalfeld) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 658 282 € aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe \"Touristische Infrastruktur\" (GA).
Die geplante Strecke führt über 15 km von der Bayerischen Landesgrenze bei Ludwigsstadt über Probstzella, Oberloquitz und Unterloquitz nach Hockenroda. Davon können 6 km bereits bestehende Wegabschnitte genutzt werden, 9 km müssen neu errichtet oder zum Radweg ausgebaut werden. Inhalt des Vorhabens sind der notwendige Ausbau der Teilbereiche sowie der Bau von vier Brücken. Zudem werden zwei neue Rastplätze angelegt und die gesamte Strecke beschildert.
Mit dem Bau des geplanten Radweges wird das Thüringer Fernradwegenetz mit dem Radwegenetz Nordfranken und Bayerns verbunden.
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