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29.09.2007 | 08:36 h

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aR Recherche/Uli Bimczok

 
 
 

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Was Sie schon immer über Bremsen wissen wollten ...

(29.09.07/df) So unterschiedlich die Fahrradtypen so differenziert ihre Bremsanlagen. Das Spektrum reicht vom Rücktritt über Felgenbremsen, Hydraulik-Stopper bis Scheibenbremse. Was unterscheidet sie eigentlich? ...

Die Scheibenbremse wird bei Sporträdern (außer Rennrädern) wohl künftig Standard werden,V-Felgenbremsen ("V-Brakes") machen bei Gebrauchsrädern und günstigen Sporträdern eine gute Figur - bei Trockenheit. Bei Nässe müssen Felgenbremsen mit besonderer Hebeltechnik ans Rad, die mehr Druck aufbringen können ...,... wie sie sich im Top-Regal von Shimano finden (XT, XTR) oder Hydraulik-Felgenbremsen von Magura, die den Bremsdruck nicht per Seilzug, sondern über Ölleitungen an die Bremsgummis bringen.



Den Anfang macht eine Ausnahme: die Rücktrittbremse.
Sie ist einzig in Deutschland bei älteren Radfahrern aus Gewohnheit gefragt –  und wird daher meist nur in Stadt- und Ausflugsrädern verbaut. die diese Räder bevorzugt. Vorteil: Durch die gekapselte Positionierung im Gehäuse der Nabenschaltung ist sie schmutzgeschützt und nahezu wartungsfrei. Nachteil: Man muss das Pedal vor dem Bremsvorgang optimal stellen, was im Notfall kaum möglich ist. Eine modernere (Trommelbrems-)Variante sind Rollenbremsen fürs Vorder- wie Hinterrad. Bei beiden Systemen ist Bremswirkung nie bissig, thermische Aufhitzung bei langen Abfahrten kann zu Brems-Fading führen.


Felgenbremsen sind Standard

Aufgrund ihrer einfachen Bauweise und ihrer hohen Wirksamkeit hat sich die V-Bremsen (Felgenbremsen) bei Gebrauchs- (Stadt-/Trekkingrädern) und Sporträdern (Bikes, Rennräder) durchgesetzt. Bei Trockenheit arbeiten sie sehr gut. Um allerdings bei Nässe optimale Verzögerung zu bieten, müssen sie den hauchdünner Wasserfilm zwischen Felge und Bremsgummi „durchbremsen“, erst dann beißt die Bremse richtig zu. Folge: Der Bremsweg wird länger, der plötzliche „Zugriff“ der Bremse kann zum Blockieren des jeweiligen Laufrades führen. Um schnelles Verzögern zu ermöglichen, versuchen die Bremsen-Hersteller durch mehr Anpressdruck den Wasserfilm schneller zu „knacken“. So bietet Shimano in seinen Topgruppen V-Bremsen mit anderen Hebelverhältnissen und einer Parallelogramm-Führung der Bremsgummis an.
Alternativ oder ergänzend verbauen manche Radhersteller Laufräder mit überschliffenen (= raueren) Felgenflanken. Fürs nachträgliche Bremsentuning bietet der Zubehörhandel Spezialbremsgummis an.


Sehr gut: Hydraulik-Stopper ...

Dennoch greifen viele Reiseradler, immer mehr Crossrad-Fahrer und manche Biker zu hydraulischen Felgenbremsen. Die benutzen zur Kraftweiterleitung keine Seile, sondern Öl. Pluspunkt der Hydraulikbremse: Es gibt kein Einrosten der Bremszüge und selbst bei kurvenreicher Zugverlegung entstehen keine Reibungsverluste.

Die Bremse hat eine gute bis sehr gute Wirkung, ist leicht zu betätigen und gut dosierbar. Außerdem benötigen Hydraulikbremsen kaum Pflege und Wartung. Lediglich der höhere Preis hält viele Radfahrer noch davon ab, diese Stopper an ihrem Trekkingrad oder Sportgerät nachzurüsten.


... und Scheibenbremsen!

Obwohl vom Prinzip her ja die Felgenbremse schon eine riesige Scheibenbremse ist und die Felge als "Scheibe" fungiert, gehört im Sportbereich die Zukunft zweifellos den Scheibenbremsen. Ihr Vorteil ist einmal ihre Position: Scheibenbremsen sitzen in der Laufradmitte – also im Gegensatz zu Felgenbremsen weit, weit weg vom Schmutz- und Nässebombardement rotierender Reifen – auf den Naben und müssen sich der Speichen bedienen, damit ihre brachiale Bremswirkung über Felge und Reifen "auf die Piste" kommt.


Bei Scheibenbremsen wird eine Bremsscheibe aus Stahl oder Alu von Bremsklötzen „in die Zange“ genommen. Im Vergleich zu Felgenbremsen ist hier eine wesentlich größere Hebelübersetzung möglich – da hat ein Wasserfilm auf der Scheibe keine Chance. Selbst Vereisungen der Scheibe sind kein Thema. Der hohe Anpressdruck der Bremsklötze wird über Hebel erzeugt und hydraulisch oder per Seilzug übertragen.

Scheibenbremsen benötigen ultrastabile Speichen zur Kraftübertragung, die Scheiben größere Nabenflasche auf der Montageseite, der Bremssattel eine stabile Rahmen- oder Gabelhalterung. Ihre tolle Bremsperformance rechtfertigt den erhöhten Preis – mit Sicherheit.


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(Quelle: (#. 2410))

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