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20.07.2008 | 11:05 h

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Recherche aR / Pressedienst Fahrrad - Gunnar Fehlau

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Test & Technik

 

Schalternative: Die richtige Schaltung für jeden Radler

(20.07.08/hh) Auf dem Fahrradmarkt existieren derzeit drei verschiedene Schaltungsvarianten: Nabenschaltungen, Kettenschaltungen und die Kombination aus beiden Arten, so genannte Hybridschaltungen.

Mit einer geschlossenen Kettenführung, wie sie zum Beispiel utopia-velo mit dem „Country“-Kettenschutz anbietet (www.utopia-velo.de) und bei einigen Modellen der Firma riese und müller (www.r-m.de) in den Rahmen integriert ist, stellt die Nabenschaltung zudem die deutlich sauberere Alternative dar.


Kette plus Nabe gleich Hybrid
Das Beste zweier Welten vereint die so genannte Hybridschaltung. Dies ist eine Dreigang-Nabenschaltung, die zusätzlich ein Ritzelpaket mit bis zu neun Ritzeln trägt und somit ebenfalls bis zu 27 Gänge zur Verfügung stellt – etwa die »DualDrive« von Sram. Vorteil des Systems: Die komplette Schaltung ist auf das Hinterrad konzentriert; die drei Gangstufen der Nabenschaltung (Berggang – Ebene – Schnellgang) lassen sich im Stand schalten. Das ausladende, bei niedriger Trittfrequenz sehr träge schaltende Zwei- oder Dreifach-Kettenblatt fällt weg.


Einsatz- und Preisbereiche der Schaltungstypen
Auf den ersten Blick verwirrend: Bei Nabenschaltungen muss für Quantität, bei Kettenschaltungen für Qualität gezahlt werden. Das heißt, dass auch eine einfache Dreigangschaltung ausgesprochen robust und haltbar, wegen der geringeren Komplexität der Konstruktion aber um einiges billiger als eine Neungang-Nabe ist. Bei der Kettenschaltung dagegen kommt es nicht darauf an, ob noch ein weiteres Ritzel auf der Hinterradnabe sitzt; hier sind Materialgüte, Verarbeitung und Gewicht des Schaltsystems verantwortlich für den Preis.


Wer sein Rad als reines Gebrauchsobjekt für Fahrten in der Stadt und Ausflüge über Land einsetzt, wird zur wartungsarmen und unkomplizierten Nabenschaltung greifen, die in der einfachen Dreigang-Variante auch in den unteren Preislagen um 300 Euro verbaut wird. Mehr Komfort und bessere Eignung für hügeliges Terrain bietet eine Acht- oder Neunfach-Nabe.


An Luxus-Reiserädern und zuweilen auch Mountainbikes findet sich die Rohloff-Getriebenabe mit 14 Schaltstufen – die einzige Nabenschaltung, die ohne Einschränkungen auch für extremen sportlichen Einsatz geeignet ist. Mit Konsequenzen: Sie ist an Kompletträdern erst ab ca. 2.000 Euro zu finden.


Und die Kettenschaltung? Wer sich die Zeit nimmt, sein Fahrrad etwas zu pflegen (regelmäßiges Schmieren und Fetten der Kettenschaltung und Züge) und die Verschleißintervalle der Kette ernst nimmt, kann vom 16- bis zum 27-Gang-Rad wählen, spart etwas Gewicht und hat die komplette Preispalette der Räder zur Auswahl.



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(Quelle: (#. 4204))

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