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6. Die Spannung abstimmen
Für Fahrräder mit Vollfederung gilt diese Faustregel jedoch nicht. „Bei unseren Modellen sollte der Reifendruck beim Maximalwert liegen. Für den Fahrkomfort ist allein die Federung verantwortlich “, erklärt Heiko Müller vom Spezialhersteller riese und müller (www.r-m.de). Deshalb kommt der Einstellung der Federvorspannung eine große Bedeutung zu. „Der Negativfederweg – um den sich die Federelemente beim Draufsetzen zusammendrücken – sollte etwa 20 Prozent des Gesamtfederweges ausmachen“, erklärt Müller. „Von diesem Wert ausgehend kann man herausfinden, ob man eine weichere oder eine straffere Einstellung bevorzugt.“
Wer ein voll gefedertes Mountainbike gekauft hat, dem empfiehlt Christian Malik, Produktmanager beim Hersteller Haibike (www.haibike.de), auf den ersten Touren Dämpferpumpe und anderes Werkzeug zur Einstellung der Federung und des Reifendrucks mitzunehmen: „Denn Traktion, Komfort, Pannenschutz und Leichtlauf verlangen beim Mountainbike eine ausgewogene Balance, die vom Fahrer(-gewicht), Fahrstil, Tempo und Untergrund abhängt.“
7. Wo der Kegel leuchtet
„Bei der ersten Nachtfahrt sollte man die Position des Lichtkegels auf der Fahrbahn kontrollieren“, sagt Guido Müller vom Beleuchtungshersteller Busch & Müller (www.bumm.de) „Dieser Punkt sollte ca. 10 Meter vor dem Vorderrad liegen.“ Bisher kein Thema, aber bei den neuen Hochleistungsdiodenscheinwerfern fürs Fahrrad nunmehr durchaus relevant: „Wer unseren IQ-Tec-Strahler am Rad hat, muss unbedingt darauf achten, entgegenkommende Fahrzeuge nicht zu blenden.“
8. Pflegen von Anfang an
Glänzend und fleckenfrei geht das Neurad auf seine erste Tour, doch manch glücklicher Besitzer ist überrascht, wie schnell dieser Glanz verblasst – zumindest an ganz bestimmten Stellen. „Rückstände von Fett und Montagepaste finde sich an jedem Rad, vor allem am Vorbau und der Sattelklemme, ebenfalls rund um das Steuerlager“, erklärt Bodo Franz vom Pflegemittelhersteller Rema Tiptop. (www.rema-tiptop.de ). Diese teilweise kaum sichtbaren Schmierstoffreste ziehen Staub und Dreck magisch an und sollten deshalb so schnell wie möglich entfernt werden. „Wir empfehlen, ein neues Rad mit Tiptop-Glanzspray (ab 6,50 Euro) und einem fusselfreien Lappen zu behandeln und danach mit unserem Nano-Versiegelungssystem zu konservieren (Clean & Polish, ab 9,90 Euro).“ Ralf Klagges vom Fahrradhersteller Utopia (www.utopia-velo.de) empfiehlt: „Versiegeln oder Wachsen Sie regelmäßig, sonst gibt es schnell (Flug-)Rostspuren an Schrauben usw. und Korrosion an Aluminiumteilen. In den Ecken frisst sich der Dreck dann durch den Lack.“ Deshalb legt Utopia übrigens jedem Neurad eine Dose Sprühwachs bei.
9. Schmutz von der Kette lassen
Ein Sorgenkind ist die Fahrradkette. „Produktionsbedingt weisen neue Ketten eine so genannte Erstschmierung auf, die ziemlich klebrig ist und dadurch Schmutz anzieht“, bedauert Sram-Manager Dirk Belling. Sein Tipp: „Die neue Kette mit Lappen und Kettenreiniger äußerlich abwischen und dann mit einem Kettenspray, behandeln.“ Zum Beispiel mit dem „Nano Diamant“-Kettenöl von Rema Tiptop, dessen mikroskopisch feine Partikel durch „Vernetzen“ eine Schutzschicht um den Gliederstrang bilden (ab 9,90 Euro).
10. Nicht vergessen: der erste Check-Up
Ein wichtiger Aspekt der Neuradpflege kommt, sobald die ersten 200 bis 400 Kilometer zurückgelegt sind: die Erstinspektion, meist im Kaufpreis des Rades enthalten. „Dabei geht es vor allem darum, Setzungserscheinungen zu kontrollieren und zu beseitigen“, erklärt VSF-Experte Herresthal. Dazu gehört beispielsweise die Kontrolle von Schalt- und Bremszügen, denn die Züge längen sich minimal und ihre Außenhüllen können sich noch in ihren Anschlägen „setzen“. Ebenfalls wichtig ist die Kontrolle der Laufräder auf Rundlauf und Speichenspannung.
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