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Carl gewinnt insgesamt 60 erste Preise, Wilhelm 70, Ludwig über 100 und Heinrich landet 150 Mal auf der obersten Stufe des Siegerpodests. Erfolgreichster Opel-Fahrer wird Fritz mit über 180 ersten Plätzen. Einer seiner größten Triumphe ist der Sieg bei der 620 Kilometer langen Fernfahrt Basel-Cleve 1894. Die besten Straßenfahrer der Zeit nehmen am Wettkampf teil. Erstaunt ist man, den damals in der Radsportszene noch unbekannten neunzehnjährigen Fritz Opel im Teilnehmerfeld zu erblicken. Er setzt sich gegen das starke Wettbewerberfeld durch und passiert nach 28-stündiger Fahrt in Cleve als Erster das Ziel. Für seine überragende sportliche Leistung wird er mit dem von Kaiser Wilhelm II. gestifteten Ehrenpreis belohnt.
Ein Jahr zuvor gewinnt Joseph Fischer auf einem Opel-Rad die erstmals vom deutschen Radfahrer-Bund veranstaltete Fernfahrt „Wien-Berlin“. Fischer zählt zu den besten internationalen Straßenrennfahrern und nimmt auch verrückte Herausforderungen an. So kommt es, dass er am 8. September 1893 spektakulär auf einer Radrennbahn in München gegen das Traberpferd Flora I antritt. Fischer gewinnt das 4.000-Meter-Rennen mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung – anschließend erteilt er dem Besitzer des Traberpferdes Radfahrunterricht. Elf Monate später wagt er sogar das Duell gegen den Amerikaner William Cody Junior, Sohn des berühmten Buffalo Bill. Wieder heißt es: Radfahrer gegen Reiter. Und wieder heißt der Sieger in allen drei ausgetragenen Rennen Joseph Fischer.
1897 – wird Willy Arend auf Opel Sprintweltmeister über eine englische Meile. Er geht mit diesem Sieg als der erste Profi-Weltmeister des deutschen Radrennsports in die Geschichte ein. Weitere Höhepunkte seiner Karriere sind die Europa-Meisterschaften 1897, 1898 und 1901 sowie der mit 8.000 Mark zu den höchstdotierten Radrennen zählende „Große Preis von Deutschland“, der in Berlin ausgetragen wird. Selbst im Alter von 45 Jahren steigt Arend immer noch unermüdlich aufs Rad und siegt 1921 in der Deutschen Profi-Sprintermannschaft.
Radsportlegenden auf ZR III – die Opel-Werksmannschaft der 20er Jahre Mitte der 20er Jahre – zur gleichen Zeit als sich Opel zum weltweit größten Zweirad-Produzenten aufschwingt – unterhält das Rüsselsheimer Unternehmen ein Werksteam. Wo auch immer die gelbe Opel-Mannschaft erscheint, fährt sie an die Spitze; so auch bei den internationalen Straßenrennen „Rund um Zürich“, „Bern-Genf“ oder „Zürich-Chaux de Fonds“.
Das bedeutendste Ereignis, das Opel mit den gelben ZR III-Rennrädern wieder für sich entscheiden kann, ist die im August 1925 in Amsterdam ausgetragene Steher-Welt-meisterschaft. Aus ihr geht Robert Grassin als überlegener Sieger hervor. In ganz Europa eilt er von Sieg zu Sieg. Schon damals stellt Opel mit den „Zeppelin Rigid III“-Rädern (in Anlehnung an den ersten Zeppelin, der den Atlantik überquerte) sowie den darunter angesiedelten RAK 29 und RAK 30-Rädern (benannt nach den Raketenfahrzeugen, mit denen Opel international Medienecho erregte) Qualität unter Beweis.
Im selben Jahrzehnt – genauer:
Für 1926 und die folgenden Jahre gelingt es den Rüsselsheimern, weitere Spitzenfahrer für die Werksmannschaft zu verpflichten, unter ihnen die Belgier Jules van Hevel und Philippe Maurice Ville sowie die Italienier Belloni und Zanaga. Sprintweltmeister Jaap Meyer, der spätere Steher-Weltmeister Walter Sawall und viele andere bedeutende Bahnfahrer unterstützen das achtzehnköpfige internationale Team – die bisher größte Werksmannschaft der Unternehmensgeschichte.
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