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26.06.2008 | 09:50 h

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PM - Pressedienst-Fahrrad / Gunnar Fehlau

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Test & Technik

 

Reifenwahl: Mehr Tempo, mehr Sicherheit und mehr Komfort

(26.06.08/hh) Eigentlich denkt man nur über sie nach, wenn man einen Platten hat. Dabei hätte die Bereifung am Fahrrad eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdient.

Alltagsradlern kommt es besonders auf guten Pannenschutz an, denn ihr Rad muss ständig einsatzbereit sein, auch wenn letztlich weniger Kilometer gefahren werden als auf dem Rennrad oder MTB. Eine robuste Konstruktion, die auch Glassplittern widersteht, ist also erste Wahl. "Der Marathon Plus mit spezieller Pannenschutzeinlage hält sogar Reißzwecken stand, ist aber natürlich etwas schwerer", erklärt Carsten Zahn. Für Reifen, die an Reiserädern eingesetzt werden, gilt das natürlich besonders -- aufgrund der hohen Laufleistung müssen sie daneben besonders abriebfest sein (z. B. Marathon Plus, Marathon XR).


Immer gleich: der Aufbau

All diese Reifentypen gibt es wiederum in diversen Unterarten, doch eine Sache ist bei allen gleich: der Aufbau, der mit geringen Unterschieden immer derselbe ist. Ein Fahrradreifen besteht aus mehreren gummierten Gewebelagen, die in ihrer Gesamtheit die so genannte Karkasse bilden. An den Seitenrändern werden die Gewebelagen umgeschlagen und umfassen dabei einen Draht (bei Faltreifen ein flexibler Strang aus Kunstfasern), der dem Reifen seine runde Form gibt und für den Halt am Felgenhorn sorgt. Oben auf der Karkasse sitzt die Lauffläche (auch "Protektor" genannt), darunter beziehungsweise zwischen den Gewebelagen befinden sich die Pannenschutzstreifen. Die ganze Konstruktion wird unter Druck und Hitze zusammenvulkanisiert und bildet eine untrennbare Einheit. Im Inneren des Reifens befindet sich der lufthaltige Schlauch, der über ein Ventil befüllt wird.


Neben diesem Bauprinzip gibt es im Grunde nur eine andere Reifenart

Der Schlauchreifen, bei dem die Karkasse unten zusammengenäht ist und der dadurch einen runden Querschnitt aufweist (z. B. Ultremo tubular, Stelvio tubular). Solche Reifen werden auf spezielle Felgen geklebt nur im Rennsport genutzt, vor allem da, wo es auf besonders hohen Luftdruck ankommt wie auf der Radrennbahn oder auf besonders niedrigen -- bei Querfeldeinrennen auf ungefederten - Spezialrennrädern.


Schmale Reifen halten höheren Druck

Der Betriebsdruck eines Reifens hängt übrigens im Wesentlichen von seinem Volumen ab. Schmale Reifen mit einer kleineren Innenfläche halten höherem Druck stand -- bei einem durchschnittlichen Rennreifen sechs bis zehn bar. Mountainbikes, Trekking- und Cityräder werden mit drei bis vier bar gefahren, teilweise auch etwas mehr, wenn mehr Wert auf Leichtlauf denn auf Komfort gelegt wird -- hart aufgepumpte Reifen rollen leichter, aber sie "federn" weniger.



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(Quelle: (#. 4209))

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