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Das passende Transportgerät haben viele Radsportler sowieso im Keller stehen: Fahrradkoffer (ca. 499 Euro) wie das Modell „Vaison“ des italienischen Spezialherstellers Elite (www.elite-it.com). Ein Rennrad plus Zubehör lässt sich bequem und sicher in so einer Box verstauen – und wer nur selten mit dem Renner verreist, für den hat Elite-Importeur Thomas Wiemann einen guten Rat: „Einfach mal im Radshop fragen, oft findet man jemanden, der seinen Radkoffer gegen eine geringe Gebühr verleiht.“
Zu sperrig? Spezialhersteller bieten schon längst vollwertige Rennräder an, die sich mit Hilfe ausgeklügelter Verbindungsmuffen im Handumdrehen in kompakte Päckchen verwandeln lassen. „In Sachen Fahrgefühl und Stabilität muss man keine Einbußen hinnehmen“, erklärt Frank Stefan Kimmel vom US-Kulthersteller Serotta (www.serotta.de). Serotta hat eine „Traveller“-Version ihres Rahmens „Legend Ti“ mit so genannten S&S-Kupplungen im Programm haben. Dass die Amerikaner in Sachen Zerlegeräder die Nase vorn haben, beweisen auch die innovativen Tandem-„Bausätze“ der Firma Santana, die sogar zerlegbare Mehrsitzer anbietet (www.santana-tandem.de). Eine praktische Sache, zumal das Bahnfahren mit normalen Tandems „aus Kapazitätsgründen“ oft nicht möglich ist.
Viele Radfahrer denken beim Thema Eisenbahn jedoch nicht an den nächsten Urlaub. Sie nutzen den Zug für den täglichen Weg zur Arbeit oder als stressfreies Verkehrsmittel auf der Dienstreise – inklusive Notebook-Arbeitsplatz und Handyempfang. Diese Kundschaft ist nicht selten im ICE unterwegs, und da gelten für Fahrräder ganz andere Regeln: „Im ICE ist eine Fahrradmitnahme nicht möglich“, spricht Stefan Karpenstein von der DB AutoZug GmbH den alten Konfliktpunkt mit den Fahrrad-Lobbyisten an. Faltrad-Besitzer ficht das nicht an; sie dürfen ihren Klappflitzer mit in die schnellen Züge nehmen. Dass sie mir ihren kleinen Flitzern auf der Straße nicht das Nachsehen haben, dafür sorgen Hersteller wie riese und müller (www.r-m.de) und utopia-velo (www.utopia-velo.de), denn Falträder sind in beiderlei Wortsinnen reisetauglich: Sie gehen leicht auf Reisen und mit ihnen lässt sich gut reiseradeln. Bei Utopia kommt das neue Faltrad „Timor“(ab ca. 1.700 Euro), mit 20-Zoll-Rädern, die wahlweise mit 50 oder 60 mm messenden „Big Apple“-Pneus bereift werden. Das macht die Fahreigenschaften so Utopia-typisch ruhig und verlässlich, dass man beinahe vergisst, auf einem Faltrad zu sitzen.
Ähnlich das ebenso reisetaugliche Birdy von riese und müller (ab ca. 1.300 Euro): Seine Akzente gehen mehr Richtung täglicher Falteinsatz: Das Packmaß ist kleiner und das Falten geht schneller von der Hand.
Übrigens dürfen die Falträder seit Mai 2007 auch ohne Verpackung im Zug mitgenommen werden; davon rät Heiko Müller von riese und müller allerdings ab: „Eine Hülle dabeizuhaben, ist aber trotzdem empfehlenswert. Dann gibt es keinen Ärger, weil ein Fahrgast mit dem Mantel an den Kettenstrang gekommen ist.“ Wenn es nur die Finger waren, kann man dem Mitreisenden immerhin die wasserlose Handwaschpaste „Clean-up“ von Rema Tip Top anbieten (www.rema-tiptop.de, ca. 4 Euro). So entspannt sich ja vielleicht ein Gespräch zum Thema „Bahn und Rad“ – oder die Reisebekanntschaft entwickelt sich zu neuen Synergien...
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